Freitag, 28. Dezember 2012

Rezension: Jay Asher und Carolyn Mackler - Wir beide irgendwann

Das Buch hat mich doch etwas enttäuscht



gebunden
Verlag: cbt
Seiten: 400
ISBN: 978-3570161517
Preis: 17,99 €
Erhältlich u.a. bei Amazon: http://amzn.to/U5eYn9

Zum Inhalt:
Dieses Buch spielt im Jahr 1996. Die 16jährige Emma bekommt von ihrem Vater einen PC geschenkt. Als sie sich das erste Mal ins Internet einwählt, landet sie plötzlich auf einer ihr total unbekannte Seite namens Facebook (klar, denn Facebook gab es damals noch gar nicht). Und nur langsam dämmert Emma, was sie da eigentlich entdeckt hat: Ihre eigens Facebook-Profil in 15 Jahren!! Was Emma zunächst für einen miesen Scherz hält, entpuppt sich ganz schnell als die wirkliche Zukunft, denn alles was Emma in der Gegenwart entscheidet, hat Auswirkungen auf Emmas Zukunft - und ihr Facebook-Profil. Emma ist ganz verrückt danach, ihre Zukunft so zu manipulieren, wie sie sie gerne hätte. Und auch ihr bester Freund Josh kann sie nicht davon abhalten. Und nebenbei versuchen beide noch ihr gegenwärtiges Teenager-Leben in den Griff zu kriegen...

Meine Meinung:
Zu Beginn muss ich sagen, dass meine Erwartungen bezüglich des Buches doch sehr hoch waren. Denn überall hat man wirklich nur Gutes darüber gehört, besonders im Internet wurde das Buch in den höchsten Tönen gelobt. Leider muss ich jedoch sagen, dass ich mich der Mehrheit der positiven Meinungen nicht anschließen kann, da meine Erwartungen bei weitem nicht erfüllt wurden. Ich hatte wirklich mehr erwartet: mehr Spannung und mehr Tiefgang (auch wenn es ein Jugendbuch ist). 

Die Idee an sich fand ich ansprechend und auch sehr interessant - wie würde ich reagieren, wenn ich plötzlich meine Facebook-Seite in 15 Jahren sehen könnte? Würde ich versuchen, die künftigen Ereignisse zu verändern? Für mich ist das eine Frage mit Tiefgang. Nur dieser Tiefgang fehlt mir einfach in diesem Buch. Besonders Emma pfuscht in ihrer Zukunft herum ohne sich meiner Meinung nach wirklich Gedanken zu machen, was das alles für Ausmaßen hat. Und nicht genug damit, sie zieht Josh, ihren besten Freund auch noch damit rein, der mit seinem zukünftigen Leben eigentlich ganz zufrieden ist. Meiner Meinung nach, ist das Verhalten von Emma ziemlich oberflächlich. Generell bin ich mit Emma nicht wirklich warm geworden. Ihre Art und ihre Einstellung zu gewissen Dingen (besonders zu dem Thema "Jungs") hat mir einfach nicht gefallen. Wenn Emma mich nicht gerade genervt hat, hat sich mich gelangweilt. Josh war da schon mehr nach meinem Geschmack. Aber leider konnte auch er die Geschichte nicht wirklich rum reißen. Auch die Art wie die Geschichte erzählt wird, konnte nicht wirklich zur Besserung beitragen. Und zwar wird die Story abwechselnd aus der Sicht von Emma oder Josh erzählt, so dass man von beiden die Gedanke und Empfindungen erfährt. Es gibt einige Bücher, wie z.B. Elfenkrieg oder Elfenmagie von Sabrina Qunaj, die diese Art von Erzählweise ebenfalls praktizieren und damit ganz gut fahren. Diesem Buch verhilft diese Erzählweise jedoch nicht wirklich. Dafür sind die beiden Hauptcharaktere einfach zu blass, d.h. ihnen fehlt irgendwie Persönlichkeit, um wirklich richtige Gefühle dem Leser zu vermitteln.
Die Story dümpelte eigentlich das ganze Buch über nur so vor sich und von Spannung bzw. fesselnden Momenten war weit und breit nichts zu sehen. Es gab keine wirklichen Highlights in dem Buch, die mich als Leser packen konnten. Die Geschichte ist die wie ihre Charaktere: durchschnittlich. 

Wenn ich ehrlich bin, hat es mich nach dem Lesen des Buches schon gewurmt, dass ich für das Buch fast 18,-- EUR ausgegeben habe. Für dieses Buch war das meiner Meinung nach viel zu viel.

Mein Fazit: Ein Buch, das meiner Meinung zu sehr gepusht wurde. Die Erwartungen des Lesers sind daher zu hoch, um erfüllt zu werden.
Bewertung:
( 2 1/2 von 5 Sterne) 

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