Sonntag, 23. September 2018

Rezension: Annette Hess - Deutsches Haus

Bewegende Geschichte verpackt in einem Roman

(Quelle: Ullstein Buchverlage)
 
Hardcover
Verlag: Ullstein Hardcover
Seiten: 368
ISBN: 9783550050244
Preis: € 20,00
 
 
Zum Inhalt:
 
Dieses Buch beginnt im Jahr 1963 in Frankfurt. Der zweite Weltkrieg ist schon ein paar Jahre vorbei und den Menschen in Deutschland geht es wieder besser. Eva, die Hauptperson in diesem Roman, ist eine junge, für die damalige Zeit recht moderne Frau, die als Übersetzerin und Dolmetscherin für die polnische Sprache arbeitet. Ihre Eltern betreiben eine gut gehende Gaststätte mit dem Namen "Deutsches Haus" und ihre Schwester arbeitet als Krankenschwester auf der Neugeborenen-Station. Außerdem ist Eva mit Jürgen Schoormann verlobt, der in dem gut gehenden Versandhandel seines Vaters als Geschäftsführer tätig ist. Man kann also sagen, dass Eva ein ziemlich gutes Leben führt. Bis sie eines Tages gebeten wird, für die Staatsanwaltschaft in Frankfurt als Dolmetscherin zu fungieren, da der ursprünglich angedachte Dolmetscher aus Polen nicht ausreisen darf. Was zunächst als einmaliger Auftrag gedacht war, verändert Evas Leben für immer. Denn sie bekommt das Angebot unterbreitet, beim ersten Auschwitz-Prozess als Dolmetscherin zu arbeiten. Sowohl ihre Familie, als auch Jürgen sind dagegen, aber Eva lässt sich nicht beirren und nmmt dieses Angebot an.
 
 
Meine Meinung:
 
Eva hat einen schwer einzuordnenden Charakter. Auf der einen Seite will sie ausbrechen, sich gegen ihren Verlobten und ihre Familie stellen und machen was sie möchte, auf der anderen Seite kommt sie als zarte Person rüber, die versucht stark zu sein, es aber nicht ist. Gerade zu Beginn des Buches merkt man Eva an, dass sie nicht so richtig entscheiden kann, was gut für sie ist, gerade im Bezug auf ihren Verlobten. Sie ist wie hin und her gerissen. Dann entscheidet sie sich, als Dolmetscherin bei dem Prozess zu arbeiten, und man denkt, jetzt hat sie ihren Weg gefunden. Doch sie fällt wieder in alte Muster zurück, wird unsicher und will sich wieder fügen. Ich bin davon ausgegangen, dass im Laufe des Buches sich Eva weiter entwickeln wird und ihren Weg gehen wird. Zum Ende des Buches hin tut sie das auch, doch im Mittelteil des Buches sieht man hiervon leider wenig. Die Geschichte rund um die Person Eva entwickelt sich für mich nicht weiter. Alles andere geht natürlich weiter: der Prozess, das Familienleben etc. Aber bei Eva sehe ich zunächst keine Veränderung. Wie gesagt, im letzten Teil des Buches verändert sich Eva aufgrund eines einschneidenden Erlebnisses dann wirklich, sie wird reifer und erwachsener. Das Ende ist auch relativ offen, was bei manchen Büchern ganz gut ist, damit der Leser selbst entscheiden kann, wie es weitergeht. Hier hätte ich mir aber gewünscht, dass die Autorin die Geschichte weitererzählt hätte. In dem Moment, in dem Evas Leben plötzlich anders verläuft, wo sie Dinge tut, die sie vorher nie getan hat, also ab dem Moment, in dem der Charakter von Eva sich "plötzlich bewegt", endet das Buch eigentlich ziemlich abrupt. Das fand ich dann doch schade, denn ich hätte gerne gewusst, wie das Leben der "neue" Eva weitergeht.
 
Über allem schwebt natürlich der erste Auschwitz-Prozess, der aufzeigt, wie viel Leid und Angst Menschen während des zweiten Weltkriegs erleiden mussten. Diesen Teil der deutschen Geschichte nimmt die Autorin auf und verwebt darum ihren Roman. Die Zusammensetzung zwischen Fiktion (Evas Geschichte) und Realität (der erste Ausschwitz-Prozess) ist der Autorin sehr gut gelungen. Wenn man sich im Internet die Berichte durchliest und die Videos anschaut oder die Tonaufnahmen anhört, merkt man, dass die Autorin sich sehr an das gehalten hat, was vorgefallen ist, z.B. gibt sie den Schlusssatz des vorsitzenden Richters vor der Urteilsverkündung genau wieder. Hier muss man Annette Hess wirklich ein Lob für ihre Recherchearbeit aussprechen. Sie trägt mit ihrem Buch auch dazu bei, dass man die damaligen Zeit nicht vergisst, was in unserer heutigen Zeit mehr als wichtig ist.
 
 
Mein Fazit:
 
Die Autorin lässt uns mit ihrem Buch an einem bewegenden Ereignis - dem ersten Auschwitz-Prozess - teilhaben und versucht, dieses in einem Roman rund um das Leben einer jungen Frau einzuarbeiten. Dies ist der Autorin auch gut gelungen, jedoch wirkt der fiktive Charakter von Eva zu blass und entwickelt sich nur langsam weiter.
 
 
Vielen Dank an netgalley.de und den Ullstein Buchverlagen, die mir dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt haben. 
 
Meine Bewertung:
 
(3 von 5 Sterne)

Sonntag, 16. September 2018

Rezension: Dörthe Huth - Gute Laune an jedem Arbeitstag

Gute Ansätze, aber teilweise zu oberflächlich

(Quelle: GABAL Verlag)
Taschbuch
Verlag: GABAL
Seiten: 232
ISBN: 9783869368757
Preis: € 15,00
 
 
Zum Inhalt:
 
Wer kennt es nicht: Stress, schlechte Laune bei den Kollegen und schlechtes Arbeitsklima. Da fällt es einem wirklich schwer, jeden Tag gut gelaunt zur Arbeit zu gehen. Dörthe Huth will mit ihrem Buch die gute Laune wieder in den Arbeitsalltag integrieren. Mit Tipps zum Ausprobieren und Anwenden, nicht nur gegenüber den Arbeitskollegen, sondern auch an sich selbst.
 
 
Meine Meinung:
 
Wenn man - wie ich - viel Stress auf der Arbeit hat und aus dem Grund auch gerne mal schlechte Laune hat, sei es wegen der Menge an Arbeit oder wegen den Kollegen, dann greift man doch gerne mal zu einem Ratgeber, in der Hoffnung, dass dieser vielleicht den einen oder anderen Lösungsvorschlag bereit hält.
 
Das Cover von "Gute Laune an jedem Arbeitstag" vermittelt aufgrund der Farben und des Stils auf jeden Fall schon mal ein positives Gefühl von Leichtigkeit und Freiheit, was wohl den Interessierten zeigen soll, dass man genau diese Gefühle nach dem Lesen des Buches ebenfalls verspüren wird.
Leider musste ich nach dem Lesen der ersten paar Seiten feststellen, dass die Lektüre selbst nicht die Leichtigkeit wie das Cover aufweisen kann, was meiner Meinung nach am Schreibstil der Autorin lag. Ich hatte zu Beginn unheimlich Schwierigkeiten damit klarzukommen, insbesondere mit der Satzstellung. Ich habe ziemlich lange gebraucht, um mich daran zu gewöhnen. Für mich hat es sich einfach zu sehr nach Lehrbuch angefühlt, wie wenn die Autorin etwas Ihren Studenten erklären will. Ich habe mich da mit der doch sehr trockenen Erzählweise etwas fehl am Platz gefühlt. Natürlich kann man ein Sachbuch nicht genauso schreiben wie einen Roman, aber ich kenne auch Sachbücher, die mir, als Laie, etwas beibringen können und mich gleichzeitig auch noch unterhalten. Das hat mir bei diesem Buch einfach gefehlt.
 
Die Autorin gibt in dem Ratgeber auch Tipps und Hinweise, wie man das Gelesene im Alltag anwenden kann, um diesen zu verbessern. Was mich am Anfang etwas gestört hat, war, dass die Autorin bei zwei, drei Tipps dazugeschrieben hat, dass man das aber nicht machen muss, wenn man nicht will. Warum schreibt sie das? Im ersten Moment vermittelt sie mir damit, dass sie selbst nicht so wirklich an ihre Tipps glaubt, so nach dem Motto: "Braucht man nicht machen, bringt ja eh nix". Natürlich meint die Autorin es anders, aber mal ehrlich: Wir als Leser setzen nur die Ratschläge um, die uns - in unseren Augen - auch etwas bringen. Dafür braucht man aber keine Anweisungen, dass wissen wir auch so. Also da hätte die Autorin einfach diesen Hinweis weglassen können, weil er in meinen Augen nur Verwirrung stiftet.
 
Wie ich in meiner Überschrift bereits angedeutet habe, fand ich einige Ideen und Hinweise der Autorin gar nicht mal schlecht, besonders was den zweiten Teil des Buches anging. Da ich dauerhaft mit viel Stress zu kämpfen habe, fand ich die Themen wie Zeit, Körperwahrnehmung und Leistungserwartungen sehr interessant. Leider wurden viele Dinge nur kurz angesprochen und nicht weiter vertieft. Im Endeffekt kann man sagen, dass die Autorin auf wichtige Dinge hinweist, die meinen Arbeitsalltag verbessern können, nur das "Warum" oder das "Wie" lässt sie in den meisten Fällen unbeantwortet. Um diese Themen zu vertiefen, müsste ich mir einen weiteren Ratgeber kaufen, was meiner Meinung nach nicht Sinn und Zweck eines solchen Buches ist. Natürlich gibt es auch Leser, die noch nie einen solchen Ratgeber gelesen haben und die vielleicht mit der Fülle an Ideen und Vorschlägen schon mehr als zufriedengesellt sind. Das kann ich mir schon vorstellen - sozusagen als "Erst-Ratgeber".
Auch bin ich der Meinung, dass dieser Ratgeber nicht für Personen in Führungspositionen geeignet ist, denn für diese enthält dieses Buch kaum Tipps oder Ratschläge. Ich finde, dass dieser Ratgeber eher für den "normalen" Angestellten ohne Führungsposition gedacht ist, besonders wenn man den ersten Teil des Buches sieht. Was mich aber auch da ein wenig gestört hat, ist, dass hauptsächlich der Fehler bei anderen, insbesondere beim Chef, gesehen wird und nicht bei einem selbst. Natürlich können viele Probleme durch einen schlecht gelaunten Chef oder aufgrund eines schlechten Arbeitsklimas entstehen. Aber vielleicht kann man auch als "Kleines Licht" dazu beitragen, dass sich diese Probleme verringern. Man sollte nicht einfach nur sagen, dass das Problem bei jemand anderes liegt und versuchen damit klarzukommen, sondern man kann versuchen, dieses Problem aus der Welt zu schaffen. Vielleicht klappt es nicht immer, aber wenn man nur den Kopf einzieht und sich nichts traut, wird sich meiner Meinung nach auch nichts bessern. Und das wird aus meiner Sicht in diesem Buch zu wenig bis gar nicht vermittelt. Hierzu fehlt in diesem Buch einfach die Motivation, zumindest ist sie bei mir nicht angekommen.
 
 
Mein Fazit:
 
Dieser Ratgeber ist für Menschen geeignet, die sich noch nie wirklich mit diesem Thema beschäftigt haben und einfach mal eine Art "Grundwissen" aufbauen wollen. Für Personen, die sich mit diesem Thema schon auseinandergesetzt haben und auch für Personen in Führungspositionen ist dieser Ratgeber meiner Meinung nach nicht geeignet.
 
Vielen Dank an den GABAL Verlag und an Literaturtest, die mir dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt haben.
 
 
Meine Bewertung:
(3 von 5 Sterne)

Dienstag, 4. September 2018

Lesestatistik August 2018



Der August ist zu Ende und man merkt, dass so langsam der Herbst beginnt. Gestern habe ich dann zum Frühstück auch wieder die Tee-Saison eröffnet, da ich nach dem Kaffee noch Lust auf ein Heißgetränk hatte. Aber für uns Leseratten ist das natürlich klein Problem - wir können bei jedem Wetter lesen :-)
Mit dem Lesemonat August bin ich wieder sehr zufrieden. Ich habe sogar mein Jahresziel von 50 gelesenen Büchern bereits geschafft!! Mal schauen, wie viel es noch werden. Bei meinem SuB-Abbau hänge ich aber leider etwas hinterher, auch wenn im August wieder einige Bücher vom SuB verschwunden sind. Momentan habe ich 273 ungelesene Bücher. Zwar ist mein Ziel von 250 ungelesenen Büchern nicht mehr ganz so weit entfernt, aber es kommen ja auch immer wieder so tolle neue Bücher raus, bei denen man einfach nicht nein sagen kann :-) Ich bleibe aber weiter motiviert, damit ich dieses Ziel noch erreiche.
 
Im August habe ich insgesamt sieben Bücher gelesen und drei Bücher abgebrochen und aussortiert. Inspiriert von vielen anderen Bloggern habe ich mir jetzt auch mal vorgenommen, Bücher, die schon ewig bei mir sind, anzulesen und nach 100 Seiten zu entscheiden, ob ich sie weiterlesen oder nicht. Das habe ich dieses Monat mit vier Büchern gemacht, die 2012/2013 bei mir eingezogen sind. Drei habe ich abgebrochen und eins habe ich gelesen. Ich glaube, ich werde diese Methode bei den älteren Büchern auch weiter anwenden, denn ich merke schon, dass mein Lesegeschmack sich in den letzten Jahren verändert hat und dass mich Bücher, die ich vor Jahren gerne gelesen habe, heute nicht mehr so ansprechen. Da macht es auch keinen Sinn, sich durch die Bücher zu quälen, die einen einfach nicht mehr ansprechen.
 
So, kommen wir aber nun - endlich - zu meinen gelesen und auch abgebrochenen Büchern im August:
 
 
1.
Du bist mein Stern von Paige Toon (464 S.)
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Das letzte Buch von der Autorin, dass ich noch auf meinem SuB hatte. Die zwei Bücher, die ich schon von ihr gelesen habe ("Lucy in the sky" und "Einmal rund ums Glück"), konnten mich ja nicht so wirklich begeistern, so dass ich mich ein wenig davor gedrückt habe, dieses Buch zu lesen. Jetzt war es dann aber so weit. Wirklich überzeugen konnte mich auch dieses Buch nicht, besonders das Ende hat mir irgendwie das ganze Buch vermiest. Ich glaube nicht, dass ich nochmal ein Buch von der Autorin lesen werde.

2.
Bad Friends - Was habt ihr getan? von Gilly Macmillan (416 S.)
Bewertung: 3 von 5 Sterne

HIER geht's zur Rezension
Im August gab es mal wieder einen Thriller (ich gehe mal davon aus, dass im Herbst und im Winter noch ein paar mehr verfolgen werden). Die Autorin weiß, wie man den Leser bei der Stange hält, aber konnte meine so entstandenen Erwartungen am Schluss leider nicht erfüllen. Was ich genau zu beanstanden habe, könnt ihr in meiner Rezension nachlesen.

3.
Hilft auch bei Liebeskummer von Anne-Laure Bondoux und Jean-Claude Mourlevat (320 S.)
Bewertung: 3 von 5 Sterne

HIER geht's zur Rezension
Dieses Buch hat mich total angesprochen, weil es ausschließlich aus E-Mails besteht und damit beworben wurde, die schönste Liebesgeschichte seit "Gut gegen Nordwind" zu sein. Also ein absolutes Muss für mich. Leider hat aber das Buch nicht das beinhaltet, was die Werbung versprochen hat. Ein wenig enttäuscht war ich dann natürlich schon. Mehr erfahrt ihr in meiner Rezension.

4.
Traumsplitter von Tanja Heitmann (464 S.)
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Dieses Buch, war das einzige von den angelesenen Büchern, das ich beendet habe. Ich war selbst überrascht, da ich bei dieser Story noch am ehesten gedacht habe, dass es mir nicht so zusagen würde. An meiner Bewertung seht ihr natürlich auch, dass es mich jetzt nicht restlos begeistert hat, aber es war im Großen und Ganzen okay. Manchmal haben mir einfach ein paar Informationen zu der Traumwelt gefehlt, um dieses Buch auch besser zu verstehen. Da hätte die Autorin wirklich ein wenig mehr darauf eingehen können. Was mir gut gefallen hat, war, dass die Geschichte in unserer Welt spielt und Tanja Heitmann einfach ein paar fantastische Elemente eingearbeitet hat.

5.
Der Duft von Büchern und Kaffee von J. Vellguth (219 S.) [E-Book]
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Zwischendurch gab es auch mal wieder ein E-Book. In diesem Buch geht es um eine Buchhandlung, eine betagte Eigentümerin, eine Angestellte, die den Buchladen unbedingt aufrecht erhalten will und den Neffen der Eigentümerin, der etwas ganz anderes damit vorhat. Na, erinnert euch das an etwas?? Also mich schon, nämlich an "Der kleine Laden der einsamen Herzen" von Annie Darling. Und das war mein Problem, denn ich habe beide Bücher ständig miteinander verglichen, so dass der Lesespaß irgendwie auf der Strecke blieb. Das E-Book hat leider den kürzeren gezogen, denn es konnte mich nicht ganz so überzeugen, wie das Buch von Annie Darling.

6.
Der Brombeergarten von Cathy Bramley (512 S.)
Bewertung: 3 1/2 von 5 Sterne

HIER geht's zur Rezension
Da es in diesem Buch auch um das Leben in einer Gartenkolonie geht, musste ich es unbedingt lesen, denn das Gärtnern wird auch so langsam zu meinem Hobby. Natürlich geht es mehr um das Leben von Tilly Parker, die wir bei ihrem ersten Jahr als Gartenbesitzer begleiten. Die Geschichte war gar nicht schlecht, hatte aber ein, zwei Schwächen, z.B. gab es zu viele Nebenfiguren. Mehr dazu in meiner Rezension.
 
7.
Qualle vor Malle: Urlaub mit Familie, Chaos inclusive von Elena Uhlig (208 S.)
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Da am ersten September-Wochenende bei uns im Saarland Buchmesse war und dort auch Elena Uhlig eine Lesung hatte, habe ich mir vorher natürlich noch ihr neustes Werk zu Gemüte geführt. Mein Fazit: Ich werde NIE Urlaub in einem Kinderhotel machen! Das Buch ist ganz unterhaltsam, konnte mein Humorzentrum aber nicht ganz erreichen - Elena Uhlig in Person aber schon. Wenn sie mir diese Buch persönlich auf ihre humorvolle Art vorgelesen hätte, ich glaube da hätten fünf Sterne als Bewertung nicht mehr ausgereicht. Eine wirkliche tolle Frau!

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Anzahl Bücher: 7
Gesamtseitenzahl: 2.603
Durchschnitt: gelesene Seiten pro Tag: 84 (Stand: 31.08.2018)


Abgebrochene Bücher:

1.
Das Herz der Nacht von Ulrike Schweikert (474 S.)
Eins der wenigen Vampir-Bücher, die ich noch auf meinem SuB habe. Ich hatte eigentlich gedacht, dass es - auch wenn es im 19. Jahrhundert spielt - ein typischer Vampir-Roman ist. Leider war der historische Teil aber sehr dominant, so dass das Buch für mich ziemlich verstaubt und antiquiert rüber kam. Schon die ersten 100 Seiten haben sich gezogen wie Kaugummi. Deswegen habe ich es lieber abgebrochen und aussortiert.

 2.
Gomorrha von Thomas Gifford (528 S.)
Ich hatte gehofft, dass es hier einen Thriller a là Dan Brown gibt. Vielleicht hätte ich auch dran bleiben müssen, um rauszufinden, ob es so ein Buch ist, aber auf den ersten 100 Seiten kamen schon so viele Personen vor, die teilweise noch andere Identitäten hatten, dass ich absolut keine Ahnung hatte, wer wer ist. Ganz schlimm. Für mich ist das dann kein Lesevergnügen mehr, deswegen wurde das Buch dann abgebrochen.
 
3.
Magyria - Das Herz des Schattens von Lena Klassen (576 S.)
Dieses Buch habe ich erst nach 200 Seiten abgebrochen, denn auf den ersten 100 Seiten konnte es mich überzeugen und ich wollte wissen wie es weitergeht. Doch auf den nächsten 100 Seiten ist dann nichts mehr weiter passiert, sprich die Geschichte hat sich nicht weiterbewegt. Wenn es jetzt ein Einzelband gewesen wäre, hätte ich es vielleicht zu Ende gelesen, aber es ist der erste Band einer Trilogie und der Gedanke daran, dass ich alle drei Bücher lesen muss, um zu wissen wie es ausgeht, hat mich mehr als frustriert. Also wurde dann auch dieses Buch abgebrochen.

Sonntag, 26. August 2018

Rezension: Cathy Bramley - Der Brombeergarten

Ein Jahr mit Tilly Parker


Taschenbuch
Verlag: Heyne
Seiten: 512 Verlag
ISBN: 9783453422643
Preis: € 9,99
 
 
Zum Inhalt:
 
Ein neues Jahr in Tilly Parkers Leben hat begonnen und die junge Frau hat sich fest vorgenommen, so einiges zu ändern. Deswegen hat sie sich in der Gartenkolonie Ive Lane eine Parzelle gemietet, um ein wenig in Ruhe zu gärtnern und um sich zu erholen. Doch da hat Tilly die Rechnung ohne die Gartennachbarn gemacht. Und schnell muss Tilly feststellen, dass die gewünschte Ruhe so schnell nicht eintreten wird. Denn in Ive Lane ist so einiges los...
 
 
Meine Meinung:
 
Nachdem ich jetzt schon seit drei Jahren stolze Besitzerin eines Gartens bin und mir die Gartenarbeit auch immer mehr Spaß macht, hat mich dieses Buch und seine Geschichte natürlich gleich angesprochen.
 
Wie die Überschrift meiner Rezension schon verrät, begleiten wir Tilly Parker ein ganzes Jahr - vom Neujahrsmorgen bis nach Weihnachten. Zunächst sind wir bei Tillys ersten Schritten in der Gartenanlage Ivy Lane dabei und beim ersten Kennenlernen mit den Gartennachbarn. Hier muss ich gleich vorweg sagen, dass ein Namensverzeichnis als Anhang nicht schlecht gewesen wäre. Ich habe die Namen und Personen doch ziemlich oft durcheinandergeworfen, weil es für mich einfach irgendwie zu viele waren. Wenn ich das Buch mal für ein, zwei Tage zur Seite gelegt habe und dann wieder weiterlesen wollte, musste ich manchmal schon überlegen, wer nochmal wer war. Das Problem hatte ich natürlich nicht bei allen Charakteren, z.B. Gemma und Charlie konnte ich immer zuordnen. Gemma ist Tillys direkte Gartennachbarin und freundet sich trotz ihrer doch etwas aufgedrehten Art ziemlich schnell mit Tilly an. Charlie hilft Tilly direkt vom ersten Tag mit ihrem Garten - der zu Beginn nur aus Unkraut besteht. Und auch wenn Tilly ihm signalisiert, dass für sie nur eine Freundschaft in Betracht kommt, macht er sich Hoffnungen. Über Tilly selbst erfahren wir am Anfang nur recht wenig: Sie ist Ende zwanzig, neu nach Kingsfield gezogen, arbeitet als Lehrerin und hat vom Gärtnern keine Ahnung. Immer wieder lässt Tilly uns kurz auf ihre Vergangenheit zurückschauen, ohne gleich alles zu verraten, so dass der Leser auch nicht gleich erfährt, was ihr widerfahren ist. Gemma beschreibt sie im Buch einmal ziemlich zutreffend: Tilly ist wie eine Zwiebel, die ihre Schichten nur nach und nach offenbart. So ist die Geschichte auch aufgebaut - während man am Leben rund um die Gartenkolonie Ive Lane teilnimmt, erfährt man nach und nach immer mehr über Tilly und ihr Leben. Der Charakter Tilly ist ganz angenehm. Sie ist nicht laut und auffällig, sondern ruhig, vielleicht manchmal ein wenig zurückhalten und weiß eigentlich schon worauf es im Leben ankommt. Nur leider ist sie ein wenig zu nach am Wasser gebaut. Klar, sie muss einen schweren Schicksalsschlag aus der Vergangenheit bewältigen, aber deswegen gleich bei jeder Gelegenheit anfangen zu weinen, ist doch ein wenig zu viel.
Das Gartenleben in Ivy Lane ist auch ziemlich ereignisreich, denn dort ist immer was los. Wirklich langweilig wird es dort nie. Trotzdem ist dieser Roman kein Buch mit viel Action. Er versucht eher mit den leiseren Tönen zu überzeugen. An sich würde ich auch sagen, dass es funktioniert hat, jedoch hat mir ein kleines Fünkchen "mehr" gefehlt ,um mich richtig zu überzeugen. Vielleicht ein wenig mehr Spannung am Schluss oder aber die Geschichte auf ein paar weniger Seiten gekürzt. Schwierig zu sagen, was wirklich gefehlt hat.
Natürlich gibt es in diesem Roman auch eine Liebesgeschichte, die aber relativ spät im Buch zur Sprache kommt. Hier hätte die Autorin vielleicht auch wenig mehr dazu schreiben können, da dies für mich ein wenig nebenher lief.
 
Wie man sieht, hat dieses Buch einiges was mir gefallen hat, aber auch ein, zwei kleine Schwächen, die nicht das optimale Lesevergnügen hervorgebracht haben. Trotzdem war das Buch nicht schlecht. Die Geschichte hat sich gut lesen lassen und die Charaktere waren auch unterhaltsam. Leider ist es für mich aber kein wirkliches Herzensbuch geworden.
 
 
Mein Fazit:
 
Ein Sommerbuch für den Gartenfan, der nach getaner Arbeit auch mal fünfe gerade sein lassen kann und ein wenig schmökern will.
 
 
Vielen Dank an den Heyne Verlag, der mir dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt hat.
 
Meine Bewertung:
(3 1/2 von 5 Sterne)

Mittwoch, 15. August 2018

Rezension: A. Bondoux u. J. Mourlevat - Hilft auch bei Liebeskummer

Gute Ansätze, aber nicht 100%ig überzeugend
 
 
 
 
 
Taschenbuch
Verlag: Goldmann Verlag
Seiten: 320
ISBN: 9783442485659
Preis: € 10,00
 
 
Zum Inhalt:
 
Ein großer, dicker Umschlag ist der Grund, warum der Autor Pierre-Marie Sotto Kontakt mit Adeline aufnimmt. Was eigentlich nur als kurzer E-Mail-Wechsel angedacht war, entwickelt sich zu etwas ganz anderem: Die beiden erzählen sich ihre dunkelsten Geheimnisse, lassen den anderen an ihrem Leben teilhaben und tauschen sich über ihre Gedanken aus. Doch ist Adeline wirklich die Person, die sie vorgibt zu sein? Und was ist wirklich in dem Umschlag?
 
 
Meine Meinung:
 
Dieser Roman wird ziemlich oft mit "Gut gegen Nordwind" von Daniel Glattauer verglichen. Für mich als Leser beider Bücher, haben die Geschichten nur eine Gemeinsamkeit: sie bestehen aus einem E-Mail-Verkehr zwischen einer Frau und einem Mann. Selbst auf dem Buch steht "Der schönste Liebesroman seit 'Gut gegen Nordwind'", was ich leider nicht so ganz nachvollziehen kann. Für mich sind die Geschichten einfach zu unterschiedlich, z.B. der Schreibstil. Das Autoren-Duo Anne-Laure Bondoux und Jean-Claude Mourlevat schreibt meiner Meinung nach eine anspruchsvoller Literatur als Daniel Glattauer. Hier haben die E-Mails viel mehr Tiefgang und laden dazu ein, ein wenig länger bei den Sätzen zu verweilen, um sie sich noch einmal durch den Kopf gehen zu lassen. Somit keine leichte Lektüre zum Einfach-weg-Lesen. Vielleicht ist gerade das ein Punkt, der den einen oder anderen Leser enttäuschen kann bei dem Vergleich mit "Gut gegen Nordwind".
 
Auch der Hinweis auf dem Buch, dass es sich wohl um einen Liebesroman handelt, hat mich persönlich auf die falsche Fährte gelockt, denn in meinen Augen fällt dieses Buch definitiv nicht in dieses Genre. Vielleicht mag das der eine oder andere Leser anders sehen, doch für mich gehört zu einem Liebesroman einfach mehr dazu. Das, was sich zwischen Adeline und Pierre-Marie im Laufe des Buches und während des Schreibens der E-Mails entwickelt, ist für mich einfach eine innige Freundschaft, aus der vielleicht noch etwas mehr werden kann, was aber der Leser selbst entscheiden muss.
Im Laufe des Buches erfahren wir viel über die beiden Charaktere, besonders über die dunkelsten Stunden in ihrem Leben. Beide Charaktere hatten kein leichtes Leben. Wir als Leser fühlen mit ihnen und manchmal trauen wir uns auch nicht, das Buch aus der Hand zu legen, weil man ja wissen will, wie es weiter geht. Nur leider waren diese Momente bei mir nur selten zu verzeichnen. Bereits zu Beginn des Buches habe ich gemerkt, dass mich die Geschichte und ihre Charaktere nicht richtig packen wollte. Ich konnte zunächst keine wirklich Beziehung zu Adeline und Pierre-Marie aufbauen. Es gab zwar immer wieder Abschnitte und E-Mails, die mich berührt haben und bei denen ich wissen wollte, wie es weiter geht. Nur leider waren diese Augenblicke zu selten, als das ich sagen könnte, das Buch konnte mich restlos begeistern.
Beim Lesen habe ich mich auch manchmal gefragt, ob die Autorin manche Dinge nicht gleich verrät, um den Leser bei der Stange zu halten oder um das Buch ein wenig in die Länge zu ziehen. Ich weiß es nicht wirklich.
 
Bei manchen Rezensionen habe ich gelesen, dass dieses Buch wohl eher etwas für ein "reiferes" Publikum wäre. Das würde ich so aber nicht unterschreiben. Hier kommt es einfach darauf an, ob einem der Schreibstil zusagt und das Thema. Ich glaube, wenn beides passt, kann jeder dieses Buch lesen, egal wie alt er ist.
 
 
Mein Fazit:
 
Die Geschichte hat gute Ansätze und konnte mich auch an der einen oder anderen Stelle wirklich packen. Nur leider war dies nicht dauerhaft, so dass mich das Buch im Großen und Ganzen nicht überzeugen konnte.

Vielen Dank noch an den Goldmann Verlag, der mir dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt hat.

Meine Bewertung:
(3 von 5 Sterne)

Sonntag, 12. August 2018

Rezension: Gilly Macmillan - Bad Friends: Was habt ihr getan?

Das Ende konnte nicht überzeugen
 
 
 
broschiert
Verlag: Knaur TB
Seiten: 416
ISBN: 978-3426522585
Preis: € 14,99
 
 
Zum Inhalt:
 
Noah und Abdi sind die besten Freunde, auch wenn ihre Freundschaft etwas ungewöhnlich ist. Noah ist krebskrank und Abdi ist ein somalischer Flüchtling. Trotz allem sind die beiden unzertrennlich - bis zu dieser einen Nacht, in der Noah bewusstlos aus dem Feeder Canal gezogen und im Krankenhaus ins künstliche Koma versetzt wird. Bei ihm war Abdi, der seit diesem Vorfall aber kein Wort mehr gesprochen hat. Der Ermittler Jim Clemo setzt alles daran, um den Fall zu lösen und damit auch seine eigenen bösen Geister zu bezwingen.
 
 
Meine Meinung:
 
Die Geschichte rund um Noah und Abdi, die in der Kurzbeschreibung kurz angerissen wird, ist nicht die einzige, um die es in diesem Buch geht. Auch geht es um das Leben von Abdis Familie, kurz bevor diese von Somalia nach England kommt. Somit hat man im Verlauf des Buches immer zwei Handlungstränge, die man als Leser verfolgt - immer mit der Frage, wie das alles zusammen gehört.
Denn als Leser tappen wir genauso wie der Ermittler Jim Clemo im Dunkeln. Man erfährt also wirklich erst ganz am Schluss, was auf dem Schrottplatz am Fluss passiert ist. Mir gefällt es, wenn die Story so aufgebaut ist, da man immer mit rätseln kann und nie genau weiß, welche Wendung auf der nächsten Seite plötzlich auftaucht.
Während Jim Clemo versucht alles zu rekonstruieren und Zeugen befragt, lernen wir nebenbei auch Abdis Familie kennen. Dadurch, dass die Autorin die Erzählperspektiven immer wieder ändert, bekommen wir die Familiengeschichte aus drei verschiedenen Sichtweisen erzählt: von der Schwester, der Mutter und dem Vater. Ab und zu schwenken wir aber auch wieder zu Noah, zu dessen Eltern oder zu Jim Clemo. Da nicht immer klar ist, wer jetzt gerade seine Story erzählt, dauert es immer ein wenig, bis man wieder in der Geschichte drin ist. Das hätte die Autorin meiner Meinung nach besser lösen müssen, da es für mich irgendwie den Lesefluss gehemmt hat.
 
Dadurch das neben dem Vorfall am Fluss auch viel über Abdis Familie erzählt wird, bin ich die ganze Zeit davon ausgegangen, dass beides irgendwie miteinander zusammenhängt. Wie genau, wusste ich natürlich nicht. Leider muss ich sagen, dass das Ende der Geschichte für mich jetzt nicht so ausgegangen ist, wie erwartet. Ich hatte mir irgendwie ein spektakuläreres Ende vorgestellt. So wurde ich leider ein wenig enttäuscht, weil die Autor es ja während des Buches auch geschafft hat, die Spannung aufrecht zu halten und den Leser dadurch animieren konnte, immer weiter zu lesen.
 
Zunächst war ich mir nicht sicher, warum die Autorin eigentlich das Thema "Flüchtling" im Buch mit aufnehmen wollte, weil in meinen Augen hätte die Geschichte rund um Noah und Abdi auch ohne diesen Punkt funktionieren können.
Dann habe ich mir nochmal die Kurzbeschreibung zu dem Buch im Internet durchgelesen und da ist mir aufgefallen, dass da viel mehr auf das Thema Fremdenfeindlichkeit Bezug genommen wird als im Buch selbst. Anscheinend wollte die Autorin dieses aktuelle Thema in das Buch mit einarbeiten, um zu zeigen, dass für die Allgemeinheit Abdi als Flüchtling für die Vorkommnisse am Fluss der Schuldige ist. Nur leider ist dieser Punkt in dem Buch so gar nicht rausgekommen. Es wurde zwar immer wieder dieses Thema aufgegriffen, aber nur andeutungsweise und nicht mit genug Nachdruck. Wenn die Autorin mit dieser Idee dem Leser zeigen wollte, wie manche Menschen über Flüchtlinge denken, dann hätte sie das viel mehr herausarbeiten müssen. Für mich war es einfach zu wenig, zu unterschwellig. Hier wäre "mehr" besser gewesen, denn man muss unsere Gesellschaft regelrecht auf ihre Fehler hinstoßen und nicht nur leicht schupsen.   
Natürlich kann man dann auch nachvollziehen, warum die Autorin so viel über die Flucht aus Somalia nach England, über den Aufenthalt in dem Flüchtlingslager sowie über das nicht ganz leichte Leben der Familie in England schreibt. Einfach um uns zu zeigen, dass die Menschen, die zu uns kommen, schon viel schlimmes erlebt haben. Man merkt einfach, dass dieses Thema der Autorin wichtig war, nur leider ist im Buch dann der ursprüngliche Handlungstrang ein wenig in den Hintergrund gerutscht und ich als Leser habe dadurch einfach gedacht, dass Abdis Familiengeschichte auch etwas mit dem Vorfall am Fluss zu tun hat. So hatte ich mich dann in etwas hinein gesteigert und ein fulminanteres Ende erwartet, als ich dann schlussendlich bekommen habe. 
 
 
Mein Fazit:
 
Das Buch beginnt ziemlich gut, die Spannung steigert sich im Verlauf des Buches, um dann aber am Ende des Buches meine Erwartungen nicht zu erfüllen.
 
Vielen Dank noch an den Knaur Taschenbuch-Verlag, der mir dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt hat.
 
Meine Bewertung:
(3 von 5 Sterne)

Sonntag, 29. Juli 2018

Lesestatistik Juli 2018

 
 
Diesmal bin ich ziemlich früh mit meiner Lesestatistik, denn der Juli ist ja noch gar nicht zu Ende. Aber ich weiß, dass ich in den nächsten zwei Tagen meine begonnenen Bücher nicht mehr beendet werde, so dass ich auch jetzt schon meine Lesestatistik online stellen kann. Diesen Monat habe ich insgesamt sieben Bücher beendet, was wirklich gut ist. Auch sind nur zwei neue Bücher bei mir eingezogen (hoffentlich ändert sich das in den nächsten zwei Tage nicht mehr ;-)), so dass mein SuB mal wieder geschrumpft ist. Leider geht das nicht ganz so schnell von statten wie ich mir das gewünscht habe. Trotzdem bin ich noch frohen Mutes, dass ich mein Jahresziel (ein SuB von 250 Büchern) auf jeden Fall noch schaffe. Drückt mir die Daumen!
 
Kommen wir nun zu meinen gelesenen Büchern im Juli:
 
1.
Bauherr sucht Frau von Julia Bähr (304 S.)
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Eine leichte Frauenlektüre für zwischendurch. Leider war das Buch für die Geschichte selbst irgendwie zu dünn, denn da hätte meiner Meinung nach noch viel mehr Inhalt da sein müssen, damit mich die Geschichte und ihre Charaktere wirklich packen bzw. begeistern können.
 
2.
Ein Ire in Paris von Jo Baker (352 S.)
Bewertung: 2 von 5 Sterne
Dieses Buch hat mich leider total enttäuscht und war deswegen auch mein Flop des Monats. Natürlich weiß ich, dass Bücher, die während des zweiten Weltkriegs spielen, nicht vor guter Laune sprühen, trotzdem fand ich, dass die Autorin die Geschichte zu trostlos und deprimierend erzählt hat. Mich hätte das Buch fast in eine Leseflaute katapultiert.  

3.
Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry von Rachel Joyce (379 S.)
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Dieses Buch lag schon etwas länger auf meinem SuB und da mein Mann gemeint hat, dass ich das Buch unbedingt mal lesen sollte, habe ich es mir dann geschnappt. Leider konnte mich aber auch dieses Buch nicht wirklich begeistern. Auch hier fand ich die Geschichte ein wenig traurig und der Funke wollte nicht so wirklich überspringen.
 
4.
Sommerhaus zum Glück von Anne Sanders (448 S.)
Bewertung: 3 1/2 von 5 Sterne
Nachdem mir "Mein Herz ist eine Insel" so gar nicht gefallen hat, war ich ein wenig skeptisch mit diesem Buch von Anne Sanders. Aber ich habe es probiert und wurde dafür belohnt. Mir hat die Geschichte rund um Elodie, Helen und Brandy gut gefallen und ich kann das Buch als Sommerlektüre empfehlen.
 
5.
Das Papierhaus von Carlos María Domínguez (89 S.)
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Bei diesem Buch hatte ich mal wieder das selbe Problem, das ich immer bei solchen Büchern habe - ich weiß nie, was der Autor mir damit sagen will. Mir hat sich der tiefere Sinn nicht erschlossen. Trotz allem fand ich Teile des Buches gar nicht mal schlecht, insbesondere die Absätze, in denen es ausschließlich um Bücher ging. Leider waren das nicht so viele, da die Reise des Hauptcharakters eher im Mittelpunkt stand.
 
6.
Die Liebe deines Lebens von Cecelia Ahern (384 S.)
Bewertung: 3 1/2 von 5 Sterne
Rezension folgt
Auch wenn mich Cecelia Ahern schon zwei Mal in diesem Jahr literarisch enttäuscht hat, habe ich noch ein Buch von ihr gelesen. Und was soll ich sagen - Alle guten Dinge sind drei! Die Story hat mir richtig gut gefallen und hat mich auch berührt. Dieses Buch der Autorin kann ich euch empfehlen.
 
7.
Die Erfindung der deutschen Grammatik von Rasha Abbas (160 S.) [E-Book]
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Am Ende des Monats gab es noch eine kleine Kurzgeschichtensammlung von Rasha Abbas. Alle Geschichte konnten mich nicht begeistern, aber bei einigen musste ich doch schmunzeln, weil wir Deutschen doch so einige Klischees erfüllen.
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Anzahl Bücher: 7
Gesamtseitenzahl: 2.116
Durchschnitt: gelesene Seiten pro Tag: 68 (Stand:31.07.2018)