Donnerstag, 11. Juni 2015

Rezension: Gabrielle Zevin - Bitterzart

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(Quelle: Amazon)
gebunden
Verlag: FISCHER FJB
Seiten: 544
ISBN: 9783841421302
Preis: € 16,99
Erhältlich u.a. bei Amazon: Bitterzart
 

Zum Inhalt:
 
New York im Jahr 2083: Das Leben der 16jährigen Anya könnte wirklich besser sein: Ihre Eltern sind tot, sie muss sich um ihre Großmutter, ihren Bruder und ihre Schwester kümmern und nebenbei ist Wasser sowie Papier Mangelware. Ganz zu schweigen davon, dass Kaffee und Schokolade verboten ist, was aber die Tochter des ehemaligen "Schokoladen"-Patens nicht wirklich davon abhält, ein wenig zu naschen. Als wäre das nicht genug, verliebt sich Anya auch noch in den falschen Jungen - eine echte Romeo-und-Julia-Story!
 
Meine Meinung:
 
Zunächst muss ich sagen, dass dieses Buch für mich das erste der Autorin war. Auch habe ich bisher nur zwei Dystopien gelesen, so dass ich nicht wirklich sagen kann, ob diese Geschichte typisch oder eher untypisch für dieses Genre ist (da gibt es im Netz wohl unterschiedliche Meinungen). Dadurch konnte ich aber ohne irgendwelche Erwartungen an das Buch gehen.
 
Der Einstieg in die Geschichte war auf jeden Fall okay. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, so dass man wirklich einige Seiten am Stück weg liest ohne zu merken, dass die Seiten verdammt schnell immer weniger werden. Auch gab es Situationen, da konnte ich das Buch nicht mehr zur Seite legen. Meiner Meinung nach lag das vorrangig wirklich an dem tollen Schreibstil, denn zu Beginn des Buches passiert nicht wirklich viel: Man lernt die Charaktere kennen und erfährt einiges über ihr Umfeld und teilweise auch über die Vergangenheit. Zum Beginn habe ich gedacht, dass das Buch ein "leises" Buch ist, doch ich kann wohl so viel verraten, das zum Ende des Buches hin, noch so einiges passiert, und ich vermute, dass es in den Folgebände nicht wirklich anders ist. Da habe ich mit meiner Einschätzung zu Beginn doch ein wenig falsch gelegen.
 
Leider verrät der Buchrückentext meiner Meinung schon zu viel, so dass man eine Zeitlang schon weiß, wie die Geschichte sich entwickelt. Da wären weniger Informationen besser gewesen. Und auch wenn es momentan nicht wirklich danach aussieht, habe ich Angst, dass auch in dieser Trilogie eine Art Dreiecksbeziehung vorkommt, was leider so gar nicht meins ist, weil es einfach in zu vielen Büchern enthalten ist. Aber vielleicht ist meine Angst auch unbegründet. Es ist ja auch nur eine Vermutung von mir.
 
Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass man sich bei der Geschichte wie in einer Mafia-Story vorkam, aber ich kann euch sagen, am Schluss habe ich fast niemanden mehr über den Weg getraut. Jeden habe ich verdächtig, irgendwas im Schilde zu führen. Den Leser so weit zu bekommen, ist natürlich auch nicht selbstverständlich. Ich war total in der Geschichte drin. Dass muss man als Autor natürlich auch erstmal schaffen.
 
Am Schluss haben sich die Ereignisse ein wenig überschlagen, aber zum Glück hielt es sich noch im Rahmen. Vielleicht wäre es hier sinnvoll gewesen, ein paar mehr Seiten zu füllen, damit es nicht allzu gequetscht wirkt. Außerdem hat man zum Schluss hin auch einen kleinen Vorgeschmack bekommen, wo die Reise wohl hingehen wird, was auch durch die Kurzbeschreibung des zweiten Bandes bestätigt wird.
 
Also ich werde die Trilogie auf jeden Fall weiterlesen und habe mir deshalb den zweiten Band auch schon besorgt.
 
Mein Fazit:
 
Ein wirklich lesenswerter erster Band einer etwas anderen Trilogie.

Meine Bewertung:
(3 1/2 von 5 Sterne)

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