Sonntag, 6. Oktober 2019

Lesestatistik September 2019



Ich kann schon gleich zu Beginn sagen, dass der Lesemonat September besser gelaufen ist, als gedacht! Zu Beginn des Monats bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass ich kaum zum Lesen kommen, da schon ziemlich viel Zeit verplant war. Umso zufriedener bin ich, dass es im September dann doch insgesamt sechs gelesene Bücher waren. Somit beträgt mein SuB derzeit 218 Bücher. Um die 200-Marke zu knacken, muss ich mich ein wenig ranhalten, denn es ist nicht mehr lang bis Jahresende. 


Kommen wir aber nun zu meinen gelesenen Büchern im September:

1.
Kastanienjahre von Anja Baumheier (416 S.)
Bewertung: 3 1/2 von 5 Sterne
Nachdem mir "Kranichland" von Anja Baumheier so gut gefallen hatte, musste natürlich auch ihr neustes Werk gelesen werden. Leider kam es für mich aber nicht an das Erstlingswerk heran. Mehr erfahrt ihr in meiner Rezension.

2.
Schnupperküsse von Cathy Woodman (448 S.)
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Ich habe nach ewigen Zeit endlich mit der "Talyton St. George"-Reihe weitergemacht. Leider konnte mich dieser Teil der Reihe nicht wirklich begeistern. Ich habe ziemlich lange gebraucht, bis ich in der Geschichte drin war. Und auch dann hat irgendwie der Pepp gefehlt. Band 4 und 5 liegen noch auf meinem SuB und ich hoffe, diese gefallen mir wieder besser.

3.
Miroloi von Karen Köhler (464 S.) [E-Book]
Bewertung: 3 1/2 von 5 Sterne
Auch bei diesem Buch hat es etwas gedauert, bis ich in der Geschichte drin war, aber im Gegensatz zu dem vorhergehende Buch hat mich dann die Story doch gepackt. Mehr erfahrt ihr in meiner Rezension.

4.
Cosi van tutte von Alan Bennett (120 S.)
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Nachdem mir "Die souveräne Leserin" von Alan Bennett so gut gefallen hat, wollte ich mal ein weiteres Werk des Autors lesen. Leider hat mich "Cosi van tutte" nicht so begeistern können, wie "Die souveräne Leserin". Die Geschichte war für mich ein wenig matt und glanzlos.

5.
Küssen hat noch nie geschadet von Rachel Gibson (287 S.)
Bewertung: 4 von 5 Sterne
Der letzte Teil der "Seattle Chinooks Hockey"-Reihe konnte mich wieder begeistern. Die Reihe war - mit ein, zwei Ausreißern - wirklich lesenswert. Wer Liebesromane mag, sollte sie mal ausprobieren.

6.
Tagebuch eines Buchhändlers von Shaun Bythell (448 S.)
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Dieses Buch hat mich zunächst mit seinem Cover und dann mit der Kurzbeschreibung direkt angesprochen. Doch beim Lesen ist meine Euphorie leider ziemlich schnell verflogen. Mehr erfahrt ihr in meiner Rezension.
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Anzahl Bücher: 6
Gesamtseitenzahl: 2.183
Durchschnitt: gelesene Seiten pro Tag: 73 (Stand: 30.09.2019)

Sonntag, 29. September 2019

Rezension: Shaun Bythell - Tagebuch eines Buchhändlers

Konnte meine Erwartungen leider nicht erfüllen


Taschenbuch
Verlag: btb Verlag
Seiten: 448
ISBN: 9783442718651
Preis: € 11,00


Zum Inhalt:

Für alle, die schon immer mal wissen wollten, wie das Leben eines Buchhändlers wirklich ist, hat Shaun Bythell dieses Buch geschrieben. Der Inhaber einer Buchhandlung für gebrauchte Bücher hat ein Jahr lang sein Leben für uns festgehalten, damit wir mehr über seine Kunden und seine Tätigkeit als Buchhändler erfahren. 


Meine Meinung:

Als ich dieses Buch zum ersten Mal gesehen habe, bin ich davon ausgegangen, dass es sich - aufgrund der Aufmachung - um einen Roman handelt. Umso begeisterter war ich, als ich feststellte, dass es sich wirklich um ein Tagebuch eines Buchhändlers aus Schottland handelt. Anhand der Erzählungen unserer Buchhändlerinnen vor Ort konnte ich mir denken, dass so einige skurrile Kunden auftauchen werden. Daher habe ich mit Begeisterung dieses Buch begonnen.
Erzählt wird das Buch von Shaun Bythell, der im Jahr 2001 eine Second-Hand-Buchhandlungen in Wigtown übernommen hat. Der Autor/Buchhändler hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein Jahr lang sein Leben und das Leben in seiner Buchhandlung aufzuschreiben. 

Was sich zunächst wirklich spannend und unterhaltsam anhört, entwickelt sich relativ schnell zu immer wieder auftauchenden Wiederholungen, was dieses Buch irgendwie ein wenig eintönig wirken lässt. Vielleicht habe ich von dem Leben eines Buchhändlers zu viel erwartet. Hauptsächlich wird davon erzählt, dass der Autor Bücher in seinem Laden sucht, die online bestellt wurden oder wie er Bücher von verschiedenen Personen ankauft. Natürlich wird auch immer wieder über den einen oder anderen Kunden erzählt. Doch wirklich unterhalten wurde ich dabei nicht. Liegt es an dem britischen Humor, den ich bisher eh nie verstanden habe? Oder an der Übersetzung, die den Witz vielleicht nicht so rüber bringt? Ich kann es euch nicht sagen. Ich habe beim Lesen des Buches vielleicht einmal geschmunzelt. Das war's leider auch. Ansonsten hat mir ein wenig die Unterhaltung gefehlt.

Für mich war es auch etwas anstrengend, dass so viele verschiedene Personen in dem Buch vorkommen. Es wurde zwar beim ersten Auftauchen immer kurz erklärt, wer die Person ist, aber spätestens nach 20 Seiten habe ich es schon wieder vergessen. Wenn die Person dann aber irgendwann im Buch wieder auftaucht, um kurz darauf genauso schnell wieder zu verschwinden, wusste ich schon gar nicht mehr, wo ich die Person hinstecken soll. Als mir das ein-, zweimal passiert ist, habe ich noch zurückgeblättert und wollte raus finden, wer die Person nochmal war. Irgendwann habe ich es aber aufgegeben, weil ich die Stelle, als die Person vorgestellt wurde, nicht mehr gefunden habe. Hier wäre es gut gewesen, wenn es ein Personenverzeichnis gegeben hätte. 

Der Schreibstil des Autors war ganz okay, mehr aber leider auch nicht. Irgendwie kam mir alles ein wenig monoton vor, was vielleicht auch ein wenig dem Buch geschadet hat. Außerdem konnte ich zu Shaun Bythell nicht wirklich eine Verbindung aufbauen. Für mich kam er eher wie eine außenstehende Person rüber, die die Geschichte eines anderen erzählt. 


Mein Fazit:

Die Idee hinter dem Buch, einen Buchhändler seinen Alltag erzählen zu lassen, finde ich wirklich gut. Nur leider ist bei diesem Buch die Umsetzung der Idee meiner Meinung nach nicht gut gelungen.


Vielen Dank an den btb Verlag, der mir dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt hat.

Meine Bewertung:
(3 von 5 Sterne)

Sonntag, 22. September 2019

Rezension: Karen Köhler - Miroloi

Mal etwas ganz anderes



gebunden/E-Book
Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Seiten: 464
ISBN: 9783446261716
Preis: € 24,00/€ 17,99


Zum Inhalt:

Sie erzählt ihre Geschichte. Doch wer ist sie? Wie ist ihr Name? Einen Namen hat sie nicht. Sie wurde als Baby vor dem Bethaus abgelegt und vom Bethaus-Vater aufgenommen und groß gezogen. Sie lebt in einem Dorf, in dem sie nicht zur Gemeinschaft gehört, denn sie ist keine von ihnen. Und als Frau hat sie schon mal gar keine Rechte. Sie darf nicht lesen und nicht schreiben. Doch warum? Was wäre, wenn sie da nicht mehr mitmacht? Wenn sie ihr Leben leben möchte, wie sie will?


Meine Meinung:

Schon nach dem Lesen der ersten paar Seiten habe ich gemerkt, dass dieses Buch kein "Standard-Roman" ist. Die Geschichte wird aus der Sicht einer namenlosen jungen Frau erzählt, die als Findelkind in das Dorf kam. Der Bethaus-Vater hat sie aufgenommen und sie groß gezogen. Einen Namen hat sie leider nicht, denn die Gesetze im Dorf lassen dies nicht zu. Schon hier merkt man, dass dieses Dorf kein Ort ist, wie wir ihn heute kennen. Das Dorf befindet sich auf einer Insel, abgeschnitten von jeglicher Zivilisation. Lediglich ein Arzt und ein Händler besuchen das Dorf alle paar Wochen mit Hilfe eines Schiffs. 
Die Frauen in diesem Dorf haben so gut wie keine Rechte und müssen sich dem Willen der Männer beugen. Es gibt einen Ältestenrat, der natürlich nur aus Männern besteht und sämtliche Entscheidungen für das Dorf trifft. Die Bewohner des Dorfes sind auch sehr religiös und gehen regelmäßig ins Bethaus. 
Wo genau die Geschichte spielt und zu welcher Zeit erfährt man eigentlich nicht. Lediglich an den Gegenständen, die der Händler ab und zu mit ins Dorf bringt, kann man erahnen, dass es wohl zur heutigen Zeit spielt oder ein paar Jahrzehnte davor. Für die Geschichte selbst spielt es aber gar keine Rolle, wann und wo sie spielt. Vielleicht macht es das auch irgendwo aus, denn so bekommt die Geschichte kein Einfluss von außen. Wenn man als Leser weiß, wann und wo die Geschichte spielt, denkt sich das Gehirn automatisch eine Kulisse aus. Hier hat man eigentlich eine weiße Leinwand, die erst im Laufe der Geschichte immer mehr Farben und Motive bekommt. Dadurch tritt die Geschichte selbst viel mehr in den Vordergrund.

Mit der Art, wie die Autorin die Geschichte erzählt hat, musste ich ehrlicherweise erstmal warm werden. Das hat dazu geführt, dass ich am Anfang nicht wirklich wusste, ob dieses Buch etwas für mich ist. Aber ich bin froh, dass ich durchgehalten und die Geschichte weitergelesen habe, denn die Geschichte konnte mich immer mehr packen und selbst jetzt, ein paar Tage nachdem ich das Buch ausgelesen habe, hat sie mich noch nicht wirklich losgelassen. Man denkt doch immer wieder daran zurück.

Wenn man solch eine Geschichte liest, fragt man sich natürlich auch immer wieder, ob es solche Dörfer wirklich gibt. Und die Antwort ist ein klares "Ja, leider". Es gibt immer noch Religionen oder Völker, in denen Frauen als Menschen zweiter Klasse dargestellt werden, die keine wirklichen Rechte habe. Ich denke, mit diesem Buch hat die Autorin versucht, uns einfach mal zu zeigen, wie ein solches Leben für die betroffenen Frauen aussieht und wie sie sich dabei fühlen. 
Besonders gut gefallen hat mir dabei, dass die Autorin aufgrund ihrer Erzählweise niemanden zu nah getreten ist. Sie hat keine Religion verurteilt oder irgendwelche Länder oder Völker an den Pranger gestellt. Sie hat einfach ihre eigene Welt erschaffen und damit auf die Misstände hingewiesen. Eine sehr gute Lösung.


Mein Fazit:

Ein Buch, dass vielleicht ein wenig Anlaufschwierigkeiten hat. Aber wenn man diese überwunden hat, kann einen die Geschichte nur bewegen.


Vielen Dank an netgalley.de und an den Carl Hanser Verlag, die mir dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt haben.

Meine Bewertung:
(3 1/2 von 5 Sterne)

Sonntag, 8. September 2019

Rezension: Anja Baumheier - Kastanienjahre

Kann leider mit dem Vorgänger-Roman der Autorin nicht mithalten



gebunden
Verlag: Wunderlich
Seiten: 416
ISBN: 9783805207560
Preis: € 20,00


Zum Inhalt:

Ein Dorf und seine Bewohner - Peleroich, ein kleines Dorf an der Ostseeküste hat alles was man zum Leben braucht: Eine Gaststätte, ein Konsum, eine Fleischerei, ein Bauernhof und eine Kirche. Dieses Dorf und seine Bewohner erleben in der Zeit von 1950 bis heute viel Schönes aber auch viel Trauriges. Besonders in der DDR-Zeit haben viele Bewohner hart zu kämpfen. Doch auch die Liebe findet ihren Weg in diesen kleinen Ort. Eine Generation nach der anderen wächst in Peleroich auf. Doch was hält die Zukunft für diesen kleinen Ort bereit?


Meine Meinung:

Nachdem "Kranichland" von Anja Baumheier im letzten Jahr mein absolutes Lesehighlight war, konnte ich es natürlich kaum erwarten, ihr neustes Werk zu lesen.

Die Autorin bleibt ihrem Erzählstil treu. Wie in ihrem Erstlingswerk erzählt sie aus einer längst vergangenen Zeit, um im nächsten Kapitel wieder in die Jetzt-Zeit zu wechseln. Die Reise in die Vergangenheit beginnt im Jahr 1950 in einem kleinen Ort an der Ostsee namens Peleroich. Man kann sagen, dass es der wirkliche "Hauptcharakter" ist, auch wenn man von Elise, die früher in dem Dorf gewohnt hat, am meisten erfährt. Für mich ist das Dorf Peleroich eigentlich der Mittelpunkt der Geschichte, die von den Dorfbewohnern erzählt wird. Dadurch, dass jeder Dorfbewohner immer mal wieder in dem Buch vorkommt, bin ich ganz froh, dass es am Anfang des Buches eine Namensliste mit Kurzbeschreibung gibt. Es kam doch immer mal wieder vor, dass ich die Charaktere ein wenig durcheinander gebracht habe.

Im Laufe des Buches wird die Geschichte des Ortes sowie seiner Bewohner erzählt  - von 1950 bis heute. Es gibt immer wieder kleine Zeitsprünge von ein paar Jahren, denn man kann natürlich nicht fast 70 Jahre detailliert in einem Buch nacherzählen. Zwischendurch gibt es auch Zeitsprünge in die Jetzt-Zeit, wobei ich sagen muss, dass dieser Handlungsstrang mich am wenigsten überzeugen konnte. Er wird aus Sicht von Elise erzählt, die in Paris wohnt und in ihre alte Heimat Peleroich zurückreist. Es gibt anonyme Briefe, die Elise zugesandt werden, in denen es um das Dorf und dessen Vergangenheit geht. Für mich war dieser Teil der Geschichte ein wenig flach erzählt. Es kam nicht wirklich Spannung auf, man hat nicht wirklich mitgefiebert.
Generell muss ich leider sagen, dass diesem Buch das fehlt, was mir an "Kranichland" so gut gefallen hat. Hier in diesem Buch konnte ich keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen. Dadurch, dass es doch einige waren und die Geschichten immer nur kurz erzählt wurden bis es ein erneuten Zeitsprung gab, hat dazu geführt, dass man die Personen gar nicht richtig kennengelernt hat. Eine wirkliche Beziehung konnte hier nicht aufgebaut werden. Das fand ich wirklich schade, denn ich weiß ja, dass die Autorin es auch anders kann.

Man merkt bei diesem Buch, dass die Autorin auch viele Themen mit in das Buch aufnehmen wollte, die momentan aktuell sind, z.B. dass viele Dörfer in Ostdeutschland kaum noch Bewohner haben oder auch den Klimaschutz. Doch leider gehen solche Themen in dem Buch irgendwie unter. Ich frage mich, ob die Autorin vielleicht zu viele Themen in dem Buch verarbeiten wollte und dann teilweise die Geschichte kürzen musste, weil ansonsten ein richtig dicker Wälzer daraus geworden wäre.
Ich hätte mir gewünscht, dass ich noch mehr über das Leben in der DDR erfahren hätte. Durch die vielen Kapitel werden bestimmte Ereignisse oder Vorkommnisse zwar angesprochen, aber nur oberflächlich. Ich hätte mir mehr Tiefgang gewünscht - so wie ich es von der Autorin kenne.


Mein Fazit: 

Vielleicht waren meine Erwartungen an dieses Buch einfach zu hoch und es konnte mich deswegen nicht ganz überzeugen. Es ist ein guter Roman, der das Leben in der damaligen DDR schildert. Trotzdem muss ich sagen, dass er "Kranichland" nicht das Wasser reichen kann. 


Vielen Dank an den Wunderlich Verlag, der mir dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt hat.

Meine Bewertung:
(3 1/2 von 5 Sterne)



Sonntag, 1. September 2019

Lesestatistik August 2019



Jetzt ist ja schon wieder ein Monat rum - diesmal der August. Ich weiß gar nicht, wo die Zeit hingeht. Momentan habe ich irgendwie nie Zeit zum Lesen. Immer wenn ich ein Buch in die Hand nehme, muss ich es kurz darauf wieder weglegen, weil etwas anderes wichtiger war. Deswegen waren es am Ende nur drei gelesene Bücher im August, leider. Gerne hätte ich noch mehr gelesen. Zwei weitere hatte ich noch angefangen, habe sie dann aber abgebrochen, weil sie mir leider so gar nicht gefallen haben. Ein paar Bücher wurden im August auch wieder aussortiert. Somit konnte ich wenigstens meinen SuB wieder minimieren. Natürlich nicht ganz so viel, weil auch neue Bücher wieder bei mir eingezogen sind, aber trotzdem ein wenig. Ich habe derzeit 220 ungelesene Bücher. Also, wenigstens hier geht es ein bisschen voran. Ich hoffe, dass der September besser wird.

Hier nun meine gelesenen Bücher im August:


1.
Inselküsse von Evelyn Kühne (328 S.)
Bewertung: 4 von 5 Sterne
Der Monat August ist mit einem wirklich guten Buch gestartet. Mir hat "Inselküsse" sehr gefallen. Der Schreibstil hat meinen Lesegeschmack getroffen, so dass das Sommer- und Urlaubsfeeling richtig gut rüber gekommen ist. Mehr erfahrt ihr in meiner Rezension.

2.
Als wir im Regen tanzten von Michaela Saalfeld (464 S.)
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Dieses Buch war keine leichte Kost - allein schon wegen der Thematik. Ich fand es doch sehr düster und deprimierend. Daher war es auch nicht so "angenehm" zu lesen. 

3. 
Dolci schmecken nur zu zweit von Andrea Rossini (304 S.)
Bewertung: 3 1/2 von 5 Sterne
Bei diesem Buch habe ich gehofft, dass es wieder eine tolle Sommerlektüre ist. Es war auch nicht schlecht, aber wirklich begeistern wie "Inselküsse" konnte es mich nicht. Hier ist irgendwie der Funke nicht übergesprungen.
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Anzahl Bücher: 3
Gesamtseitenzahl: 1.096
Durchschnitt: gelesene Seiten pro Tag: 35 (Stand: 31.08.2019)


Abgebrochene Bücher:

1.
Diese eine große Liebe von Julianne Bedford (490 S.)
Dieses Buch habe ich schon mal vor Jahren angefangen zu lesen und nach ca. 150 Seiten wieder abgebrochen. Jetzt habe ich nochmal einen Versuch gestartet und bin diesmal gerade bis Seite 100 gekommen. Die Idee des Buches hat mir einfach nicht zugesagt. Deswegen habe ich es jetzt einfach aussortiert.

2.
Najaden - Das Siegel des Meeres von Heike Knauber (608 S.)
Bei diesem Buch habe ich es zumindest bis zur Hälfte geschafft - und habe dann aufgehört. Diese Art von Fantasy-Romanen ist wirklich nichts mehr für mich. Mein Lesegeschmack hat sich einfach in eine andere Richtung entwickelt. 

Sonntag, 25. August 2019

Rezension: Andrea Rossini - Dolci schmecken nur zu zweit

Der Funke wollte nicht überspringen



Taschenbuch/Ebook
Verlag: Knaur TB/Knaur Ebook
Seiten: 304
ISBN: 9783426523087
Preis: € 9,99 (TB)/€ 4,99 (E-Book)


Zum Inhalt:

Moniga hat in ihrem bisherigen Leben ihren Vater nie kennengelernt und ihn auch nicht wirklich gebraucht. Doch seit dem Tod ihrer Mutter fragt sie sich immer öfter, wer es sein könnte und wie er so ist. Dank Oma Klara, die sich noch an einen Italienurlaub erinnern kann, den sie mit ihrer Tochter genau neun Monate vor Monigas Geburt gemacht hat, machen sich die Frauen auf eine Reise an den Gardasee, um dort Monigas Vater zu suchen. Und ganz nebenbei läuft ihnen auch noch die Liebe über den Weg...


Meine Meinung:

Gerade jetzt zu dieser Jahreszeit passt ein Roman über eine Italienreise einfach perfekt. Gerade für die Daheimgebliebenen, denn auch mit diesem Buch können sie auf die Schnelle nach Italien an den Gardasee reisen. 
Moniga, die Haupt-Protagonistin, ist auf der Suche nach ihrem Vater. Dank eines Hinweises von Oma Klara verdichten sich die Hinweise, dass Moniga wohl während eines Urlaubs vor 30 Jahren am Gardasee gezeugt wurde. Kurzerhand schnappt sich Moniga Oma Klara und die beide reisen nach Italien.

Mir persönlich gefällt am besten Oma Klara. Sie ist taff und hat es faustdick hinter den Ohren. Und es ist mehr als unterhaltsam, wenn sie mit so neumodischen Dingen wie einem Selfie nichts anfangen kann. Hier konnte mich der Autor wirklich unterhalten. Leider konnte mich Moniga, um die es ja hauptsächlich in dem Buch geht, nicht ganz so begeistern. Sie war mir jetzt nicht unsympathisch, ich fand sie eher ein wenig blass. Hier hat mir irgendwie der Tiefgang gefehlt. 

In dem Buch haben die Charaktere einige Orte rund um den Gardasee bereist und normalerweise will man als Leser das Gefühl vermittelt bekommen, dass man bei dieser Reise dabei ist. Das war hier leider nicht der Fall. Irgendwie hat mir die Begeisterung bei der Beschreibung der Ortschaften gefehlt. Es war mir persönlich zu nüchtern, so dass die Faszination für die Orte und die Landschaft bei mir nicht angekommen ist. Was natürlich auch ein wenig am Schreibstil liegen könnte. Der war für meinen Geschmack relativ einfach gehalten, was man aber bei einem solchen Buch auch irgendwie erwartet, denn bei einer Urlaubslektüre will man unterhalten werden und keine schwere Kost lesen. Trotzdem war es mir manchmal zu anspruchslos. Ein bisschen mehr Tiefgang hätte ich mir schon gewünscht. Die Charaktere waren in der Regel immer gut drauf und wenn mal ein Gewitter aufgezogen ist, wurde es schnell bereinigt. Da hat es sich der Autor doch recht einfach gemacht. Gerade bei Moniga hatte ich mir auch mal nachdenkliche Momente gewünscht, weil sie ja eigentlich auf der Suche nach ihrem Vater ist und nicht auf einem normalen Urlaubstrip. 
In der zweiten Hälfte des Buches ist mir auch aufgefallen, dass der Autor ziemlich oft den Begriff "saugut" benutzt hat. Gegen den Begriff selbst habe ich auch nichts, aber wenn er andauernd kommt, nervt es schon ein wenig. Da hätte der Autor wirklich ein wenig kreativer sein können und mal ein anderes Wort wählen können.
Über das Thema "ziemlich viele Zufälle" will ich mich gar nicht groß auslassen, da das der Autor bereits am Ende des Buches selber macht. Natürlich kommt es immer wieder mal vor, dass in einem Buch etwas zufällig passiert, was ja auch nicht verkehrt ist. Jedoch häufen sich hier die Zufälle doch sehr verdächtig, was dem Autor anscheinend auch aufgefallen ist. Natürlich kann man argumentieren, dass es ein Buch ist und nicht das wahre Leben. Aber einem Buch schadet es auch nicht, wenn es ein wenig realistisch ist.


Mein Fazit: 

Wer auf der Suche nach einer leichten Urlaubslektüre ist, wird hier fündig. Für Freunde der "gehobenen Literatur" ist dieses Buch eher nichts.


Vielen Dank an netgalley.de und an den Knaur-Verlag, dass sie mir dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt habe.


Meine Bewertung:
(3 1/2 von 5 Sterne)

Sonntag, 18. August 2019

Rezension: Michaela Saalfeld - Als wir im Regen tanzten

Für meinen Geschmack zu düster




Taschenbuch
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 464
ISBN: 978-3404178438
Preis: € 12,00


Zum Inhalt:

Berlin, 1928: Der erste Weltkrieg ist bereits ein paar Jahre vorbei und Recha Süßapfel und Willi zur Nieden sind das Glamour-Paar Berlins. Sie ist eine erfolgreiche Schauspielerin, er ein erfolgreicher Regisseur. Doch manchmal ist es mehr Schein als Sein: Recha sieht sich immer mehr Anfeindungen ausgesetzt, weil sie Jüdin ist, und Willi kämpft noch immer gegen die Schatten aus dem ersten Weltkrieg. Und auch die heile Welt von Felice, Willis Schwester, beginnt immer mehr zu bröckeln.  


Meine Meinung:

Bei diesem Buch handelt es sich um die Fortsetzung zu "Was wir zu hoffen wagten". Man kann es aber auch, ohne den Vorgänger zu kennen, lesen. Ich habe erst nach dem Lesen der Lektüre erfahren, dass es eine Fortsetzung ist. Trotzdem konnte ich der Geschichte sehr gut folgen.
Bei der Kurzbeschreibung zu dem Buch geht man davon aus, dass es um die Beziehung zwischen Recha Süßapfel und Willi zur Nieden geht. Schnell merkt man aber, dass auch die Geschichte anderer Charaktere erzählt werden. Sie erfährt man z.B. wie sich das Leben von Willis Schwester, Felice, um die es wohl hauptsächlich im ersten Band geht, weiterentwickelt. Wie gesagt, ich habe den ersten Band nicht gelesen und kann mich nur auf die Kurzbeschreibung dazu beziehen.

Dieses Buch spielt hauptsächlich in den Jahren 1928/1929. Die Charaktere sind von dem ersten Weltkrieg teilweise immer noch traumatisiert. Jeder versucht mit seinem Leben irgendwie klar zu kommen - der eine schafft es besser als der andere. Und so langsam zeigen sich die ersten Vorboten, die zum zweiten Weltkrieg geführt haben. Besonders Recha, die Jüdin ist, bekommt immer öfter zu spüren, dass sie aufgrund ihrer Religion nicht mehr als die strahlende Schauspielerin gesehen wird wie früher. Noch sind es vereinzelte Stimme, doch bereits im Verlauf des Buches werden diese Stimmen immer mehr und immer lauter bis es kurz vor Ende des Buches eskaliert. 
Was mir hier aufgefallen ist und was auch die anderen Charaktere mit Recha gleich haben, ist, dass sie nicht miteinander reden. Alle stopfen ihre Probleme in sich rein und versuchen irgendwie klar zu kommen. Und selbst wenn sie sich ein klein wenig öffnen, nimmt es der Gegenüber kaum war, weil er mit seinen eigenen Problemen befasst ist. Und das führt mich zu dem großen Problem bei diesem Buch: Alle haben nur Probleme und es ist kaum ein positiver Moment in Sicht. Natürlich kann ich nachvollziehen, dass die Zeit zwischen den zwei Weltkriegen keine leichte war. Viele sind traumatisiert und es gibt kaum Geld oder Essen. Natürlich gibt es da nicht viele positive Ereignisse oder Momente, aber dass die Autorin fast durchgehend die Geschichte grau, trist, ja eigentlich schon deprimierend gestaltet, fand ich dann doch ein wenig zu viel. Selbst wenn mal ein Lichtblick auftaucht, der einen hoffen lässt, dass es besser wird, kommt gleich die nächste Katastrophe um die Ecke. Muss das sein? Klar versucht die Autorin irgendwo authentisch zu sein, um uns die schwierige Zeit von damals näher zu bringen. Aber um welchen Preis? Der Leser soll das Buch doch irgendwo auch "gerne" lesen bzw. von der Geschichte packen lassen. Für mich war weder das eine noch das andere der Fall. Dadurch, dass das Buch so düster gestaltet war, hatte ich eigentlich eher wenig Lust, es weiterzulesen, weil es mich doch ziemlich deprimierte. Darüber hinaus konnte mich die Story leider auch nicht wirklich packen. Das Thema "Filmindustrie" zu der damaligen Zeit, insbesondere was die UFA angeht, ist doch ziemlich präsent und schleicht sich doch immer wieder in den Vordergrund. Für mich persönlich hat es das Buch langatmig gemacht, denn mich haben eher die Personen interessiert. 
Das Ende des Buches hat mich dann mit der Geschichte doch ein wenig versöhnt, jedoch weiß ich nicht, ob ich die Reihe weiter verfolgen werde.


Mein Fazit:

Das Buch sensibilisiert einen schon für die Zeit zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg und zeigt auf, dass die Menschen zu der damaligen Zeit kein leichtes Leben hatten. Für mich wäre es aber schöner gewesen, wenn es ab und zu auch mal positive Ereignisse im Leben der Charaktere gegeben hätte und nicht alles nur grau und düster gewesen wäre.


Vielen Dank an Netgalley.de und an den Bastei Lübbe-Verlag, die mir dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt haben.

Meine Bewertung:
(3 von 5 Sterne)