Samstag, 10. Mai 2014

Rezension: Isabel Beto - Korallenfeuer

Eine abenteuerliche Reise auf die Seychellen



(Quelle: Amazon)
Taschenbuch
Verlag: rororo
Seiten: 496
ISBN:978-3499267222 
Preis: € 9,99
Erhältlich u.a. bei Amazon: http://amzn.to/1jcLwo0
 
 
Zum Inhalt:
 
Kann eine Liebe alle Hindernisse überwinden? Die Sklavin Noelle trifft hilfesuchend auf den Schiffsarzt Thierry Carnot, der mit seiner Fregatte vor der Seychellen-Insel Mahé liegt und ihr dabei hilft, dass Leben ihres Onkels zu retten. Da auf der Insel ein fähiger Arzt gebraucht wird, hilft Thierry aus, wo er nur kann - zusammen mit Noelle, die ihr Handwerk als Heilerin ebenfalls versteht. Was zunächst nach einem normalen Zusammenarbeit zwischen einem "Weißen" und einer Sklavin aussieht, entwickelt sich langsam zu etwas ganz anderem. Etwas, das eigentlich zu Beginn des 19. Jahrhunderts nicht sein darf...
 
 
Meine Meinung:
 
Bei diesem Buch handelt es sich bereits um das 3. Buch, was ich bisher von der Autorin gelesen habe. Und ich habe - mal wieder - das Phänomen erlebt, dass ich direkt in die Geschichte reingekommen bin. Momentan brauche ich bei vielen Büchern eine gewissen Anlaufzeit bis ich mich mit dem Schreibstil des Autors und der Geschichte selbst angefreundet habe. Aber bei diesem Buch war es anders. Die ersten 100 Seiten sind eigentlich nur so dahin geflogen. Was natürlich auch damit zu tun hat, dass zu Beginn des Buches einiges passiert: Man lernt die Charaktere kennen, ihre Vorgeschichte und erlebt sogar schon das eine oder andere Abenteuer. Die Beschreibungen der ganzen Geschehnisse waren wieder richtig toll und bildhaft beschrieben, so dass man sich alles so vorstellen konnte, als wenn man direkt dabei wäre. Das ist wirklich ein absoluter Plus-Punkt der Autorin, denn auch bei den zwei anderen Büchern von ihr ging es mir nicht anders. Manchmal habe ich mich bei dem Gedanken ertappt, dass das Leben zur damaligen Zeit auf den Seychellen gar nicht mal so schlecht war – gut, abgesehen von der medizinischen Versorgung und der Hygiene. Es wurden die Umgebung und das Leben dort einfach so toll beschrieben, dass man zeitweise schon ein wenig neidisch wurde.
 
Man merkt schon direkt zu Anfang des Buches, welches Thema hier eine große Rolle spielen wird: Die Sklaverei zu Beginn des 19. Jahrhunderts und deren Entwicklung. Man erfährt viel über die Einstellung und Gedanken der Menschen bezüglich der Sklaverei zu der damaligen Zeit. Vieles davon ist für uns heute nur schwer nachvollziehbar.
 
Bei Noelle, der weiblichen Hauptfigur, handelt es sich um eine Sklavin die auf der Seychellen-Insel Mahé geboren und aufgewachsen ist. Man erfährt zu Beginn des Buches ein wenig über ihr Leben als Sklavin.
Aber auch der männliche Hauptcharakter Seth Morgan, der aus London stammt, und sich zu Beginn des Buches als Franzose Thierry Carnot ausgeben muss, hat kein leichtes Leben. Man erfährt so nach und nach im Laufe des Buches so einiges über ihn. Ich muss sagen, dass mir in diesem Buch der männliche Hauptcharakter irgendwie mehr ans Herz gewachsen ist. Irgendwie kam ich mit ihm besser klar, als Noelle. Vielleicht lag es auch daran, dass es in dem Buch die eine oder andere Szene gab, die sich um Noelle drehte und die in meinen Augen etwas unrealistisch und unwahrscheinlich wirkte. Es kam aber nur zweimal vor, so dass es jetzt nicht wirklich viel ins Gewicht fällt.
 
Natürlich gab es noch einige mehr Charaktere in dem Buch, was leider auch zeitweise dazu führte, dass ich mit den ganzen Namen durcheinander kam. Irgendwie kam ich mit den französischen Namen nicht so wirklich klar. Im Laufe des Buches wurde es wieder besser, da die Autorin immer wieder im Text kleine Hinweise zu den Personen "versteckt" hatte, aber irgendwie hatte ich immer die Angst, irgendwas zu verwechseln oder nicht richtig mitbekommen zu haben.
 
Was mich ein wenig verwunderte, war, dass die Zusammenfassung auf dem Buchumschlag sich bereits im ersten Viertel des Buches komplett abgespielt hat, so dass mir als Leser der Gedanken kam: Was kommt jetzt noch? Ich hatte noch 340 Seiten des Buches vor mir und war ein wenig ratlos. Aber es ist natürlich auch mal etwas anderes, so gar nicht zu wissen, was nun kommt. Also auch ein kleines Abenteuer für den Leser. Nur leider musste man als Leser auf das nächste Abenteuer ein wenig warten, da der Mittelteil teilweise recht ruhig war und es meiner Meinung nach nicht wirklich viel passierte. Zum Glück wurde es zum Ende des Buches hin immer spannender, so dass die "Durststrecke" schnell vergessen war und man wirklich darauf hin fieberte, wie das Buch ausgeht.
 
Mein Fazit:
Zwischen diesen Buchdeckeln ist so einiges vertreten: Liebe, Abenteuer, Verrat, Macht und das alles auf der malerischen Seychellen-Insel Mahé.
 
Meine Bewertung:
 
 
3 1/2 von 5 Sterne 

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