Sonntag, 21. Oktober 2012

Rezension: Jessica Bird - Wenn es plötzlich Liebe ist

J.R. Ward kann es besser


(Quelle: Blanvalet Verlag)

Taschenbuch
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Seiten: 416
ISBN: 978-3442375462
Preis: 7,95 €
Erhältlich u.a. bei Amazon: http://amzn.to/OB7JNo

Zum Inhalt:
Grace hat Angst. Eine ihrer Freundinnen wurde ermordet und sie weiß, dass auch sie auf der Liste des Mörders steht. Um sich zu schützen, hat ihr guter Freund Nick für sie einen Leibwächter eingestellt, der Grace rund um die Uhr bewachen soll. Doch John, der schon so einige gefährliche Aufträge hatte, ist von dem Job nicht wirklich begeistert. Denn er ist es gewohnt, dass seine Klienten das tun was er sagt - Grace sieht das aber ganz anders, denn niemand sagt ihr was sie zu tun oder zu lassen hat. Und was zu Beginn ihrer Bekanntschaft nach anfänglicher Antipathie aussieht, entwickelt sich ganz schnell in ganz andere Gefühle...

Meine Meinung:
Bei der Autorin Jessica Bird handelt es sich - wie unschwer auf dem Buchcover zu erkennen ist - um niemand geringeres als J.R. Ward. Ich denke mal, den meisten von euch wird der Namen ein Begriff sein. Ich bin ja ein Fan ihrer Black-Dagger-Reihe. Die Fallen-Angel-Serie hat mir jedoch nicht so gut gefallen. Als ich gesehen habe, dass die Autorin auch mal einen "normalen" Liebesroman, also ohne Fantasy, geschrieben hat, war ich natürlich neugierig und habe mir deswegen dieses Buch gekauft.
Um es gleich vorneweg zu sagen: Dieses Buch unterscheidet sich definitiv nicht wirklich von anderen Liebesromanen. Irgendwie hatte ich ja erwartet, dass dieses Buch - wie die Black-Dagger-Reihe - etwas besonders ist. Jedoch muss ich wirklich sagen, das ich über großes Strecken dieses Buches wirklich ein wenig enttäuscht war. Zum einen war die Drumherum-Geschichte nicht wirklich spannend, obwohl der Klappentext das irgendwie vermuten lies. Ich weiß, dass bei solchen Büchern die Geschichte selbst eher im Hintergrund und die Annäherung der beiden Hauptcharaktere im Vordergrund steht, aber trotzdem habe ich definitiv mehr erwartet. Die Geschichte war eine so gute Vorlage, die man einfach nur hätte spannender schreiben müssen und das Buch wäre bei weitem besser gewesen. Da bei den Büchern der Black-Dagger-Reihe Spannung und Action auch vertreten sind - und das nicht zu knapp - weiß ich ja, dass die Autorin auch anders schreiben kann. Aber warum sie es nicht bei diesem Buch gemacht hat, ist mir ein Rätsel.

Der zweite Punkt der mich bei diesem Buch gestört hat, hängt mit den Hauptcharakteren zusammen. Ich weiß, dass bei solchen Büchern es ja immer darauf hinausläuft, dass sich die beiden Hauptcharaktere am Schluss ineinander verlieben und dass es vorher aber immer etwas dauert, bis sich die beiden näher kommen. In diesem Buch war es an sich nicht anders, jedoch ging es in jedem zweiten Satz darum, wer was für wen empfindet, wie sehr man den anderen begehrt, wie schlimm es ist, seine Gefühle zu unterdrücken und so weiter und so fort. Man kann wirklich sagen, dass es 3/4 des Buches nur darum ging. Und ich muss euch wirklich sagen, dass das sogar für mich zu viel war. Und ich lese solche Bücher eigentlich ganz gerne. Aber wenn man andauernd und immer wieder etwas über die Gefühlswelt einer der Hauptcharaktere lesen muss, die sich dabei auch nicht wirklich ändert, hat man irgendwann genug. Da will man ja regelrecht irgendeine Handlung, damit die Geschichte mal weitergeht. Aber wie ihr ja oben gelesen habt, war die jetzt auch nicht so überzeugend. Auf den letzten 100 Seiten hat das Tempo zwar etwas angezogen, aber auch das konnte nicht ganz für die vorhergehenden 300 Seiten entschädigen.

Mein Fazit:
Ein schwaches Buch von J.R.Ward. Meiner Meinung nach nichts für die Fans der Black-Dagger-Reihe - eher etwas für die wirklich eingefleischten Liebesroman-Leser.

Bewertung 
(3 1/2 von 5 Sterne)

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