Sonntag, 17. Juni 2018

Rezension: Cristina Di Canio - Die Buchhandlung der Träume

Erwartungen wurde nicht ganz erfüllt

 
Taschenbuch
Verlag: Goldmann Verlag
Seiten: 208
ISBN: 978-3442205318
Preis: € 15,00
 
 
Zum Inhalt:
 
Ninas Buchhandlung ist etwas ganz Besonderes: Nicht nur, dass sie alle möglichen skurrilen Persönlichkeiten anlockt und Nina die eine oder andere verrückte Erfahrung mit ihren Kunden machen muss, nein, bei ihr gibt es auch eine ganz besondere Aktion. Denn jeder Kunde kann dem nächsten Kunden der Buchhandlung ein Exemplar von demjenigen Buch schenken, das ihn am meisten bewegt hat - ohne zu wissen, wer der nächste Kunde überhaupt ist. Doch Nina muss auch feststellen, dass neben ihrem wunderbaren Leben als Buchhändlerin auch noch das Leben vor ihrem Laden existiert und das ist nicht immer so ganz einfach... 
 
 
Meine Meinung:
 
Wenn man - wie ich - buchverrückt ist und einen Großteil seiner Freizeit mit lesen verbringt, ist natürlich klar, dass einen dieses Buch mit dem Cover und dem Buchtitel einfach anspricht.
Man "landet" auch gleich zu Beginn mitten im Geschehen, und zwar in der Buchhandlung von Nina und erfährt direkt, warum Ninas Buchhandlung etwas Besonderes ist. Erzählt wird aber nicht aus Sicht von Nina, sondern aus der Sicht von Adele, einer älteren Dame, die viel Zeit in der Buchhandlung verbringt. Sie erzählt uns, was in der Buchhandlung passiert und was sie selbst in ihrem hohen Alter so alles beschäftigt.
Und das ist auch schon ein wenig der Knackpunkt, warum das Buch für mich nicht ganz funktioniert hat, denn ich hätte gerne die Geschichte aus Ninas Sicht erzählt bekommen. Denn oft fehlen mir die Gedanken von Nina, um die es für mich eigentlich hauptsächlich in dem Buch gehen sollte. Denn ihre Buchhandlung steht im Mittelpunkt der Geschichte - hier spielt sich so gut wie alles ab. Und deswegen ist für mich Nina auch der Hauptcharakter. Aber da man alles nur aus der Sicht von Adele erfährt und was ihr so durch den Kopf geht, rückt Adele immer ein wenig mehr in den Vordergrund und verdrängt dadurch Nina ein wenig. Natürlich ist auch Adeles Geschichte interessant. Man erfährt, wie sie Nina kennengelernt hat und wie ihr Leben im Ganzen verlaufen ist. Eine gute Idee, aber für ein anderes Buch. Oder man hätte bei der Kurzbeschreibung des Buches den Schwerpunkt auf Adele legen müssen und nicht auf die Buchhandlung. Deswegen wurden meine Erwartungen leider nicht erfüllt, weil ich einfach eine andere Geschichte erwartet habe.
 
Ich weiß auch nicht, ob es an der  zuvor beschriebenen Erzählweise lag oder an dem Schreibstil der Autorin selbst, aber irgendwie konnte ich zu den Charakteren keine wirkliche Beziehung aufbauen. Man weiß z.B. gar nicht richtig, wie Nina tickt, was in ihrem Kopf vorgeht. Auch die anderen Charaktere, wie Ninas Freundin Emma, lernt man kaum näher kennen. Am meisten erfährt man eigentlich über Adele, aber auch das war mir irgendwie zu wenig. Generell hat da irgendwie der Tiefgang gefehlt.
 
Außerdem würde mich mal interessieren, ob bei uns nur ein Teil eines Buches übersetzt wurde oder ob es in Italien noch einen Vorgänger-Band gibt, der nicht ins Deutsche übersetzt wurde, denn man wird regelrecht in die Geschichte reingeschmissen, ohne wirklichen Anfang. Man hat beim Lesen des Buches irgendwie das Gefühl, dass einem wichtige Informationen fehlen, Entwicklungen nicht wirklich gleich zu verstehen sind und Ereignisse aus der Vergangenheit nur kurz von den Protagonisten angesprochen werden. Ich habe nach dem Lesen der ersten paar Kapitel erstmal das Buch unterbrochen und nachgeschaut, ob es noch einen weiteren Band gibt, der vor diesem Buch spielt. Dies ist aber nicht der Fall. Für mich fehlen bei diesem Buch einfach der Anfang und das Ende. Nämlich auch das endet für mich ein wenig zu abrupt. Man könnte wirklich meinen, es wurde nur ein Teilstück eines Romans genommen, übersetzt und als Buch für den deutschen Markt veröffentlicht.
 
 
Mein Fazit:
 
Bei dem Buchtitel und der Aufmachung des Buches habe ich etwas anderes erwartet als das, was ich am Ende bekommen habe. Das was ich gelesen habe, war nicht wirklich schlecht, nur es war eben nicht das, was ich lesen wollte.
 
Vielen Dank an den Goldmann Verlag, der mir dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt hat.
 
 
Meine Bewertung:
(3 von 5 Sterne)

Sonntag, 10. Juni 2018

Rezension: Lucy Score - Mr. Fixer Upper: Bauplan für die Liebe

Gute Story mit kleinen Startschwierigkeiten


E-Book
Verlag: Forever
Seiten: 408
Preis: € 4,99
 
 
Zum Inhalt:
 
Paige und Gannon können nicht miteinander aber auch nicht ohneeinander, denn sie arbeiten bei der gleichen Reality-Renovierungsshow. Sie hinter der Kamera als Aufnahmeleiterin und er vor der Kamera als TV-Star - und beide haben einen ziemlichen Dickkopf, was die Umsetzung der Show angeht. Da bleibt es natürlich nicht aus, dass auch mal die Funken fliegen. Doch was zunächst nach purer Abneigung aussieht, entwickelt sich plötzlich zu etwas ganz anderem...
 
 
Meine Meinung:
 
Dieses Buch ist eigentlich von der Story her genau das richtige für mich: Ich mag Renovierungssendungen und lese gerne Liebesromane. Somit war auch relativ schnell klar, dass ich dieses Buch lesen muss.
 
Leider hatte ich gleich zu Beginn des Buches Schwierigkeiten in die Story reinzukommen, was zum größten Teil an dem Schreibstil lag. Manche Satzstellungen waren für mich so ungewöhnlich, dass ich jedes Mal in meinem Lesefluss gestört wurde, weil ich den Satz nochmal lesen musste, um ihn zu verstehen. Dies kam leider zu Beginn des Buches mehrfach vor, woraufhin ich natürlich die Befürchtung hatte, dass sich das durch das ganze Buch ziehen wird. Zum Glück war es nicht so, was mich positiv überrascht hat. Zum Ende hin kam es gar nicht mehr vor, was bei mir jetzt die Frage aufwirft, ob es an dem Schreibstil der Autorin lag oder an der Übersetzung.
 
Die Charaktere des Buches waren mir alle sympathisch, allen voran natürlich Paige und Gannon. An Paige hat mir gut gefallen, dass sie auf eigenen Beinen steht und nicht schmachten hinter einem Kerl herläuft. Manchmal ist sie auch etwas stur und steht sich damit selbst ein wenig im Weg, aber Paige merkt auch, wenn sie einen Fehler gemacht hat. Gannon ist auf der einen Art das typische Alpha-Männchen, kann aber auch seine gefühlvolle Seite zeigen. Beide haben einen ziemlichen Dickkopf, was natürlich auch zu einer oder anderen Auseinandersetzung im Buch führt. Auch die Nebenrollen hat die Autorin wirklich gut besetzt, z.B. Gannons Schwester Cat oder Paiges Mutter. Auch wenn sie nicht oft oder lange auftauchen, reichen die kurzen Beschreibungen aus, um zu wissen wie der Charakter tickt und welche Art Mensch er ist. Sowas gefällt mir, da ich mich nicht gerne an langen Beschreibungen aufhalte.
 
Die Story Drumherum hat mir gut gefallen, auch weil ernstere Themen in dem Buch angesprochen werden, wie z.B. Diskriminierung von Frauen in der TV-Branche. Natürlich ist es schön, einen tollen Liebesroman zu lesen, bei dem alles Friede-Freude-Eierkuchen ist. Aber mal ganz ehrlich - so ist das Leben nicht! Da finde ich es gar nicht verkehrt, wenn die Autorin auch ernstere Themen in einen Liebesroman mit aufnimmt. Ich finde sowas auch nicht schlecht für die Story, weil so ein wenig Abwechslung gegeben ist.
 
 
Mein Fazit:
 
Ein Liebesroman mit Startschwierigkeiten, die aber schnell verflogen sind. Sympathische Charaktere + nette Story = Gute Unterhaltung
 
 
Vielen Dank an Netgalley und dem Forever-Verlag, die mir dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt haben.
 
Bewertung:
 
(3 1/2 von 5 Sterne)
 

Mittwoch, 6. Juni 2018

Rezension: Nikolas Stoltz - DREAM ON - Marionetten

Ein guter 2. Teil

(Quelle: Nikolas Stoltz)


E-Book
Verlag: FeuerWerke Verlag
Seiten: 340
Preis: € 2,99

 
Zum Inhalt:

Das packende Abenteuer von Nick Quentin und Lena Delago geht in die zweite Runde. Während Lena ein Attentat auf Senator Howard Jackson aus unerklärlichen Gründen nicht verhindern kann, versucht Nick Quentin bei DREAM ON wieder Fuß zu fassen. Doch schon bald merken die beiden, dass ihr letztes Abenteuer noch nicht zu Ende ist. Doch wie hängt alles zusammen? Was planen ihre Gegner? Und können Nick und Lena sie noch rechtzeitig aufhalten?
 
 
Meine Meinung:
 
Gleich vorneweg: Hier handelt es sich um die Fortsetzung von "DREAM ON - Tödliche Träume" und auch wenn zu Beginn des Buches kurz geschildert wird, was im ersten Band passiert, halte ich es für ratsam, vorher den ersten Teil zu lesen, damit man auch wirklich alle Zusammenhänge versteht. (Meine Rezension zum ersten Teil findet ihr übrigens hier). Auch werden nicht alle Charaktere nochmal ausführlich "vorgestellt", was für mich als Leser des ersten Bandes ganz angenehm ist, weil sich nicht zu viel wiederholt. Für andere, die den ersten Band nicht kennen, kann da vielleicht die eine oder andere Information fehlen. Kurz um, wenn ihr dieses Buch lesen wollt, holt euch vorher den ersten Band. Ihr werdet auch nicht enttäuscht :-)
 
Im zweiten Teil trifft man auf so ziemliche alle Charaktere aus dem ersten Band, allen voran natürlich Nick Quentin und Lena Delago. Auch wenn zu Beginn des Buches beide versuchen, nach den Ereignissen aus Band 1 wieder im normalen Alltag Fuß zu fassen, merken sie doch recht schnell, dass das leichter gesagt als getan ist. Natürlich weiß der werte Leser des Vorgängerbandes, dass noch so einige Fragen offen sind und nicht alle Probleme und Hintermänner beseitigt wurden. Und genau diese offenen Fragen geht der Autor in diesem Buch an, aber nicht ohne eine ziemlich gute Geschichte Drumherum zu stricken.
 
Ich muss zugeben, dass ich am Anfang das Gefühl hatte, die Story schwächelt ein wenig, was vielleicht auch daran lag, dass das Besondere, die geschaffene Traumwelt von DREAM ON für mich als Leser nichts Neues mehr war. Was eben im ersten Band zusätzlich zu der Geschichte begeistern konnte, war hier eben schon bekannt. Also musste der Autor mich alleine mit der Geschichte überzeugen. Auch wenn die Story mit dem Attentat eigentlich gut gestartet ist, kam sie nicht wirklich von der Stelle. Irgendwie hatte ich das Gefühl, der Autor hatte am Anfang mit angezogenen Handbremse geschrieben. Zum Glück hat es er ungefähr nach einem Drittel des Buches gemerkt und hat dann richtig losgelegt. Ab da hat die Geschichte dann richtig Fahrt aufgenommen und ich konnte das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen, so dass es nach zwei Tagen auch schon beendet war.
 
In meiner Rezension zum ersten Band habe ich ja bemängelt, dass ich mit dem Charakter von Nick Quentin nicht so warm geworden bin, dafür aber mit Lena Delago. Diesmal war es eher ausgeglichen, was vielleicht auch daran liegt, dass mir beide schon bekannt sind und man niemanden neu kennenlernen musste. Die weitere Charaktere waren diesmal meiner Meinung nach mehr in den Hintergrund getreten, was ich jetzt aber nicht negativ fand. Der Autor hat seinen Fokus auf die zwei Hauptcharaktere gelegt, womit ich sehr gut leben kann.
 
Wie bereits beim ersten Teil hat mich auch hier der Schreibstil des Autors überzeugen können. Ab dem zweiten Drittel hat sich dieses Buch wirklich zu einem Pageturner entwickelt. Es war spannend und ich als Leser habe richtig mitgefiebert. Ob jetzt jede einzelne Szene oder Handlung wirklich 100%ig Sinn ergeben hat, mag ich jetzt nicht zu bewerten. Wenn man länger über gewissen Situationen oder Handlungen nachdenkt, könnte man natürlich darüber diskutieren, ob der Autor nicht den einfachsten Weg gewählt hat, ohne viel Begründung etc. Da solche Dinge für mich aber keine Auswirkungen beim Lesen selbst hatten, würde ich es nicht als negativ bewerten.
 
 
Mein Fazit:
 
Ein guter zweiter Teil, der zwar zu Beginn ein wenig Startschwierigkeiten hatte, aber dann doch richtig Fahrt aufgenommen hat. Allen, den der ersten Teil schon gut gefallen hat, kann ich die Fortsetzung nur empfehlen.
 
Vielen Dank an Nikolas Stoltz, der mir dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt hat.

Bewertung:

(3 1/2 von 5 Sterne)

Sonntag, 3. Juni 2018

Lesestatistik Mai 2018



Der Mai mit seinen vielen Feiertagen ist nun auch schon wieder passé. Dank der zusätzlichen Freizeit und ein paar Tagen Urlaub habe ich es im Mai geschafft, acht Bücher zu lesen! Mit dem Ergebnis bin ich wirklich zufrieden. Ein weiteres Buch hatte ich noch angefangen zu lesen, es aber nach der Hälfte abgebrochen und aussortiert, so dass insgesamt neun Bücher von meinem SuB verschwunden sind. Eigentlich eine ganz annehmbare Zahl, wenn nicht wieder so viele neue Bücher bei mir eingezogen wären. Diesmal waren es 7 Stück an der Zahl. Naja, wenigstens konnte mein SuB - wenn auch minimal - verkleinert werden.

Kommen wir aber nun zu meinen gelesenen bzw. abgebrochenen Büchern:
 
 
1.
Der Zauber zwischen den Seiten von Cristina Caboni (400 S.)
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Dieses Buch habe ich Rahmen der "Hello Sunshine"-Aktion vom Blanvalet-Verlag gelesen. Leider konnte mich das Buch nur in Teilen überzeugen, jedoch nicht im Ganzen. Mehr dazu erfahrt ihr in meiner Rezension.

2.
Wahrheit gegen Wahrheit von Karen Cleveland (352 S.)
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Im Mai gab es mal wieder einen Thriller zum Lesen. Die Idee war auch nicht schlecht, aber hier gab es einfach bei der Umsetzung zu viele Dinge, die nicht zusammengepasst haben bzw. nicht stimmig waren.

 3.
Der restliche Sommer von Max Scharnigg (240 S.)
Bewertung: 2 von 5 Sterne
Bei diesem Buch denkt man aufgrund der Kurzbeschreibung und der Aufmachung des Buches um einen unterhaltsamen Roman. Leider war dies aber nicht der Fall. Der Autor schildert aus der Sicht verschiedener Charakteren die Trennung zweier "Beziehungen" und den Neubeginn zwischen zwei der Charakteren die für mich eigentlich so gar nicht zusammengepasst haben. Jeder geht damit anders um und lebt sein Leben weiter. Ein wirklicher Sinn hinter diesem Buch hat sich für mich nicht wirklich erschlossen und die Stories haben mich auch nicht berührt.

4.
Der große Gatsby von F. Scott Fitzgerald (208 S.)
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Im Mai habe ich mal wieder zu einem Klassiker gegriffen. Bei diesem Buch war ich ein wenig hin und her gerissen, ob es mir gefällt oder nicht. Es gab Abschnitte in dem Buch, die mir zugesagt habe, aber auch welche, die ich nicht ganz verstanden habe. Ich glaube, ich werde das Buch irgendwann nochmal lesen und mir auch mal den Film anschauen. Vielleicht kann ich dann eher eine Entscheidung treffen.

5.
Christine Bernard. Die Legende vom bösen Wolf von Michael E. Vieten (296 S.)
Bewertung: 3 1/2 von 5 Sterne
Im Mai habe ich auch mal wieder ein Buch von Michael E. Vieten gelesen. Diesmal einen Krimi aus der Christine-Bernard-Reihe. Die Ermittlungen und die Kommissarin haben mir gut gefallen, nur das Thema "Wolf" war nicht ganz so meins. Ich denke, die weiteren Bände der Reihe werde ich mir auch irgendwann noch holen, weil der Schreibstil des Autors mir einfach zusagt.  

6.
Unsere Frau in Pjöngjang von Jean Echenoz (288 S.)
Bewertung: 3 1/2 von 5 Sterne
Ein etwas skurriler Roman, bei dem es etwas gedauert hat, bis ich mit ihm warm geworden bin. Aber im Großen und Ganzen hat er mich doch ziemlich gut unterhalten. Die Art wie Jean Echenoz die Story erzählt hat, war wirklich mal etwas anderes. Vielleicht werde ich auch mal zu seinen anderen Werken greifen.

7.
Das Mädchen, das in der Metro las von Christine Féret-Fleury (176 S.)
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Hier hatte ich mir ein Buch mit einem doch etwas anderen Inhalt vorgestellt. Viel mehr Unterhaltung und nicht ganz so düster. Auch sind 176 Seiten für diese Geschichte viel zu wenig. Hier konnten meine Erwartungen nicht ganz erfüllt werden.
 
8.
Wie ich mich auf einer Parkbank in einen bärtigen Mann mit sehr braunen Augen verliebte von Emmy Abrahamson (288 S.)
Bewertung: 3 1/2 von 5 Sterne
Am Schluss gab es noch nette Unterhaltung für zwischendurch. Eine etwas andere Liebesgeschichte mit ein wenig Tiefgang. Meiner Meinung nach eine passende Lektüre für den Sommer.
 
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Anzahl Bücher: 8
Gesamtseitenzahl: 2.248
Durchschnitt: gelesene Seiten pro Tag: 72 (Stand: 31.05.2018)

 
 
Abgebrochene Bücher:
 
1.
Die verlorene Bibliothek von A.M. Dean (448 S.) 
Die Kurzbeschreibung auf dem Schutzumschlag versprach ein Abenteuer a là Dan Brown. Nur irgendwie fand ich die Story ein wenig verworren, mit zu viel Charakteren. Teilweise wusste ich gar nicht, wer alles zu den Guten und wer zu den Bösen gehört. Deswegen habe ich nach der Hälfte des Buches es einfach abgebrochen. Ich hatte einfach keine Lust mehr weiterzulesen und bevor ich in eine Leseflaute rutsche, habe ich das Buch lieber abgebrochen.
 

Donnerstag, 31. Mai 2018

Rezension: Emmy Abrahamson - Wie ich mich auf einer Parkbank in einen bärtigen Mann mit sehr braunen Augen verliebte

Die Kraft der Liebe


 
Taschenbuch
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft 
Seiten: 288
ISBN: 9783423217262
Preis: € 9,95
 
 
Zum Inhalt:
 
Julia hat ein ziemlich eintöniges Leben in Wien: Sie ist Single, unterrichtet als Englischlehrerin für Erwachsene und versucht Tag ein, Tag aus irgendwie die Zeit mit ziemlich skurrilen Dingen, wie z.B. einem kostenlosen Hörtest, rumzukriegen. Alles ändert sich, als sie eines Tages Ben kennenlernt. Für Julia ist es einfach nur Liebe auf den erste Blick. Doch da gibt es ein kleines Problem, denn Ben lebt auf der Straße und riecht bei ihrem ersten Treffen nicht wirklich angenehm. Doch darüber kann man ja hinwegsehen, oder? 
 
 
Meine Meinung:
 
Als ich dieses Buch das erste Mal gesehen habe, hat es mich gleich angesprochen, ganz besonders durch den doch etwas langen Buchtitel. Natürlich habe ich mir auch gleich mal die Kurzbeschreibung zu Gemüte geführt und auch die hat mich einfach angesprochen, denn es ist keine ganz "normale" Love-Story. Kurz um: Das Buch musste gelesen werden.
 
Die Geschichte wird aus der Sicht von Julia erzählt, die eigentlich ein ziemlich eintöniges, ja sogar langweiliges Leben führt. Sie ist Single, trifft sich mit Leonore, die sie eigentlich nicht leiden kann, und macht noch so einige andere merkwürdige Dinge, um einfach nur die Zeit rumzukriegen. Man merkt ziemlich schnell, dass Julia jetzt nicht so der Draufgänger-Typ ist, sondern vielleicht eher so der Stubenhocker. Das ändert sich als Ben in ihr Leben tritt. Doch Ben ist nicht wie alle anderen Männer, denn er lebt auf der Straße bzw. in einer Hecke. Und er ist das genaue Gegenteil von Julia. Er ist offen gegenüber Menschen und scheut nicht das Abenteuer. Wenn zwei so unterschiedliche Menschen wie Julia und Ben aufeinandertreffen, sprühen natürlich nicht nur die Funken.
 
Die Autorin zeigt auf sehr unterhaltsame Weise, dass es manchmal nicht schlecht ist, aus seinem Schneckenhaus rauszukommen und auch mal links und rechts zu schauen. Gerade in einer Beziehung gehört es auch dazu, auf den Partner zuzugehen und sich auch ein wenig auf ihn und seine Art einzulassen. Natürlich soll man sich nicht ganz verstellen oder nur noch das machen, was der Partner will. Aber eine gewisse Kompromissbereitschaft sollte da sein. Auch Julia muss diese Erfahrung im Laufe des Buches machen. Man kann nicht immer nur nehmen, sondern muss auch bereit sein, etwas zu geben. Natürlich ist es bei so unterschiedlichen Charakteren nicht ganz einfach.
Auch zeigt die Autorin auf, dass in unserer Zeit und in unserer Gesellschaft Menschen, die auf der Straße leben, nicht als gleichwertig angesehen werden. Jedoch macht sie das ohne erhobenen Zeigefinger, sondern lässt es einfach in die Geschichte einfließen, was ich wirklich gut finde. 
 
Der Schreibstil von Emmy Abrahamson war leicht und angenehm zu lesen, so wie es sich für gute Unterhaltslektüre gehört. Man hat schnell einige Seiten gelesen und will das Buch auch gar nicht mehr weglegen, da man einfach wissen will, wie es weitergeht. Im letzte Drittel hatte ich ein wenig das Gefühl, dass der Autorin die Idee ausgehen und sie versucht, das Buch ein wenig zu "füllen", indem sie Ereignisse reinpackt, die jetzt nicht wirklich für den Verlauf der Geschichte maßgeblich sind, was ich ein wenig schade fand. Trotzdem hat mich dieses Buch und seine Geschichte wirklich unterhalten können.
 
 
Mein Fazit:
 
Gute Unterhaltung mit einer nicht ganz alltäglichen Liebesgeschichte. Genau das Richtige für den Sommer! 
 
 
Vielen Dank an die dtv Verlagsgesellschaft, die mir dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt hat.
 
Meine Bewertung:
(3 1/2 von 5 Sterne)
 

Sonntag, 27. Mai 2018

Rezension: Christine Féret-Fleury - Das Mädchen, das in der Metro las

Zu wenig Seiten


gebundene Ausgabe
Verlag: DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG
Seiten: 176
ISBN: 9783832198862
Preis: € 18,00
 
 
Zum Inhalt:
 
Auch in unserem digitalen Zeitalter gibt es sie noch: Die Menschen, die immer mal wieder gerne zu einem guten Buch greifen. Doch wer versteckt sich da hinter den Buchdeckeln? Was sind das für Menschen und wie sieht ihr Leben aus? Diese Fragen stellt sich Juliette immer wieder, wenn sie in der Metro Menschen beim Lesen beobachtet. Als sie eines Tages Soliman kennenlernt, erfährt sie, dass man nicht nur anhand eines Buches mehr über den Leser erfährt, sondern auch, dass man mit dem richtigen Buch dessen Leben beeinflussen kann. Juliette findet diese Idee einfach wunderbar und schließt sich Soliman und dessen "Buchkurieren" an...
 
 
Meine Meinung:
 
Die Story hat mich direkt angesprochen: Eine junge Frau, die gerne liest und der Gedanke, dass Bücher Einfluss auf das Leben von Menschen haben können. Ich mag einfach Bücher, in den es um Bücher geht.
 
Gleich zu Beginn des Buches sind wir auch schon direkt in der Story drin, denn man sitzt zusammen mit Juliette, der Hauptprotagonistin, in der Metro und beobachtet Menschen beim Lesen. Für mich schon mal ein sehr guter Einstieg, da ich, wenn ich Menschen irgendwo mit einem Buch sehen, z.B. immer wissen will, was sie lesen. Da bin ich schon ein wenig neugierig. Aufgrund dieses Bucheinstiegs hatte ich gleich zu Beginn einen guten Draht zu Juliette, der es wohl so ähnlich geht, wobei sie dabei auch noch die Menschen beobachtet und sich so ihre Gedanken macht.
Leider verlor sich im Laufe des Buches die Begeisterung für Juliette ein wenig, da sie für mich als Charakter irgendwie nicht klar definitiv war. Es ist schwierig zu beschreiben, aber man konnte eigentlich nicht wirklich sagen, was für ein Mensch sie ist. Ich glaube, sie lässt sich zu viel von anderen beeinflussen und setzt sich nicht wirklich durch. Teilweise hat man auch den Verdacht, dass sie nicht wirklich weiß, was sie will und wo die Reise hingehen soll. Zum Ende hin, fängt sich Juliette sehr überraschend, was für mich ein wenig zu schnell und teilweise auch ohne wirkliche Begründung erfolgt. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Juliette überwiegend ein nicht wirklich greifbarer Charakter war.
 
Da ich am Anfang des Buches von der Geschichte ja mehr als angetan war, konnte ich das Buch natürlich nach den ersten paar Seiten nicht einfach zur Seite legen, sondern wollte einfach weiterlesen. Leider muss ich dann aber so nach einer gewissen Zeit feststellen, dass die Stimmung des Buches sich verändert hat. Irgendwie haben gewissen Dinge und teilweise auch Protagonisten die Stimmung nach unten gezogen, teilweise schon ein wenig deprimierend. Diese Stimmung hat dann bis kurz vor Ende des Buches angehalten, was mir leider ein wenig den Lesespaß genommen hat.
Ich frage mich, was die Autorin dazu bewegt hat, die Geschichte so zu erzählen. Natürlich gibt es nicht nur Friede-Freude-Eierkuchen in dem Buch, so das es immer Situationen in der Story gibt, bei denen eine gute Stimmung fehl am Platz ist. Jedoch kann ich mir vorstellen, dass, wenn die Autorin vielleicht die Grundstimmung im Laufe des Buches nicht ganz so düster gehalten hätte, das Buch auch funktioniert hätte.
 
Außerdem hätten meiner Meinung nach diesem Buch definitiv ein paar mehr Seiten gut getan. Viele Situationen wurden nur kurz angeschnitten, Informationen wurden nicht an den Leser weitgegeben und manche Gedankengänge von Juliette haben sich mir nicht ganz erschlossen. Ich glaube, wenn das Buch doppelt so dick gewesen wäre, hätte die Geschichte mehr Tiefgang bekommen und hätte mich als Leser wahrscheinlich auch mehr berührt.
 
 
Mein Fazit:
 
Eine gute Idee, die für mich bei der Umsetzung aber zu wenig Tiefgang hat. Die Autorin hätte sich mehr in die Geschichte "einarbeiten" müssen, damit ich als Leser mehr Lesevergnügen habe.
 
 
Noch vielen Dank an den DuMont-Verlag, der mir dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt hat.
 
 
Meine Bewertung:
(3 von 5 Sterne)

Sonntag, 20. Mai 2018

Rezension: Michael E. Vieten - Christine Bernard. Die Legende vom bösen Wolf

Guter Krimi

Taschenbuch
Verlag: Acabus Verlag
Seiten: 296
ISBN: 9783862825660
Preis: € 14,00


Zum Inhalt:
 
Canis lupus - der Wolf. Viele Menschen verbinden mit diesem Tier sowohl Faszination als auch Angst. Auch Christine Bernard ist die Szene nicht ganz geheuer, als sie zum Wolfsgehege eines Tierparks gerufen wird. Denn dort wurden Teile einer menschlichen Leiche gefunden. Nur wie kamen sie da rein? Hat der Mensch sogar noch gelebt, als er auf die Wölfe getroffen ist? Und was hat der zweite Leichenfund im Hunsrücker Hochwald damit zu tun? Christine Bernard begibt sich auf Spurensuche...
 
 
Meine Meinung:
 
"Die Legende vom bösen Wolf" ist der vierte Band rund um die Ermittlerin Christine Bernard, der beim Acabus Verlag erschienen ist. Es gibt noch eine Art Vorgeschichte, nämlich die zwei Bände von "Atemlos", in denen man das erste Mal mit Christine Bernard Bekanntschaft macht. Ich kann euch auf jeden Fall vorab schon mal sagen, dass ihr diesen Band unabhängig von den vorhergehenden Büchern lesen könnt. Also, wenn euch die Story anspricht und ihr das Buch lesen wollt, könnt ihr ruhig zugreifen, ohne vorher die anderen Bücher gelesen zu haben.
An der einen oder anderen Stelle wird noch mal an die vorangegangenen Fälle von Christine Bernard erinnert, aber wirklich verraten wird da nichts. Natürlich kommen verschiedenen Personen in dem Buch vor, die wohl auch in den vorhergehenden Bänden "mitspielen", aber auch hier wird keine Vorkenntnis erwartet. Dank der kleinen Beschreibungen, die der Autor im Laufe des Buches einfließen lässt, weiß man schnell wer wer ist und wie der Charakter so tickt. 
 
"Die Legende vom bösen Wolf" ist nicht das erste Buch von Michael E. Vieten, das ich gelesen habe. Deswegen war mir klar, dass mir seine Art zu schreiben sehr gut gefallen wird. Er schafft es auch bei diesem Buch wieder, alles so bildhaft zu beschreiben, dass man das Gefühl hat, vor dem inneren Augen läuft eine Art Film ab. Was seinen Schreibstil angeht, hat mich der Autor noch nie enttäuscht, deswegen greife ich gerne und mit gutem Gewissen immer wieder zu seinen Büchern.
 
In dem Buch geht es - wie der Titel wohl schon erahnen lässt - auch um das Thema "Wölfe", wie z.B. die Neuansiedlung von Wölfen in unseren Wäldern. Das war jetzt leider nicht so ganz mein Thema. Ich bin jetzt vielleicht nicht der naturverbundenste Mensch und Tiere sind jetzt auch nicht mein Steckenpferd, so dass ich mich für dieses Thema nicht wirklich erwärmen konnte. Vielleicht auch, weil mir entsprechendes Hintergrundwissen gefehlt hat. Aber das ist natürlich Geschmackssache.
Da hat mir der klassische Teil des Krimis - sprich: die Suche nach dem Mörder - schon besser gefallen. Hier gab es wirklich spannende Szenen und die eine oder andere brenzlige Situation für Christine Bernard. Dieser Teil des Buches hat mir richtig gut gefallen und mich darin bestärkt, auch die anderen Bände endlich mal zu lesen.
 
 
Mein Fazit:
 
Ein guter Krimi mit einem Thema, das nicht ganz meinen Geschmack getroffen hat. Trotzdem kann ich dieses Buch empfehlen.
 
 
Vielen Dank noch an den Acabus Verlag und an Michael E. Vieten, die mir dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt haben.
 
 
Meine Bewertung:
(3 1/2 von 5 Sterne)