Samstag, 14. Juli 2018

Rezension: Julia Bähr - Bauherr sucht Frau

Nette Lektüre für zwischendurch



Taschenbuch
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Seiten: 304
ISBN: 9783734105937
Preis: € 9,99
 
 
Zum Inhalt:
 
Carla ist Single und arbeitet in einer Kulturstiftung, in der sie für denkmalgeschützte Häuser zuständig ist. Was ihr nur recht sein kann, den Carlas Herz schlägt für ältere Gemäuer. Als plötzlich die Eigentümerin ihres Lieblingshauses verstirbt und dieses an den Neffen geht, hat Carla schon so eine Ahnung. Als Carla sodann die Umbaupläne für das Haus sieht, werden ihre schlimmsten Befürchtungen wahr. Doch so schnell gibt Carla nicht auf und stellt sich dem neuen Eigentümer und seinen Plänen in den Weg. Und Carla bleibt hart - egal was für tolle Augen der Bauherr hat...
 
 
Meine Meinung:
 
Wer hier tiefgründige Literatur erwartet, ist absolut fehl am Platz. Wie das Buchcover und der Titel schon erahnen lassen, handelt es sich bei diesem Buch um eine leichte Lektüre, bei der die Suche nach der großen Liebe ganz weit oben steht.
 
Carla, die Hauptfigur, ist für mich ein wenig "verpeilt", man kann auch sagen chaotisch, was ihr Leben angeht. Mit den Männern will es nicht so recht klappen, was vielleicht auch ein wenig daran liegen könnte, dass denkmalgeschützte Häuser in Carlas Leben einen ziemlich hohen Stellenwert haben. Für mich als Leser kam es manchmal so vor, dass Carlas Job in der Stiftung über alles steht - und alles andere muss zurückstecken. Für mich war die Begeisterung und Leidenschaft für alte Häuser viel größer zu spüren, als für das männliche Geschlecht. Selbst die weiteren Charaktere stellen dies im Buch fest, allen voran Carlas Freunde. Gerne hätte ich mehr über den Charakter Carla erfahren, doch da blieb die Autorin meiner Meinung nach ein wenig zu oberflächlich. Auch bei den anderen Charakteren, sei es Lorenz, der männliche Gegenpart von Carla, oder Carlas Freundinnen, - auch da fehlen mir oft einfach ein paar mehr Details, so dass auch hier die Charakter für mich eher oberflächlich rüberkamen.
 
Die Story selbst hatte auf der einen Seite schon ihren roten Faden mit dem denkmalgeschützten Haus, das Lorenz geerbt hat. Auf der anderen Seiten versucht die Autorin immer wieder davon wegzukommen, um Carla andere Aufgaben zu geben. An sich nicht verkehrt um ein wenig Abwechslung in das Buch zu bringen, nur leider waren diese "Ausflüge" für mich einfach zu kurz. Da hat man sich auf eine neue Nebenhandlung eingestellt - und schwupps war sie auch schon wieder vorbei. Meiner Meinung nach hätte dieses Buch definitiv mehr Seiten haben müssen, um alle Ideen wirklich richtig umzusetzen, um z.B. auch die weiteren Handlungsstränge die Mia und Rebecca, die Freundinnen von Carla, betreffen, mit mehr Tiefgang zu erzählen. Vielleicht wären mir dann auch die Charaktere mehr ans Herz gewachsen.
 
Der Schreibstil der Autorin war in Ordnung; der Text hat sich flüssig lesen lassen. In einigen Rezensionen habe ich gelesen, dass man mit dem Buch viel zu Lachen hat. Bei mir war das leider nicht so. Vielleicht hat dieses Buch meinen Humorgeschmack nicht getroffen oder ich erkennen eine Witz nicht, selbst wenn er vor mir steht. Keine Ahnung, woran es lag.
 
 
Mein Fazit:
 
Etwas nettes für zwischendurch - mehr aber auch nicht. Wer leichte Lektüre für zwischendurch sucht, z.B. für den Urlaub, kann es mit diesem Buch probieren.
 
Meine Bewertung:
 
(3 von 5 Sterne)

Samstag, 7. Juli 2018

Rezension: Angelika Schwarzhuber - Barfuß im Sommerregen

Nicht ganz mein Geschmack


Taschenbuch
Verlag:Blanvalet Taschenbuch Verlag
Seiten: 400
ISBN: 9783734105531
Preis: € 9,99


Zum Inhalt:
 
Romys Leben könnte definitiv ein wenig Glück vertragen: Sie braucht dringend einen neuen Job und am besten noch eine neue Wohnung, den ihre kann sie sich nicht mehr leisten. Doch wie heißt es so schön: Nach Regen folgt Sonnenschein. Und der hält Einzug in Romys Leben in Form eines älteren, etwas grummeligen Bauern namens Alfred, der nicht nur die Beiden auf seinem Hof aufnimmt, sondern bei dem Romy auch noch arbeiten kann. Romy kann ihr Glück kaum fassen. Doch die nächsten Regenwolken lassen nicht lange auf sich warten und Romy muss lernen, dass es manchmal auch gut ist, über seinen Schatten zu springen.
 
 
Meine Meinung:
 
Der Sommer ist da und da braucht man natürlich die passende Sommerlektüre. Etwas leichtes, bei dem man jetzt vielleicht nicht so viel nachdenken muss und das einen unterhält. Das Cover des Buches, der Titel und die Kurzbeschreibung haben mich dazu verleitet, bei den derzeitigen Temperaturen zu diesem Buch zu greifen, obwohl ich mit der Autorin bisher noch keine guten Erfahrungen gemacht habe (das erste Buch, das ich von ihr gelesen habe, habe ich abgebrochen).
 
Gleich auf den ersten Seiten läuft uns Romy über den Weg, die verzweifelt nach einem neuen Job sucht um sich und ihren Sohn ein halbwegs vernünftiges Leben bieten zu können. Nebenbei muss sie sich noch eine neue Wohnung umsehen, denn nach dem Auszug ihrer besten Freundin kann sich Romy die Wohnung in München nicht mehr leisten. Hier muss ich gleich sagen, dass die Autorin die Probleme, die eine alleinerziehenden Mutter haben kann - und Romy hat sie hier definitiv - nicht übertrieben darstellt, aber doch klar und sachlich darauf hinweist. Das fand ich ganz gut, denn im wahren Leben ist ja auch nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen.
Natürlich - wie soll es in einem solchen Buch auch anders sein - verhilft das Glück Romy doch zu einem neuen Job und einer neuen Bleibe. Und hier kommt Alfred ist Spiel. Ein älterer Bauer, der am Anfang ein wenig griesgrämig wirkt, dann aber doch langsam auftaut. Ein wenig wie der Alm-Öhi. Und da kommen wir schon zu dem Problem, das ich mit dem Buch hatte: Es hat mich zu sehr an einen Heimatfilm erinnert! Es spielt in Bayern, auf einem Bauernhof, der in der Nähe eines kleinen Dorfs steht. Jeder hilft jedem und selbst wenn ein Problem auftaucht, wird es ganz schnell und einfach gelöst. Ganz ehrlich, das war mir einfach zu viel des guten! In vielen Dingen war mir die Geschichte einfach zu glatt, weil vieles einfach zu leicht geklappt und funktioniert hat. Die Autorin hat dann versucht mit Rückblicke in die Vergangenheit der Charaktere dem Leser zu zeigen, dass auch sie kein einfaches Leben hatten. Das mag wohl auch stimmen, aber im Nachhinein bin ich auch der Meinung, dass das Leben der Charaktere einfacher und besser verlaufen wäre, wenn sie viel früher versucht hätten an sich zu arbeiten und nicht erst, wenn es fast schon zu spät ist. Ich weiß, sowas kommt oft in Büchern vor, aber hier fand ich es schon ein wenig extrem, gerade was Romy angeht. Sie steht sich zu oft selbst im Weg und hindert sich selbst daran, ein schönes Leben zu haben. Ganz nebenbei mutiert sie manchmal zu einer Art "Helikopter-Mutter", die ihren Sohn nur sehr ungerne in die Obhut andere Menschen gibt, weil sie dann kein Auge mehr auf ihn hat.
Wenn ich ehrlich bin, hat mir von allen Charakteren, die im Buch vorkommen, Alfred noch am besten gefallen, weil er für mich so natürlich und ehrlich rüberkam. Bei den anderen wollte der Funke nicht so wirklich überspringen.
 
Der Schreibstil der Autor war "einfach" und flüssig, sprich man muss nicht über Fremdwörter nachgrübeln und stolpert auch nicht über irgendwelche Satzmonster. Eben leichte Lektüre für zwischendurch. Manchmal hätte mich mir aber schon ein wenig mehr Tiefgang gewünscht, damit ein wenig Abwechslung da ist.
Wenigstens kann ich jetzt sagen, dass ich ein Buch von Angelika Schwarzhuber ganz gelesen habe. Ob noch weitere folgen werden, glaube ich aber eher nicht.
 
 
Mein Fazit:
 
Leichte Lektüre mit dem Charme eines Heimatfilms. Wem so etwas gefällt, ist hier auf jeden Fall gut aufgehoben.

Meine Bewertung:
(3 von 5 Sterne)

Sonntag, 1. Juli 2018

Lesestatistik Juni 2018


 
Der Juni ist zu Ende und damit auch das erste Halbjahr für 2018. Lesetechnisch bin ich bisher ganz zufrieden - ich habe auf jeden Fall schon mehr Bücher gelesen, als erwartet. Nur bei meinem SuB-Abbau hänge ich doch arg hinterher. Das muss sich definitiv noch verbessern. Auch möchte ich mich wieder verstärkt auf meine alten Neuzugänge aus den Jahren 2012 und 2013 konzentrieren, was leider in letzter Zeit auch nicht so wirklich funktioniert hat.
Der Juni selbst war im Vergleich zu den Vorgänger-Monaten mit sechs gelesenen Büchern ein ganz guter Monat. Es gab kein wirkliches Highlight, aber auch kein Flop. Bei den Neuzugängen habe ich mich diesen Monat auch ein wenig zurückhalten können: Nur vier neue Bücher sind bei mir eingezogen, die aber schon fleißig gelesen wurden bzw. in nächster Zeit gelesen werden. Ich habe es sogar geschafft, im Juni endlich wieder zwei Bücher zu lesen, die im Jahr 2013 bei mir eingezogen sind.
 
Kommen wir aber nun zu meinen gelesenen Büchern im Juni:
 
 
1.
DREAM ON - Marionetten von Nikolas Stoltz (340 S.) [E-Book]
Bewertung: 3 1/2 von 5 Sterne
Der zweite Teil hat ein wenig zögerlich begonnen, so dass ich schon Angst hatte, dass er dem ersten Teil so gar nicht das Wasser reichen kann. Aber zum Glück wurde es im Verlauf des Buches besser, so dass es mir dann doch ganz gut gefallen hat.
 
2.
Mr. Fixer Upper: Bauplan für die Liebe von Lucy Score (408 S.) [E-Book]
Bewertung: 3 1/2 von 5 Sterne
Was nettes für zwischendurch. Ein Liebesroman, der das Rad jetzt nicht neu erfindet, aber er lässt sich ganz gut lesen. Auch dieses Buch hatte für mich Startschwierigkeiten, die aber zum Glück nicht allzu lange anhielten.

3.
Die Buchhandlung der Träume von Cristina Di Canio (208 S.)
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Bei diesem Buch war ich ein wenig enttäuscht, weil ich nicht das bekommen habe, was das Buchcover und die Kurzbeschreibung erwarten ließen. An sich war die Geschichte nicht schlecht, aber für mich haben einfach zu viel Dinge gefehlt.
 
4.
Hundert Namen von Cecelia Ahern (397 S.)
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Der Juni war wohl der Monat der Startschwierigkeiten. Auch dieses Buch konnte mich lange Zeit nicht wirklich begeistern oder fesseln. Die Story war ein wenig monoton und ohne wirkliche Auf und Abs. Auf den letzten 100 Seiten wurde es dann besser, aber für mich war das schon zu spät.
 
5.
Barfuß im Sommerregen von Angelika Schwarzhuber (400 S.)
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Eine ganz unterhaltsame Sommergeschichte, besonders wenn man Urlaub auf dem Bauernhof macht oder in den Alpen. Für mich aber hatte die Story zu viel von einem Heimatfilm, was so gar nicht meinen Geschmack trifft. Auch wenn der Roman wohl modern daher kommt, für mich war das ganze ein wenig altbacken.
 
6.
Engelssturm - Uriel von Heather Killough-Walden (480 S.)
Bewertung: 3 1/2 von 5 Sterne
Der erste Band einer fünfteiligen Reihe rund um die Erzengel. Natürlich auch hier nichts neues, Mann bzw. Engel tritt die Frau seines Lebens und muss sie vor den Bösewichten beschützen. Man hat das alles schon mal gelesen. Deswegen war es für mich jetzt auch nicht das absolute Highlight-Buch, trotzdem bin ich am Überlegen, ob ich der Reihe noch eine Chance geben und auch den zweiten Band lese soll. Da bin ich noch am Überlegen.
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Anzahl Bücher: 6
Gesamtseitenzahl: 2.233
Durchschnitt: gelesene Seiten pro Tag: 74 (Stand: 30.06.2018)

Sonntag, 24. Juni 2018

Rezension: Cecelia Ahern - Hundert Namen

Zu wenig
 

 
gebunden
Verlag: FISCHER Krüger
Seiten: 400
ISBN: 9783810501486
 
 
Zum Inhalt:
 
Kittys Leben ist ein einziger Scherbenhaufen - egal ob privat oder beruflich. Sie steht mit dem Rücken zur Wand und hat nur noch eine Chance. Eine Liste mit 100 Namen, die ihre Freundin Constance ihr vermacht hat. Namen, die zu ganz unterschiedlichen Personen gehören. Kitty macht sich auf die Suche nach ihnen, um ihre Lebensgeschichten zu erfahren und um Constances Vermächtnis zu erfüllen.
 
 
Meine Meinung:
 
Bei den Büchern von Cecelia Ahern habe ich schon alles erlebt: Sie konnte mich zu 100 % begeistern oder aber ich war kurz davor, das Buch abzubrechen. Deswegen weiß ich nie, was mich beim nächsten Buch der Autorin erwartet und greife daher auch immer mit etwas gemischten Gefühlen zu ihren Büchern. Ob mich das beim Lesen beeinflusst, weiß ich nicht.
 
Bei diesem Buch lernen wir zu Beginn die Journalistin Kitty kennen, deren Leben wirklich seinen Tiefpunkt erreicht hat. Sie hat in ihrer TV-Sendung einen Lehrer zu unrecht beschuldigt, etwas mit einer seiner Schülerinnen angefangen zu haben, was zur Folge hat, dass sie nicht nur sein Leben, sondern auch ihr eigenes Leben zerstört hat. Die Menschen meiden sie, ihr Freund verlässt sie und jeden Abend ist ihre Wohnungstür mit neuen Schmierereien versehen, was der Vermieter nicht lange so hin nimmt. Und als wäre dies nicht genug, stirbt Kittys beste Freundin und Chefin Constance an Krebs. Kurz vor ihrem Tod überlässt Constance Kitty eine Liste mit Hundert Namen, um ein Story über diese Menschen zu schreiben. Leider erfährt Kitty nicht mehr, wer diese Menschen sind und was sie miteinander zu tun haben. Also begibt sie sich auf die Suche nach diesen Menschen, um mehr über sie und ihr Leben zu erfahren.
Die Suche nach den Menschen ist eigentlich das Hauptthema in diesem Buch. Kitty will unbedingt Constances letzte Story zu Ende und zu Papier bringen. Auf ihrer Suche lernt sie die unterschiedlichsten Menschen und ihre Geschichten kennen. Zwischendurch beschäftigen wir uns aber auch immer wieder mit Kittys Leben und wie es weiter geht. Leider muss ich sagen, dass die Geschichte sich zu Beginn des Buches wirklich ein wenig gezogen hat. Man wusste nicht so richtig, wo die Reise hingeht. Außerdem konnte der Charakter von Kitty mich nicht wirklich überzeugen. Sie war für mich zu Beginn nicht wirklich mit Herzblut dabei, was natürlich auch mit ihren eigenen Problemen zusammenhängt. Trotzdem war für mich Kitty nicht wirklich eine Protagonistin, die mir ans Herz gewachsen ist. Da gibt es anderen Nebencharaktere, wie z.B. Birdie (eine ältere Dame im Seniorenheim), die mich da schon mehr angesprochen haben.
Auch bei der Suche nach den 100 Personen fehlt mir irgendwie das Spannende, das Unvorhersehbare. Es ist für mich immer irgendwie das selbe: Kitty tritt die Personen und erfährt ihre jeweilige Lebensgeschichte. Auch wenn die Personen und deren Geschichten unterschiedlich sind, hatte es doch etwas monotones, so dass ich das Gefühl hatte, die Geschichte entwickelt sich nicht vorwärts. Es ging sogar soweit, dass mich teilweise die doch eigentlich bewegenden Geschichten der Menschen kaum berührt haben, weil alles irgendwie so erzählt wurde, dass kein Gefühle oder Emotionen an den Leser übermittelt wurden.
 
Auf den letzten hundert Seiten wurde es ein wenig besser, da hat die Geschichte Fahrt aufgenommen und für mich "passierte" endlich mal etwas. Das hätte meiner Meinung nach schon viel früher passieren müssen. So kurz vor Ende des Buches war es für mich einfach zu spät, um mich für dieses Buch noch begeistern zu können.
 

Mein Fazit:
Es war nicht das schlechteste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe, aber auch bei weitem nicht das beste. Wer noch nie etwas von Cecelia Ahern gelesen hat, sollte vielleicht auch nicht gerade mit diesem Buch anfangen.

 
Meine Bewertung:
(3 von 5 Sterne)
 

Sonntag, 17. Juni 2018

Rezension: Cristina Di Canio - Die Buchhandlung der Träume

Erwartungen wurde nicht ganz erfüllt

 
Taschenbuch
Verlag: Goldmann Verlag
Seiten: 208
ISBN: 978-3442205318
Preis: € 15,00
 
 
Zum Inhalt:
 
Ninas Buchhandlung ist etwas ganz Besonderes: Nicht nur, dass sie alle möglichen skurrilen Persönlichkeiten anlockt und Nina die eine oder andere verrückte Erfahrung mit ihren Kunden machen muss, nein, bei ihr gibt es auch eine ganz besondere Aktion. Denn jeder Kunde kann dem nächsten Kunden der Buchhandlung ein Exemplar von demjenigen Buch schenken, das ihn am meisten bewegt hat - ohne zu wissen, wer der nächste Kunde überhaupt ist. Doch Nina muss auch feststellen, dass neben ihrem wunderbaren Leben als Buchhändlerin auch noch das Leben vor ihrem Laden existiert und das ist nicht immer so ganz einfach... 
 
 
Meine Meinung:
 
Wenn man - wie ich - buchverrückt ist und einen Großteil seiner Freizeit mit lesen verbringt, ist natürlich klar, dass einen dieses Buch mit dem Cover und dem Buchtitel einfach anspricht.
Man "landet" auch gleich zu Beginn mitten im Geschehen, und zwar in der Buchhandlung von Nina und erfährt direkt, warum Ninas Buchhandlung etwas Besonderes ist. Erzählt wird aber nicht aus Sicht von Nina, sondern aus der Sicht von Adele, einer älteren Dame, die viel Zeit in der Buchhandlung verbringt. Sie erzählt uns, was in der Buchhandlung passiert und was sie selbst in ihrem hohen Alter so alles beschäftigt.
Und das ist auch schon ein wenig der Knackpunkt, warum das Buch für mich nicht ganz funktioniert hat, denn ich hätte gerne die Geschichte aus Ninas Sicht erzählt bekommen. Denn oft fehlen mir die Gedanken von Nina, um die es für mich eigentlich hauptsächlich in dem Buch gehen sollte. Denn ihre Buchhandlung steht im Mittelpunkt der Geschichte - hier spielt sich so gut wie alles ab. Und deswegen ist für mich Nina auch der Hauptcharakter. Aber da man alles nur aus der Sicht von Adele erfährt und was ihr so durch den Kopf geht, rückt Adele immer ein wenig mehr in den Vordergrund und verdrängt dadurch Nina ein wenig. Natürlich ist auch Adeles Geschichte interessant. Man erfährt, wie sie Nina kennengelernt hat und wie ihr Leben im Ganzen verlaufen ist. Eine gute Idee, aber für ein anderes Buch. Oder man hätte bei der Kurzbeschreibung des Buches den Schwerpunkt auf Adele legen müssen und nicht auf die Buchhandlung. Deswegen wurden meine Erwartungen leider nicht erfüllt, weil ich einfach eine andere Geschichte erwartet habe.
 
Ich weiß auch nicht, ob es an der  zuvor beschriebenen Erzählweise lag oder an dem Schreibstil der Autorin selbst, aber irgendwie konnte ich zu den Charakteren keine wirkliche Beziehung aufbauen. Man weiß z.B. gar nicht richtig, wie Nina tickt, was in ihrem Kopf vorgeht. Auch die anderen Charaktere, wie Ninas Freundin Emma, lernt man kaum näher kennen. Am meisten erfährt man eigentlich über Adele, aber auch das war mir irgendwie zu wenig. Generell hat da irgendwie der Tiefgang gefehlt.
 
Außerdem würde mich mal interessieren, ob bei uns nur ein Teil eines Buches übersetzt wurde oder ob es in Italien noch einen Vorgänger-Band gibt, der nicht ins Deutsche übersetzt wurde, denn man wird regelrecht in die Geschichte reingeschmissen, ohne wirklichen Anfang. Man hat beim Lesen des Buches irgendwie das Gefühl, dass einem wichtige Informationen fehlen, Entwicklungen nicht wirklich gleich zu verstehen sind und Ereignisse aus der Vergangenheit nur kurz von den Protagonisten angesprochen werden. Ich habe nach dem Lesen der ersten paar Kapitel erstmal das Buch unterbrochen und nachgeschaut, ob es noch einen weiteren Band gibt, der vor diesem Buch spielt. Dies ist aber nicht der Fall. Für mich fehlen bei diesem Buch einfach der Anfang und das Ende. Nämlich auch das endet für mich ein wenig zu abrupt. Man könnte wirklich meinen, es wurde nur ein Teilstück eines Romans genommen, übersetzt und als Buch für den deutschen Markt veröffentlicht.
 
 
Mein Fazit:
 
Bei dem Buchtitel und der Aufmachung des Buches habe ich etwas anderes erwartet als das, was ich am Ende bekommen habe. Das was ich gelesen habe, war nicht wirklich schlecht, nur es war eben nicht das, was ich lesen wollte.
 
Vielen Dank an den Goldmann Verlag, der mir dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt hat.
 
 
Meine Bewertung:
(3 von 5 Sterne)

Sonntag, 10. Juni 2018

Rezension: Lucy Score - Mr. Fixer Upper: Bauplan für die Liebe

Gute Story mit kleinen Startschwierigkeiten


E-Book
Verlag: Forever
Seiten: 408
Preis: € 4,99
 
 
Zum Inhalt:
 
Paige und Gannon können nicht miteinander aber auch nicht ohneeinander, denn sie arbeiten bei der gleichen Reality-Renovierungsshow. Sie hinter der Kamera als Aufnahmeleiterin und er vor der Kamera als TV-Star - und beide haben einen ziemlichen Dickkopf, was die Umsetzung der Show angeht. Da bleibt es natürlich nicht aus, dass auch mal die Funken fliegen. Doch was zunächst nach purer Abneigung aussieht, entwickelt sich plötzlich zu etwas ganz anderem...
 
 
Meine Meinung:
 
Dieses Buch ist eigentlich von der Story her genau das richtige für mich: Ich mag Renovierungssendungen und lese gerne Liebesromane. Somit war auch relativ schnell klar, dass ich dieses Buch lesen muss.
 
Leider hatte ich gleich zu Beginn des Buches Schwierigkeiten in die Story reinzukommen, was zum größten Teil an dem Schreibstil lag. Manche Satzstellungen waren für mich so ungewöhnlich, dass ich jedes Mal in meinem Lesefluss gestört wurde, weil ich den Satz nochmal lesen musste, um ihn zu verstehen. Dies kam leider zu Beginn des Buches mehrfach vor, woraufhin ich natürlich die Befürchtung hatte, dass sich das durch das ganze Buch ziehen wird. Zum Glück war es nicht so, was mich positiv überrascht hat. Zum Ende hin kam es gar nicht mehr vor, was bei mir jetzt die Frage aufwirft, ob es an dem Schreibstil der Autorin lag oder an der Übersetzung.
 
Die Charaktere des Buches waren mir alle sympathisch, allen voran natürlich Paige und Gannon. An Paige hat mir gut gefallen, dass sie auf eigenen Beinen steht und nicht schmachten hinter einem Kerl herläuft. Manchmal ist sie auch etwas stur und steht sich damit selbst ein wenig im Weg, aber Paige merkt auch, wenn sie einen Fehler gemacht hat. Gannon ist auf der einen Art das typische Alpha-Männchen, kann aber auch seine gefühlvolle Seite zeigen. Beide haben einen ziemlichen Dickkopf, was natürlich auch zu einer oder anderen Auseinandersetzung im Buch führt. Auch die Nebenrollen hat die Autorin wirklich gut besetzt, z.B. Gannons Schwester Cat oder Paiges Mutter. Auch wenn sie nicht oft oder lange auftauchen, reichen die kurzen Beschreibungen aus, um zu wissen wie der Charakter tickt und welche Art Mensch er ist. Sowas gefällt mir, da ich mich nicht gerne an langen Beschreibungen aufhalte.
 
Die Story Drumherum hat mir gut gefallen, auch weil ernstere Themen in dem Buch angesprochen werden, wie z.B. Diskriminierung von Frauen in der TV-Branche. Natürlich ist es schön, einen tollen Liebesroman zu lesen, bei dem alles Friede-Freude-Eierkuchen ist. Aber mal ganz ehrlich - so ist das Leben nicht! Da finde ich es gar nicht verkehrt, wenn die Autorin auch ernstere Themen in einen Liebesroman mit aufnimmt. Ich finde sowas auch nicht schlecht für die Story, weil so ein wenig Abwechslung gegeben ist.
 
 
Mein Fazit:
 
Ein Liebesroman mit Startschwierigkeiten, die aber schnell verflogen sind. Sympathische Charaktere + nette Story = Gute Unterhaltung
 
 
Vielen Dank an Netgalley und dem Forever-Verlag, die mir dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt haben.
 
Bewertung:
 
(3 1/2 von 5 Sterne)
 

Mittwoch, 6. Juni 2018

Rezension: Nikolas Stoltz - DREAM ON - Marionetten

Ein guter 2. Teil

(Quelle: Nikolas Stoltz)


E-Book
Verlag: FeuerWerke Verlag
Seiten: 340
Preis: € 2,99

 
Zum Inhalt:

Das packende Abenteuer von Nick Quentin und Lena Delago geht in die zweite Runde. Während Lena ein Attentat auf Senator Howard Jackson aus unerklärlichen Gründen nicht verhindern kann, versucht Nick Quentin bei DREAM ON wieder Fuß zu fassen. Doch schon bald merken die beiden, dass ihr letztes Abenteuer noch nicht zu Ende ist. Doch wie hängt alles zusammen? Was planen ihre Gegner? Und können Nick und Lena sie noch rechtzeitig aufhalten?
 
 
Meine Meinung:
 
Gleich vorneweg: Hier handelt es sich um die Fortsetzung von "DREAM ON - Tödliche Träume" und auch wenn zu Beginn des Buches kurz geschildert wird, was im ersten Band passiert, halte ich es für ratsam, vorher den ersten Teil zu lesen, damit man auch wirklich alle Zusammenhänge versteht. (Meine Rezension zum ersten Teil findet ihr übrigens hier). Auch werden nicht alle Charaktere nochmal ausführlich "vorgestellt", was für mich als Leser des ersten Bandes ganz angenehm ist, weil sich nicht zu viel wiederholt. Für andere, die den ersten Band nicht kennen, kann da vielleicht die eine oder andere Information fehlen. Kurz um, wenn ihr dieses Buch lesen wollt, holt euch vorher den ersten Band. Ihr werdet auch nicht enttäuscht :-)
 
Im zweiten Teil trifft man auf so ziemliche alle Charaktere aus dem ersten Band, allen voran natürlich Nick Quentin und Lena Delago. Auch wenn zu Beginn des Buches beide versuchen, nach den Ereignissen aus Band 1 wieder im normalen Alltag Fuß zu fassen, merken sie doch recht schnell, dass das leichter gesagt als getan ist. Natürlich weiß der werte Leser des Vorgängerbandes, dass noch so einige Fragen offen sind und nicht alle Probleme und Hintermänner beseitigt wurden. Und genau diese offenen Fragen geht der Autor in diesem Buch an, aber nicht ohne eine ziemlich gute Geschichte Drumherum zu stricken.
 
Ich muss zugeben, dass ich am Anfang das Gefühl hatte, die Story schwächelt ein wenig, was vielleicht auch daran lag, dass das Besondere, die geschaffene Traumwelt von DREAM ON für mich als Leser nichts Neues mehr war. Was eben im ersten Band zusätzlich zu der Geschichte begeistern konnte, war hier eben schon bekannt. Also musste der Autor mich alleine mit der Geschichte überzeugen. Auch wenn die Story mit dem Attentat eigentlich gut gestartet ist, kam sie nicht wirklich von der Stelle. Irgendwie hatte ich das Gefühl, der Autor hatte am Anfang mit angezogenen Handbremse geschrieben. Zum Glück hat es er ungefähr nach einem Drittel des Buches gemerkt und hat dann richtig losgelegt. Ab da hat die Geschichte dann richtig Fahrt aufgenommen und ich konnte das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen, so dass es nach zwei Tagen auch schon beendet war.
 
In meiner Rezension zum ersten Band habe ich ja bemängelt, dass ich mit dem Charakter von Nick Quentin nicht so warm geworden bin, dafür aber mit Lena Delago. Diesmal war es eher ausgeglichen, was vielleicht auch daran liegt, dass mir beide schon bekannt sind und man niemanden neu kennenlernen musste. Die weitere Charaktere waren diesmal meiner Meinung nach mehr in den Hintergrund getreten, was ich jetzt aber nicht negativ fand. Der Autor hat seinen Fokus auf die zwei Hauptcharaktere gelegt, womit ich sehr gut leben kann.
 
Wie bereits beim ersten Teil hat mich auch hier der Schreibstil des Autors überzeugen können. Ab dem zweiten Drittel hat sich dieses Buch wirklich zu einem Pageturner entwickelt. Es war spannend und ich als Leser habe richtig mitgefiebert. Ob jetzt jede einzelne Szene oder Handlung wirklich 100%ig Sinn ergeben hat, mag ich jetzt nicht zu bewerten. Wenn man länger über gewissen Situationen oder Handlungen nachdenkt, könnte man natürlich darüber diskutieren, ob der Autor nicht den einfachsten Weg gewählt hat, ohne viel Begründung etc. Da solche Dinge für mich aber keine Auswirkungen beim Lesen selbst hatten, würde ich es nicht als negativ bewerten.
 
 
Mein Fazit:
 
Ein guter zweiter Teil, der zwar zu Beginn ein wenig Startschwierigkeiten hatte, aber dann doch richtig Fahrt aufgenommen hat. Allen, den der ersten Teil schon gut gefallen hat, kann ich die Fortsetzung nur empfehlen.
 
Vielen Dank an Nikolas Stoltz, der mir dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt hat.

Bewertung:

(3 1/2 von 5 Sterne)