Sonntag, 14. September 2014

Rezension: Katarina Bivald - Ein Buchladen zum Verlieben

Leider nicht überzeugend

(Quelle: Amazon)
gebunden
Verlag: btb Verlag
Seiten: 448
ISBN: 9783442754564
Preis: € 19,99
Erhältlich u.a. bei Amazon: Ein Buchladen zum Verlieben: Roman
 
 
Zum Inhalt:
 
Sara ist bisher nie aus Schweden rausgekommen. Doch um ihre langjährige Brieffreundin Amy kennenzulernen, packt sie ihre Sachen und fliegt für ein paar Monate nach Iowa, in das kleinen Dörfchen Broken Wheel. Denn Amy und Sara verbindet eine große Leidenschaft: das Lesen. Doch als Sara ankommt, ist nichts mehr wie es war...
 
Meine Meinung:
 
Die Erwartungen an dieses Buch waren von meiner Seite her doch recht hoch, denn ich liebe Bücher, die sich um Bücher drehen und habe da schon relativ gute Bücher gelesen. Daher habe ich gehofft, dass dieses Buch mithalten kann. Die Leseprobe sowie die Kurzbeschreibung zum Buch haben mich hoffen lassen. Wobei ich hier noch anmerken möchte, dass die Kurzbeschreibung teilweise schon ein wenig zu viel verrät. Weniger Informationen wäre hier besser gewesen.
Zu Beginn des Buches musste ich gleich feststellen, dass dieses Buch für mich kein Buch zum "Einfach-mal-schnell-weglesen" ist. Es kam mir am Anfang so vor, als wenn auf jeder Seite unheimlich viel Informationen und wichtige Dinge stehen, obwohl für den Verlauf der Geschichte noch nicht wirklich viel passiert ist. Man muss jeder Seite seine volle Aufmerksamkeit schenken, damit man nichts Wichtiges verpasst. Am Anfang hat diese Art des Schreibstils mir auch wirklich gut gefallen. Zeitweise hat mich das Buch an "84, Charing Cross Road" von Helene Hanff erinnert, da „Ein Buchladen zum Verlieben“ ebenfalls mit Briefen bestückt ist. Somit kann man sagen, dass ich relativ gut in das Buch gestartet bin.
Doch leider hielt das Hochgefühl zu Beginn des Buches nicht an. So nach 150 Seiten hat die Geschichte angefangen sich zu ziehen. Am Anfang war es ja okay, dass die Geschichte sich jetzt nicht mit Ereignissen überschlägt, aber irgendwann war es dann doch einfach zu wenig. Es gab kaum Hochs und Tiefs, die Spannung stieg meiner Meinung nach kaum an. Und dies zog die Autorin durch bis zum Schluss. Selbst kurz vor dem Ende, wo ja immer versucht wird, den Leser noch mehr zu fesseln, sei es durch Spannung, Aktion, o.ä., zog sich die Story so sehr, dass man nur noch wollte, dass das Buch endet. Wenn ich das Buch nicht während einer Leserunde gelesen hätte, hätte ich es zeitweise wohl zur Seite gelegt und ein anderes Buch gelesen. Durch das Buch bin ich auch ein wenig in eine Leseflaute geraten, da ich so gar keine Lust hatte, das Buch zu lesen.
Trotz allem muss ich sagen, dass es aber auch verschiedene Szenen in dem Buch gab, die mich als Leser berührt haben, so dass es beim Lesen auch immer wieder Momente gab, bei denen ich richtig in die Geschichte eingetaucht bin. Nur leider waren die Abschnitte viel zu kurz und zu selten. Auch sind die Beschreibungen und Szenen, bei denen es um das Lesen selbst sowie um die Erfahrungen als Leser geht, viel zu wenig und viel zu kurz. Wenn die Autorin dabei geblieben wäre und diese Themen als dicken, roten Faden durch das Buch gezogen hätte, wäre es vielleicht besser angekommen. Für mich ist das Thema „Buch“ zu oft untergegangen.
Mit dem Hauptcharakter Sara konnte ich mich im Verlauf des Buches nie wirklich anfreunden. Ich habe ihre Art und ihr Handeln nicht immer wirklich nachvollziehen können. Teilweise waren mir ihre Gedankengänge auch etwas zu wirr. Dafür hat es aber der eine oder andere Dorfbewohner aus Broken Wheel geschafft, mich zu begeistern. Daher hatte ich wenigstens die eine oder andere Nebenhandlung, die mich ein wenig fesseln konnte.
 
Mein Fazit:
Die Idee der Autorin ist gar nicht verkehrt. Doch leider konnte sie mich als Leser nicht wirklich fesseln, was wohl daran lag, dass sie das Thema „Bücher“ zu oft aus den Augen verloren hat.
Meine Bewertung:
(3 von 5 Sterne)

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