Montag, 28. Januar 2013

Rezension: Anne Hertz - Goldstück

Ein paar Dinge haben mich gestört


Taschenbuch
Verlag: Knaur TB
Seiten: 368
ISBN: 9783426638705
Preis: 8,95 €
Erhältlich u.a. bei Amazon: http://amzn.to/111EcS8

Zum Inhalt:
Maikes Leben ist momentan nicht wirklich toll. Erst rasselt sie durch ihr Staatsexamen und dann verlässt sie auch noch ihr Freund. Und anstatt - wie von ihren Eltern gewünscht - als eine top Juristin in einem angesehenen Unternehmen zu arbeiten, jobbt Maike in einem Sonnenstudio. Klar, dass sie da immer chronisch pleite ist. Zum Glück hat Maike ihre beste Freundin und Cousine Kiki, die ihr immer mit Rat und Tat zur Seite steht. Kiki ist es auch, die Maike den Tipp gibt, ihre Wünsche an das Universum zu richten. Denn angeblich sollen dann alle Wünsche in Erfüllung gehen. Maike ist von dieser Idee überhaupt nicht begeistert, probiert es aber zu Liebe ihrer Cousine aus. Umso mehr ist Maike überrascht als ihre Wünsche in Erfüllung gehen. Jedoch muss Maike schnell feststellen, dass man bei seinen Wünschen genau aufpassen muss, was man sich wünscht, denn ganz schnell kann ein Wunsch auch mal nach hinten los gehen.

Meine Meinung:
Bisher habe ich von Anne Hertz zwei Bücher gelesen - eins hat mir richtig gut gefallen und eins gar nicht. Nun also der dritte Versuch. Nun, was soll ich sagen?? An sich hat mir das Buch recht gut gefallen. Der Schreibstil war gut, so dass sich die Geschichte recht zügig und flüssig lesen lassen hat. Mit den Charakteren musste ich auch erstmal warm werden, was bei Maike leider etwas länger gedauert hat, aber es ging. Die Story an sich war auch nicht schlecht und zum Ende hin wurde es sogar recht spannend, so dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte. Warum also nur 3 1/2 Sterne als Bewertung? Ich würde euch meinen Grund gerne ausführlich erklären, jedoch habe ich da einfach das Problem, dass ich euch zu viel verraten müsste, was ich natürlich nicht will. Der eine oder andere von euch will das Buch bestimmt auch noch lesen. Ich versuche es euch aber trotzdem allgemein zu erklären: In dem Buch gibt es auf den ersten 100 Seiten einen Todesfall, der auch mich als Leser sehr mitgenommen hat. Zunächst haben die Charaktere auch angemessen getrauert und jeder musste irgendwie mit dem Verlust klar kommen, doch irgendwann hat das ganze eine Wendung genommen, die mir persönlich nicht gefallen hat. Das Leben der oder des Verstorbenen wurde aus eigennützigen Zwecke von einem Charakter des Buches genutzt, quasi hat diese Person die Identität einer anderen, verstorbenen Person angenommen. Zu Beginn hat man zwar gemerkt, dass der Charakter selbst ein Problem damit hat, aber umso länger er oder sie damit "hantiert" hat, um so leichter fällt das dem Charakter. Und das finde ich einfach nicht in Ordnung. Für mich wird in diesem Buch mit dem Leben einer toten Person nicht würdevoll genug umgegangen und dass hat mich die meiste Zeit des Buches gestört. Für die Entwicklung der Geschichte ist das ganze erforderlich, die mir an sich ganz gut gefallen hat. Aber die ganze Zeit hat mir das Thema schwer im Magen gelegen. Daher konnte mich nicht wirklich auf das Buch einlassen. Vielleicht sehen das andere Leser des Buches nicht so eng wie ich, aber für mich ist dies ein Grund, das Buch weniger gut zu bewerten. Wenn die Autorin dies irgendwie anders gelöst hätte, wäre meine Bewertung definitiv besser ausgefallen, da der Rest der Geschichte wirklich nicht schlecht war. Wie gesagt, am Schluss konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil es wirklich spannend war. 

Mein Fazit:
Die Idee ist wirklich nicht schlecht, jedoch war die Umsetzung in meinen Augen nicht wirklich optimal.

Bewertung:
(3 1/2 von 5 Sterne)

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