Mittwoch, 2. Januar 2013

Rezension: Jens Schumacher - Die Welt der 1000 Abenteuer Band 1: Das Vermächtnis des Zauberers

Mal eine ganz andere Art zu lesen


gebunden
Verlag: SchneiderBuch 
Seiten: 304
ISBN: 978-3505125331
Preis: 9,95 €
Vom Verlag empfohlenes Lesealter: 10-12 Jahre
Erhältlich u.a. bei Amazon: http://amzn.to/Vq3R5e


Zum Inhalt:
Du! Ja, genau du, der da gerade das Buch in den Händen hält! Hast du Lust auf ein Abenteuer? Bist du bereit, zusammen mit deinem faulen und auch etwas übergewichtigen Cousin Bolko das Land Konduula vor dessen Feinden zu retten? Willst du dich auf eine gefährliche Suche nach den drei Teilen des legendären Zauberstabes des Magierkönigs begeben? Doch beachte: Die Suche ist lang und gefährlich. Du weißt nicht, was dich auf deiner Reise alles erwartet. Alles hängt von dir und deinen Entscheidungen ab. Daher überlege gut, was dein nächster Schritt ist. Bist du bereit, dieses Abenteuer zu bestreiten? Sicher? Dann öffne das Buch und begebe dich auf die Reise...

Meine Meinung:
Zunächst möchte ich kurz was über die Art des Buches sagen. Denn es handelt sich definitiv nicht um ein 08/15 Buch, das man von vorne nach hinten liest. Nein!! In diesem Buch entscheidet man als Leser selbst wie die Geschichte weitergehen soll. Das Buch ist nämlich in ganz viele kurze Abschnitte unterteilt, die alle mit Nummern versehen sind. Am Ende eines jeden Abschnittes muss der Leser gewisse Entscheidungen treffen (z.B. in welche Richtung er gehen will oder wie er eine Schlucht überwinden will). Und diese Entscheidungen sind lebenswichtig, denn es gibt nur einen Weg, der ans Ziel führt. Entscheidet man sich falsch, kann die Geschichte ganz schnell zu Ende sein. Und dann heißt es: Zurück auf Anfang. 

Zu Beginn des Buches wird man als Leser kurz eingewiesen, was es alles zu beachten gibt, was es mit dem Abenteuerblatt auf sich hat, etc. Dann folgt eine kurzen Einleitung, in der erzählt wird, warum ihr das Abenteuer bestreitet und was eure Aufgabe ist - und schon geht es los: Ihr müsst die erste Entscheidung treffen. Man hat ein wenig das Gefühl, dass es wie eine Art Computerspiel ist. Denn wie bei einem Computerspiel sammelt man im Laufe der Geschichte verschiedene Gegenstände, hat besondere Charakter-Eigentschaften (die man sich am Anfang selbst aussuchen kann), etc.. Aber natürlich ist ein Buch bei weitem besser als ein Computerspiel. Und gerade für kleine Lesemuffel ist das Buch optimal. Dadurch, dass es eben aus kleinen Abschnitten besteht, bekommt der Leser nie das Gefühl, dass er Unmengen von Seiten lesen muss, bis z.B. ein Kapitel zu Ende ist. Und ich bin auch der Meinung, dass das Buch für die jüngeren Leser nicht so schnell an Spannung verlieren kann, da sie ja nach jedem Abschnitt entscheiden müssen wie es weitergeht – und man will ja dann direkt wissen, ob die Entscheidung richtig war.

Ans Ziel zu kommen, ist jedoch nicht so einfach, wie ich mir das am Anfang so vorgestellt habe. Teilweise ist es für mich als Erwachsener schon etwas frustrierend, wenn man immer und immer von vorne anfangen muss - besonders wenn man schon ziemlich weit in der Geschichte gekommen ist. Da sehe ich auch ein wenig die Schwachstelle des Buches. Ich kann mir nämlich gut vorstellen, das die jüngeren Leser, für die ja das Buch gemacht ist, vielleicht nicht so hartnäckig sind und schnell die Lust an dem Buch verlieren könnte, weil es zu schwierig ist. Außerdem möchte ich noch anmerken, dass das Buch sowie die weiteren Bände der Reihe eher was für Jungs ist - was ich eigentlich schade finde. Aber auf der anderen Seite: Wir Frauen sind eh das stärkere Geschlecht. Daher würde es mich nicht wundern, wenn das eine oder andere Mädchen auch Spaß an den Geschichten finden würde :-)

Der Schreibstil des Autors ist wirklich toll. Auch wenn es eigentlich ein Buch für Kinder ist, schafft er es auch mich als Erwachsener in den Bann zu ziehen. Man fiebert richtig mit was wohl als nächstes passiert und hofft, das jede Entscheidung richtig ist. Die Geschichte ist wirklich - trotz der vielen einzelnen Abschnitte - total flüssig zu lesen wie wenn man ein "normales" Buch in den Händen hält, das man von vorne nach hinten liest. Und Spannung ist mehr als genug vertreten! Klar, wenn man nicht weiß was als nächstes passiert. Dieses Buch war mein erstes Buch von Jens Schumacher - es wird aber nicht das einzige bleiben. Denn meine Neugierde, wie wohl seine anderen von vorne nach hinten zu lesenden Bücher sind, ist geweckt.

Zum Schluss möchte ich noch dem SchneiderBuch-Verlag danken, der mir das Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt hat.

Mein Fazit: Für kleine und große Abenteurer ein riesiges Lesevergnügen - mit Suchtpotenzial.

Meine Bewertung:

(4 von 5 Sterne)


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