Sonntag, 27. April 2014

Rezension: Ally Condie - Cassia & Ky - Die Auswahl

Leider ein nicht überzeugender Trilogie-Auftakt

(Quelle: Amazon)
E-Book
Verlag: Fischer E-Books
 Seiten: 464
ASIN: B004WPQG52
Preis: € 9,99
Erhältlich u.a. bei Amazon: http://amzn.to/18S4nOk

Zum Inhalt:
Die 17jährige Cassia erlebt den aufregendsten Abend ihres Lebens: Ihr Paarungsbankett. Als sie dann auch noch erfährt, dass ihr bester Freund Xander als ihr Partner auserkoren wurde, ist für sie das Glück perfekt. Doch auch die allwissende und perfekte Gesellschaft macht Fehler. Fehler, die dazu führen, dass Cassia ihren Gefühle gegenüber Xander nicht mehr sicher ist. Und immer mehr Fragen, die in Cassia aufkommen, lassen sie an der Gesellschaft zweifeln. Will sie ihr Leben, so wie es von der Gesellschaft vorgegeben wurde, wirklich leben?
 
Meine Meinung:
Bei "Die Auswahl" handelt es sich erst um meine zweite Dystopie, die ich in meinem Leben gelesen habe. Die erste war ja "Das verbotene Eden - David und Juna" von Thomas Thiemeyer. Das Buch von Thomas Thiemeyer hat ein paar Seiten gebraucht, bis es mich gefesselt hatte, daher war ich nach den ersten paar Seiten noch recht guter Dinge, da mich "Die Auswahl" ebenfalls zu Beginn nicht fesseln konnte. Jedoch habe ich relativ schnell gemerkt, dass ich weder mit den Charakteren noch mit der Geschichte irgendwie warm geworden bin. Was vielleicht auch daran liegt, dass mir die Welt und das dazugehörige Leben, wie in diesem Buch beschrieben, so gar nicht zusagt. Die Menschen in diesem Buch bekommen so ziemlich alles vorgeschrieben: was sie essen sollen, wie sie sich verhalten sollen und vor allem wer ihr Partner werden soll. Alles wird von der „Gesellschaft“ vorgegeben und die Menschen nehmen es einfach so hin. Irgendwie ist dies schon befremdlich, da ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass irgendeine höhere Macht mein Leben bestimmt. 
Die Charaktere waren für mich auch ein wenig fad und farblos - allen voran Cassia. Ich konnte mich mit ihr so gar nicht identifizieren oder in sie hineinversetzen, so dass natürlich der Lesespaß schon dadurch ein wenig auf der Strecke blieb. Der einzige, der mir ein wenig sympathisch war, war Ky. Nur in diesem Band spielt er erstmal noch eine eher untergeordnete Rolle, wobei er wohl in den Folgebänden mehr in den Vordergrund tritt.
Das Buch hat - was die Spannung an geht - nicht wirklich viel zu bieten. Die Geschichte dümpelt so vor sich hin. Lediglich auf den letzten 100 Seiten kommt ein wenig Spannung auf, die aber meiner Meinung nach, nicht bis zum Ende durchhält, auch wenn es wohl von der Autorin so gewollt war. Am Ende wird einfach zu viel Information in zu wenig Text gepackt. Man erfährt einige Dinge, die sich für die Charaktere ändern und wohl für den Folgeband maßgeblich sind. Nur diese Aufreihung von Ereignissen ist für mich etwas lieblos gestaltet, da lediglich Informationen aneinander gereiht werden, ohne dem Leser zu erklären, warum das jetzt so ist oder wie es dazu kam. Die ganze Geschichte drumherum, die bestimmt auch nicht uninteressant gewesen wäre, wurde dem Leser vorenthalten, so nach dem Motto: Ich habe keine Lust mehr (oder: Ich muss fertig werden), mach dir selbst Gedanken. Klar, spinnt der Leser manche Geschichten für sich selbst weiter, aber das hier war meiner Meinung nach to much. 
Da ich doch relativ enttäuscht von diesem Buch war, werde ich die zwei Folgebände nicht mehr lesen.
 
Mein Fazit:
Ein - in meinen Augen - recht schwacher Auftakt einer Trilogie, der nicht wirklich zum Weiterlesen einlädt.
 
Bewertung:
2 1/2 von 5 Sterne

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