Mittwoch, 8. März 2017

Rezension: Tom Finnek - Gegen alle Zeit

Guter Schreibstil, aber zu langatmig




gebunden
Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Ehrenwirth)
Seiten: 541
ISBN: 9783431038439
Erhältlich u.a. bei Amazon (von Drittanbietern): http://amzn.to/2lNXYmk


Zum Inhalt:

London, des 18. Jahrhunderts - ist das ein Traum? Wie kommt er hier her? 
Henry Ingram, Theaterschauspieler, erwacht eines Morgens in einem alten, stickigen Keller in London - ohne Erinnerungen. Doch eins weiß er definitiv - er gehört nicht hier her. Zumindest nicht in diese Zeit, denn Henry lebt normalerweise im 21. Jahrhundert! Was er zunächst für einen Streich hält, entpuppt sich schnell als schockierende Realität. Und plötzlich gehört Henry zu den Gefolgsleuten rund um den berüchtigten Räuberhauptmann Jack Sheppard. Jetzt muss er nicht nur einen Weg zurück in seine Zeit finden - nein, jetzt muss er auch noch um sein Leben fürchten..
 
 
Meine Meinung:

Nachdem mir "Die Landkarte der Zeit" so gar nicht zugesagt hat, hatte ich von Büchern rund um das Thema "Zeitreise" erst mal die Nase voll. Neben dem Thema hat mich auch ein wenig der Umfang des Buches abgeschreckt. Über 500 dicht beschriebene Seiten haben mich doch abgeschreckt. Entsprechend negativ war ich gegenüber dem Buch eingestellt. Jetzt war es aber endlich so weit. Ich habe meinen inneren Schweinhund überwindet und habe es gelesen!
 
Die Kurzbeschreibung zu dem Buch lässt aufgrund der Zeitreise des Hauptcharakters, Henry Ingram, vermuten, dass dieses Buch ein historischer Fantasyroman ist. Dies ist aber definitiv nicht der Fall! Die Zeitreise von Henry ist wirklich das einzige fantastische Element in diesem Buch. Natürlich gibt es Szenen in dem Buch, in dem Henry sich an sein altes Leben erinnert und was es da alles für Neuerungen gab. Aber das passiert wirklich nur in Maßen. Ansonsten handelt es sich bei diesem Buch definitiv um ein historisches Buch, welches wirklich viele Informationen über das London des 18. Jahrhunderts beinhaltet - manchmal ein wenig zu viel. Gerade wenn die Charaktere in einer Szene durch London laufen, werden so viele Straßen und Bauwerke erwähnt, dass man mit dem Nachschlagen schon gar nicht hinterher kommt. Man merkt, dass der Autor viel recherchiert hat. Wer solche Bücher mag, ist hier genau richtig. Für mich waren es teilweise doch zu viele Informationen, die mich beim Lesen ein wenig gestört haben.
 
Was mir gleich zu Beginn des Buches positiv aufgefallen ist, war der Schreibstil des Autors. Die Geschichte war flüssig erzählt und man konnte sich das London zur damaligen Zeit wirklich bildlich vorstellen. Zunächst hat mich der Autor mit der Geschichte auch gut unterhalten nur irgendwann - so ab der Hälfte des Buches - hat die Story angefangen sich zu ziehen. Der Autor hatte zu jeder Szene und zu jeder Situation teilweise zu viel zu erzählen, da wäre manchmal weniger mehr gewesen.
Auch gab es etwas in dem Buch, was mich als Leser ein wenig irritiert hat: Man lernt zu Beginn des Buches den Räuberhauptmann Jack Sheppard kennen und vermutet, dass dieses Buch sich hauptsächlich um sein Leben dreht. Dass über Nebencharaktere auch etwas erzählt wird, kann man nachvollziehen. Jedoch tritt die Geschichte eines Nebencharakters plötzlich in den Vordergrund - für mich leider ohne ersichtlichen Grund - und reißt das restliche Buch komplett an sich. So richtig erschließt sich mir der Sinn dahinter nicht. Hatte der Autor keine Lust mehr auf Jack Sheppard oder brauchte er ein gewisses Ende, damit alle Fäden zusammen laufen? Ich glaube eher letzteres. Ich verstehe auch, warum der Autor das Ende der "historischen" Geschichte so konzipiert hat. Aber ich fand es einfach nicht stimmig.
Ich will aber zum Schluss noch klarstellen, dass ich das Buch im Großen und Ganzen für eine gute Arbeit halte - mit gewissen Längen und für mich einfach zu viel historische Informationen.

 
Mein Fazit:

Idee und Schreibstil stechen positiv hervor, jedoch hat die Geschichte gewisse Längen. Wer Interesse hat, sollte das Buch einfach mal ausprobieren - Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. :-)

Meine Bewertung:
 
(3 von 5 Sterne)

Sonntag, 5. März 2017

Lesestatistik Februar 2017



Der Februar war leider viel zu schnell vorbei, so dass ich meinen SuB nicht wirklich minimieren konnte. Aufgrund der vier Neuzugänge im Februar ist er sogar um ein Buch gewachsen - das gab es schon länger nicht mehr! Was daran liegen könnte, dass ich im Februar angefangen habe, Literatursendungen zu gucken (Druckfrisch, Lesenwert, das literarische Quartett u.a.). Was früherer YouTuber geschafft haben, bekommen heute Literaturkritiker hin: Mein SuB wächst! Daran merkt man - glaube ich - auch, dass ich langsam älter werde. Mein Lesegeschmack ändert sich auch so langsam. Mal schauen, wie sich das in den nächsten Monat noch verändert.
 
Kommen wir aber nun zu meinen gelesenen Büchern im Februar:
 
 
1.
Schweinskopf al dente von Rita Falk (240 S.)
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Mein erstes Buch aus der Krimi-Reihe rund um Franz Eberhofer. Ich weiß, dass ist nicht der erste Band, aber diese Ausgabe gab es günstig auf einem Bücherflohmarkt. Ich fand das Buch recht unterhaltsam - es hat mich irgendwie an die Fernsehserie "Hubert & Staller" erinnert. Ich musste wirklich das eine oder andere Mal schmunzeln. Was ich nur schade fand, war, dass es in dem Buch hauptsächlich um familiäre Dinge von Franz Eberhofer ging und der Kriminalfall eher im Hintergrund stand. Auch wenn ich kein wirklicher Krimi-Fan bin, war das für mich jetzt nicht so gut gelöst. Trotzdem würde ich - wenn mir ein Band der Reihe günstig in die Hände fällt - nochmal ein Buch rund um Franz Eberhofer lesen.

2.
Gegen alle Zeit von Tom Finnek (537 S.)
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Vor diesem Buch habe ich mich die ganze Zeit ein wenig gedrückt. Nachdem mir "Die Landkarte der Zeit" so gar nicht zugesagt hat, hatte ich von Büchern rund um das Thema "Zeitreise" erst mal die Nase voll. Ich habe zwar immer wieder - im Rahmen von Challenges u.ä. - versucht, das Buch zu lesen, aber bisher vergeblich. Jetzt war es aber endlich so weit. Ich habe meinen inneren Schweinhund überwindet, was auch wegen der Dicke des Buches erforderlich war, und habe es gelesen. Zunächst war ich sogar positiv überrascht! Der Schreibstil des Autors lies sich gut lesen und es war gar nicht so staubtrocken wie gedacht. Leider hat aber irgendwann die Geschichte angefangen sich zu ziehen. Viele Passagen hätte der Autor auch kürzer fassen können. Am Schluss war ich dann doch ganz froh, als ich das Buch beendet habe, wobei ich klarstellen will, dass ich das Buch im Großen und Ganzen für eine gute Arbeit halte - mit gewissen Längen :-)

 3.
Aber bitte für immer von Meg Cabot (416 S.)
Bewertung: 3 1/2 von 5 Sterne
Kommen wir nun zu meinem letzten Buch für den Monat Februar und gleichzeitig zu meinem Monatshighlight! Auch wenn ich in letzter Zeit versuche, mal zu hochtrabender Literatur zu greifen, passiert es doch immer wieder, dass ich zu einem Frauenroman greife - was ich auch gerne tue. Dieser Roman hat mir sogar mein Wellness-Wochenende versüßt. Schön am (Indoor-)Pool liegen und mit einem guten Buch entspannen - was will man mehr? Dieses Buch ist der dritte Band der Traummänner und andere Katastrophen - Reihe. Ich habe die zwei Vorgänger (noch) nicht gelesen, bin aber der Meinung, dass man die Bücher unabhängig von einander lesen kann - so kam es mir zu mindestens vor. Diese Bücher bestehen nicht aus einem zusammenhängenden Text, sondern aus E-Mails, Tagebucheinträgen u.v.m. Das ist natürlich auch unterhaltsam und ziemlich kurzweilig, hat aber einen großen Haken - dadurch kommt keine wirkliche Romantik rüber! Ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass es sich bei diesem Buch um einen Liebesroman handelt. Nur die Gefühle kamen bei den beiden betreffenden Personen gar nicht richtig rüber, weil es eben kein fließender Text war, in dem die Autorin alles schön beschreiben kann. Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen. Der erste Band der Reihe liegt noch auf meinem SuB und wird bestimmt bald gelesen.

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Anzahl Bücher: 3
Gesamtseitenzahl: 1.193
Durchschnitt: gelesene Seiten pro Tag: 43 (Stand: 28.02.2017)

Donnerstag, 2. März 2017

[Aktion] Bücher-Challenge 2017: Aufgaben März


Schon ist der Februar wieder rum und es gibt zwei neue Challenge-Aufgaben, die erfüllt werden müssen!

Wie die Challenge funktioniert?
Ich habe hier neben mir einen kleinen Berg mit gefalteten Zetteln liegen, auf denen verschiedene Aufgaben stehen. Zu jeder Aufgabe muss ich ein Buch lesen. Pro Monat werde ich zwei Zettel ziehen und hoffentlich auch zwei Bücher dazu lesen. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr gerne mitmachen.
 
Im Februar hatte ich ja insgesamt drei Aufgaben, die erfüllt werden musste, da ich eine Aufgabe aus dem Januar mitgenommen habe. Und was soll ich sagen? Alle erledigt!! Das Buch zur Januar-Aufgabe war dann doch besser als gedacht, aber ganz konnte mich "Gegen alle Zeit" nicht überzeugen. Für die Februar-Aufgaben habe ich "Aber bitte für immer" und "Schweinskopf al dente" gelesen. Beide Bücher waren sehr unterhaltsam - "Aber bitte für immer" war sogar mein Monatshighlight. Mehr dazu erfahrt ihr aber in meiner Lesestatistik für den Monat Februar.
 
Kommen wir nun zu den Aufgaben für den Monat März:
 
 
Aufgabe Nr. 1: Lese ein Buch mit mindestens 500 Seiten!
 
Für mich sind ja Bücher mit mehr als 500 Seiten, Wälzer. Der eine oder andere von euch wird bestimmt gerne dicke Bücher lesen, aber ich tue mir immer ein wenig schwer damit, weil ich weiß, dass ich eine gewissen Zeit dafür brauche und es liegen noch sooo viele Bücher auf meinem SuB. Wobei ich jetzt feststellen musste, dass ich in diesem Jahr bereits zwei Bücher mit mehr als 500 Seiten gelesen habe ("bitterzart" und "Gegen alle Zeit"). Aber die Bücher habe ich ja auch nur gelesen, weil sie so gut zur Challenge gepasst haben. Wer weiß, wenn das so weiter geht, habe ich gar kein Problem mehr mit dicken Büchern :-) Jetzt wollt ihr bestimmt wissen, für welches Buch ich mich entschieden habe. Es ist:
 

(Quelle: Amazon)


Die Terranauten von T.C.Boyle

Mit 608 Seiten liegt es sogar weit über den 500 Seiten, aber ich habe echt Lust, das Buch zu lesen, weil ich wissen will, ob es wirklich so gut ist.


Aufgabe Nr. 2: Lese ein E-Book!

Ich muss gestehen, ich habe schon eine halbe Ewigkeit kein E-Book mehr gelesen. Das letzte Mal war im September 2016! Anscheinend habe ich irgendwie derzeit keine Lust darauf oder denke gar nicht daran, mal wieder zum Kindle zu greifen. Irgendwie lache mich die gedruckten Bücher im Regal mehr an. Aber im März soll es wieder so weit sein. Da ich mir ja jetzt schon einen Wälzer ausgesucht haben, wird das E-Book ein schmales Buch:

(Quelle: Amazon)


Buchland von Markus Walther

Mit 245 Seiten fällt dieses E-Book bei mir unter dünne Bücher. Es wird aber auch langsam mal Zeit, dass ich das Buch lese, denn es gibt schon zwei Folgebände.


Wenn ihr bei der Challenge mitmachen wollt, seid ihr herzlich dazu eingeladen! Ich würde mich freuen, wenn ihr mir dann auch verraten würdet, welche Bücher ihr ausgewählt habt.