Sonntag, 6. Januar 2019

Jahresrückblick 2018/Vorschau auf 2019


 
Das (Lese-)Jahr 2018 ist schon vor ein paar Tagen zu Ende gegangen und gemeinsam mit euch möchte ich es kurz Revue passieren lassen. Im Großen und Ganzen bin ich ganz zufrieden mit meinem Lesejahr. Ich habe viele gute Bücher gelesen, neue Autoren kennengelernt etc. Jetzt kann ich nur hoffen, dass 2019 genauso gut wird. Aber kommen wir jetzt erstmal zu Jahresrückblick für 2018:

Gelesene Bücher:
Dieses Jahr kann ich mich wirklich nicht beschweren - ganze 79 Bücher habe ich gelesen! Eine ziemlich gute Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Ob ich dieses Ergebnis auch 2019 erreichen werden oder gegebenenfalls sogar toppen kann, ist fraglich, aber ich werde mir auf jeden Fall Mühe gehen.
 
Challenge:
An einer richtigen Challenge habe ich 2018 nicht teilgenommen. Das hat einen einfachen Grund: Ich mache mir dabei einfach zu viel Druck und habe dann auch in der Regeln nicht wirklich Lust, die mir vorgenommenen Bücher auch zu lesen. Lediglich bei der "SuB-Abbau-Liste" auf Lovelybooks mache ich seit 2012 immer wieder mit. Mal klappt es, mal nicht - in 2018 hat es mal wieder geklappt! Alle Bücher von der Liste wurden gelesen und es war sogar die eine oder andere positive Überraschung dabei.
2018 habe ich mich eher um meinen "alten" SuB gekümmert - sprich Bücher, die in den Jahren 2012 und 2013 bei mir eingezogen sind, wurden endlich mal gelesen. Alle habe ich nicht geschafft, aber einige, was mich auf jeden Fall motiviert weiterzumachen. 2019 will ich mir meine SuB-Neuzugänge aus dem Jahr 2014 vornehmen - derzeit genau 50 Bücher. Alle werde ich auch hier nicht schaffen, aber wenigstens ein Bücher will ich von meinem SuB befreien.
 
Abgebrochene bzw. aussortierte Bücher:
2018 war ich im Vergleich zum Vorjahr ein wenig rigoroser - fünf Bücher wurden ungelesen aussortiert und sieben Bücher wurden zwar angelesen, aber dann doch abgebrochen und aussortiert. Gerade bei Büchern, deren Thematik mich früher vielleicht angesprochen hat, heute aber nicht mehr, habe ich  nach ein paar Seiten doch recht schnell entschieden, die Bücher abzubrechen. Und das will ich 2019 auch so beibehalten. Ich habe mir vorgenommen, jedem Buch 100 Seiten lang die Chance zu geben, mich zu überzeugen. Wenn es das nicht schafft, wird es abgebrochen und aussortiert. Bei meinem SuB muss man da manchmal ein wenig konsequenter sein.
 
Neuzugänge:
Natürlich sind auch 2018 einige neue Bücher bei mir eingezogen, aber überraschenderweise weniger als 2017. Damit hatte ich nicht gerechnet. 2018 waren es insgesamt 49 Neuzugänge. Nicht gerade wenig, aber noch im Rahmen. Und auf meinem SuB befindet sich davon nur noch acht! So gefällt mir das.
 
SuB:
Obwohl doch so einige Neuzugänge bei mir eingezogen sind, kann ich einen richtigen SuB-Abbau vermeldet!! Der Start-SuB betrug 291 Bücher - am 31.12.2018 waren es nur noch 253!! Darüber bin ich wirklich happy. Denn es zeigt, dass es wirklich klappen kann mit dem SuB-Abbau, trotz Neuzugänge. Deswegen werde ich auch versuchen, 2019 es genauso anzugehen wie 2018, damit der SuB weiter schrumpft.
 
Gelesene Seite im Jahr:
Bei meiner letzten Jahresstatistik war ich mit der Gesamtseitenzahl ja nicht so zufrieden. Umso gespannter war ich natürlich, welches Ergebnis ich für 2018 aufweisen kann. *Trommelwirbel* Insgesamt waren es 28.105 gelesene Seiten! Fast 10.000 mehr als im Vorjahr!! Also auch hier kann man von einer Verbesserung sprechen. Statistisch gesehen sind das 2.342 gelesene Seiten im Monat. Ein ganz guter Wert. So kann es 2019 weitergehen.
 
Jahreshighlight:
Da muss ich nicht wirklich lange überlegen. Kein Buch konnte mich so begeistern und berühren wie dieses. Es ist auch das einzige Buch, dass 2018 eine Bewertung von 4 1/2 Sterne von mir bekommen hat - die beste Bewertung im ganzen Jahr! Es ist:
 
 
Kranichland von Anja Baumheier
 
Dieses Buch hat mich 2018 einfach nur begeistert. Meine Rezension zu dem Buch findet ihr hier.
 
Fazit/Vorschau:
2018 war wirklich ein gutes Lesejahr - SuB minimiert, viele Bücher gelesen etc. Da kann man nur hoffen, dass 2019 genauso gut wird. Viel ändern werde ich wohl nicht - hat ja letztes Jahr bereits alles gut geklappt :-) Eine Neuerung wird es aber geben, denn ich habe Ende letzten Jahres die Onleihe unserer ortsansässigen Bibliothek für mich entdeckt. Da gibt es so einige Bücher, die ich noch auf meinem Wunschzettel habe und die ich mir dann dort ausleihen möchte. Bei meinen Monatsstatistiken werde ich dann aber entsprechend vermerken, wenn das Buch von der Onleihe ausgeliehen wurde. Ich hoffe nur, dass ich dann auch weiter fleißig meinen SuB abbaue und nicht nur in der Onleihe stöbere - so wie momentan :-) Aber das wird schon.
 
 
Ich wünsche euch auf jeden Fall ein gutes Jahr 2019, dass alle eure Wünsche in Erfüllung gehen und dass ihr ganze viele tolle Bücher lesen werden.
 

Dienstag, 1. Januar 2019

Lesestatistik Dezember 2018

 
 
Ich wünsche euch ein gutes neues Jahr!! Ich hoffe, ihr seid gut reingerutscht.
Auch wenn wir schon das Jahr 2019 haben, möchte ich euch die Lesestatistik für den Dezember 2018 nicht vorenthalten. Leider fällt diese nicht ganz so umfangreich aus wie erhofft, was wohl auch daran gelegen hat, dass ich eine Woche krank und zu der Zeit zu absolut nichts zu gebrauchen war - nicht mal zum Lesen. Leider hat das auch dazu geführt, dass ich an meinem Jahresziel, was meinen SuB angeht, ganz knapp vorbeigeschrammt bin - mehr dazu aber in meinem Jahresrückblick. Trotzdem habe ich es im Dezember geschafft, ein paar Bücher von meinem SuB zu befreien. Welche genau erfahrt ihr jetzt:
 
 
1.
Gestohlene Liebe von Elisabeth Naughton (400 S.)
Bewertung: 2 1/2 von 5 Sterne
Der zweite Band der Trilogie konnte mich irgendwie nicht wirklich packen. Die Story hat sich irgendwie gezogen und der Schreibstil der Autorin ist wirklich anstrengend zu lesen.
 
2.
Smaragdgrün von Kerstin Gier (496 S.)
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Beim Abschlussband der Trilogie hatte ich das gleiche Problem wie beim zweiten Teil: Die Story hat sich irgendwie gezogen und es kam für mich nicht wirklich Spannung auf. Manche Dinge waren für mich auch etwas verwirrend und nicht verständlich erklärt.

3.
Traumfrau ahoi von Rachel Gibson (318 S.)
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Das erste Buch der Autorin, das mich nicht begeistern konnte! Ich fand besonders den weiblichen Hauptcharakter nervtötend und die Story war einfach zu konstruiert und teilweise auch ein wenig unrealistisch. Ich hoffe, dass mir das nächste Buch der Autorin wieder besser gefällt.

4.
Was man von hier aus sehen kann von Mariana Leky (320 S.)
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Ich weiß, dass dieses Buch 2017 ziemlich gehypt wurde und auch viele gute Rezensionen bekommen hat, aber mich konnte es leider nicht abholen. Ich habe den oft erwähnten Witz des Buches nicht entdeckt. Auch hat es gedauert, bis ich in der Story richtig drin war.
 
5.
Fast ein bisschen Frühling von Alex Capus (192 S.)
Bewertung: 3 1/2 von 5 Sterne
Das erste Buch, das ich von dem Autor gelesen habe und ich muss sagen, dass mich sein Schreibstil angesprochen hat. Es war irgendwie mal etwas anderes. Man wusste auch nicht so genau, wie das Buch ausgeht und wohin der Autor mit einem will. Ich werde mir Alex Capus auf jeden Fall merken.  
 
6.
Gestohlenes Vertrauen von Elisabeth Naughton (400 S.)
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Noch ein letzter Band einer Trilogie. Dieser Teil war auf jeden Fall schon mal besser als der zweite, konnte mich aber - wie die zwei Vorgänger-Bände - nicht wirklich abholen. Ganz schlimm fand ich auch hier den Schreibstil der Autorin - oder lag es am Übersetzer? Auf jeden Fall war der Satzbau sehr gewöhnungsbedürftig, was dazu führte, dass das Lesen wirklich anstrengend war.
 
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Anzahl Bücher: 6
Gesamtseitenzahl: 2.126
Durchschnitt: gelesene Seiten pro Tag: 69 (Stand: 31.12.2018)


Abgebrochene Bücher:

1.
1517 von Heinz Schilling (364 S.)
Diesem Buch habe ich zweimal eine Chance gegeben, da mich das Thema interessierte. Jedoch waren bereits die ersten 30 Seiten so trocken erzählt, dass ich bereits da wusste, dass das Lesen mehr eine Qual als ein Vergnügen wird. Und bevor ich mich aufgrund eines solchen Buches in eine Leseflaute stürze, wird es lieber abgebrochen und aussortiert.
 

Sonntag, 23. Dezember 2018

Weihnachtsgrüße!



Ich wünsche Euch frohe Weihnachten,
nicht ganz so viel Weihnachtsstress
und viel Zeit zum Lesen!

Dienstag, 18. Dezember 2018

Rezension: Anja Donnermeyer - Herzhaft backen ohne Mehl

Tolle Rezepte - ganz ohne Gluten
 
(Quelle: Verlag Eugen Ulmer)
 
broschiert
Verlag: Verlag Eugen Ulmer
Seiten: 128
ISBN: 978-3-8186-0413-4
Preis: € 19,90
 
 
Zum Inhalt:
 
Egal ob man eine Glutenunverträglichkeit hat oder sich einfach glutenfrei ernähren möchte - hier findet man passende Rezepte für den herzhaften Geschmack. Egal ob Pizza, Quiche oder Fingerfood - für jede Geschmack ist etwas dabei.
 
 
Meine Meinung:
 
Auf den 128 Seiten, die dieses Buch umfassen, findet man so einiges. Gleich zu Beginn - nämlich direkt im Buchumschlag - trifft man auf verschiedene Rezepte für die unterschiedlichsten Böden, z.B. Mandelboden. Hier hat man schonmal eine gute Auswahl um z.B. eine leckere Quiche zu zaubern. Und im Kochbuch selbst zeigt uns die Autorin, mit was man diese Böden belegen kann. Auch hier hat man viele verschiedene Möglichkeiten, denn man kann ja variieren: Ein anderer Boden, ein anderes Gemüse etc. Hier ist man nicht wirklich an die Vorgaben gebunden, sondern man kann einfach kombinieren, auf was man gerade Lust hat.
Manche Gerichte benötigen vielleicht etwas länger als andere, aber wirklich schwierig ist keins. So hat man immer die Möglichkeit, auch mal etwas "Schnelles" zu zaubern. Und es müssen auch keine ausgefallenen Zutaten besorgt werden. Alles gibt es ganz bequem im Supermarkt zu kaufen - oder man hat es eh schon Zuhause. Das ist auf jeden Fall ein Pluspunkt.
 
(Rezept: Pommes-Pizza)
 
Der einzige kleine negative Punkt ist, dass man bei dem einen oder andere Rezept ein bisschen aus dem "Bauch heraus" kochen muss, weil an der einen oder anderen Stelle Informationen fehlen, z.B. wie dick der Teig sein soll oder ähnliches. Aber da die Gerichte - bis auf eins - ganz gut gelungen sind und ich definitiv kein Kochprofi bin, gehe ich mal davon aus, dass die erfahrenen Köche da vielleicht wenige Probleme haben als ich. Geschmacklich haben mich die Rezepte definitiv überzeugt. Es war bisher nichts dabei, was nicht geschmeckt hat. Ich kann sogar sagen, dass mir diese Gerichte besser geschmeckt haben, als die "normalen" mit Gluten.
 
(Rezept: Burger-Rolle)
 
Wer mehr zum Thema Glutenunverträglichkeit erfahren möchte, sollte sich zusätzlich noch weitere Informationen einholen. Die Autorin geht auf den ersten drei, vier Seiten zwar auf das Thema ein, vertieft es jetzt aber nicht so sehr; was ich persönlich in Ordnung finde, da es ja ein Kochbuch und kein Ratgeber ist.
 
Bei anderen Rezension habe ich gelesen, dass die fehlenden Nährwertangaben bemängelt wurden. Da ich persönlich nicht darauf achte, ist dies für mich kein Kritikpunkt, trotzdem wollte ich kurz darauf hinweisen, weil ich nicht weiß, ob das für euch wichtig ist.
 
Ich persönlich kann dieses Kochbuch nur empfehlen und werde mir auf jeden Fall noch die weiteren Bücher der Autorin zu Gemüte führen.
 
 
Mein Fazit:
 
Tolle und leckere Gerichte ohne viel Schnickschnack - und vor allem ohne Gluten. Definitiv eine Empfehlung.
 
Vielen Dank an den Verlag Eugen Ulmer und an Lovelybooks, die mir dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt haben.
 
 
Meine Bewertung:
(4 von 5 Sterne)

Sonntag, 9. Dezember 2018

Lesestatistik November 2018


 
Sorry, dass ihr so lange auf meine Lesestatistik für den November warten musstet, aber letztes Wochenende hat mich eine fiese Erklärung niedergestreckt. Erst heute sitze ich endlich mal wieder an meinem Laptop und kann euch meine Lesestatistik präsentieren. Und der November war wirklich ein guter Lesemonat! Acht Bücher gelesen, eins abgebrochen und zwei aussortiert. Wie ihr sehen könnt, ist einiges zusammengekommen. Und da ich im November nur einen Neuzugang hatte, konnte ich meinen SuB wieder richtig minimieren, und zwar auf 260 Bücher!! Jetzt ist natürlich mein Ehrgeiz geweckt, dass ich dieses Jahr noch die 250-Marke knacke. Momentan sieht es sogar ziemlich gut aus.
 
Jetzt kommen aber erstmal meine gelesenen Bücher im November:
 
 
1.
Department 19 - Die Mission von Will Hill (496 S.)
Bewertung: 3 1/2 von 5 Sterne
Dieses Buch lag schon ziemlich lange auf meinem SuB und irgendwie hatte ich nie Lust es zu lesen, aber aussortieren wollte ich es auch nicht. Jetzt bin ich froh, dass ich es gelesen habe, denn es war wirklich nicht schlecht. Die Story hat zwar ein wenig gebraucht, bis ich drin war, aber dann wollte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen. Ich werde auf jeden Fall die Trilogie weiterlesen.

2.
Ein feuriger Verehrer von J.D. Robb (560 S.)
Bewertung: 4 von 5 Sterne
Im November war wieder ein Roman von J.D. Robb dabei. Und dieser Teil hat mir wirklich gut gefallen. Es war spannend, man wusste nicht wer der Täter ist und die Ereignisse haben sich beinahe überschlagen. Ein rasanter Thriller, den ich nur empfehlen kann.

3.
Sophies Tagebuch von Nicolas Remin (416 S.)
Bewertung: 3 1/2 von 5 Sterne

HIER geht's zur Rezension
Wieder ein Buch über die Vergangenheit und über die deutsche Geschichte. Bei diesem Buch bin ich leider so gar nicht mit dem weiblichen Hauptcharakter klargekommen, was leider dazu geführt hat, dass mich das ganze Buch nicht wirklich packen konnte.

4.
Tödlicher Irrtum von Patrick Burow (268 S.)
Bewertung: 3 1/2 von 5 Sterne

HIER geht's zur Rezension
Ein Thriller zum Thema "Justizirrtum". Das Buch hat definitiv gute Ansätze, auch spannende Stellen, aber es gibt auch so einiges was ich ein bisschen zu bemängeln hatte. Mehr erfahrt ihr in meiner Rezension.

5.
Gestohlene Rache von Elisabeth Naughton (431 S.) [ReRead]
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Da ich dieses Jahr die Trilogie von Elisabeth Naughton noch beenden will, wurde der erste Teil nochmal gelesen. Irgendwie hatte ich das Buch auch ein wenig besser in Erinnerung. Diesmal war in meinen Augen die Story ein wenig flach, die Charaktere waren okay - mehr aber auch nicht. Ich hoffe, die Folgebände werden besser.

6.
Saphirblau von Kerstin Gier (400 S.)
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Bei Trilogien ist es ja meistens so, dass der zweite Band der schlechteste Teil ist. Bei der Edelstein-Trilogie würde ich das leider auch so sehen. Für meinen Geschmack ist auf den 400 Seiten nicht wirklich viel passiert - es war lediglich eine Art Überbrückung zum dritten Teil. Mal gespannt, wie der so ist.

7.
Das geheime Prinzip der Liebe von Hélène Grémillon (256 S.)
Bewertung: 2 1/2 von 5 Sterne
Bei diesem Buch weiß ich wirklich nicht, was die Autorin mir damit sagen will. Die Story war einfach nur düster und deprimierend. Es gab nirgends ein Lichtblick oder etwas ähnliches. Vielleicht hat ja jemand von euch dieses Buch gelesen und kann mir sagen, was der Sinn dieses Buches ist.

8.
Die letzte Spur von Charlotte Link (636 S.)
Bewertung: 3 1/2 von 5 Sterne
Rezension folgt
Mein erstes Buch von Charlotte Link und ich war positiv überrascht. Die Autorin schafft es viele verschiedene Erzählstränge entstehen zu lassen, um diese irgendwann ineinander verweben zu lassen, ohne das dem Leser sich am Anfang der Zusammenhang erschließt. Wirklich nicht schlecht. Wobei ich sagen muss, dass ich schon recht früh geahnt habe, wie das Buch ausgehen wird.
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Anzahl Bücher: 8
Gesamtseitenzahl: 3.463
Durchschnitt: gelesene Seiten pro Tag: 115 (Stand: 30.11.2018)
 

Abgebrochene Bücher:

1.
Charleston Girl von Sophie Kinsella (496 S.)
Ich weiß, dass Sophie Kinsella eine vielgelesene Autorin ist, aber dieses Buch musste ich einfach abbrechen. Die Charaktere sind mir einfach zu sehr auf die Nerven gegangen und nach über 100 Seiten hatte ich wirklich keine Lust mehr auf das Buch.

Sonntag, 18. November 2018

Rezension: Patrick Burow - Tödlicher Irrtum

Gute Story, aber die Umsetzung ist ausbaufähig


Taschenbuch
Verlag: Edition M
Seiten: 268
ISBN: 9782919804542
Preis: € 9,99
 
 
Zum Inhalt:
 
Als das neue "Institut für Justizirrtümer" in Hamburg gegründet wird, sind auch Saskia Cornelius und Florian Hansen wieder von der Partie. Denn es gibt so einige Verurteilungen, die vielleicht einen zweiten Blick verdient haben. Wie zum Beispiel der Fall von Jan Virchow, der den Mord eines Mädchen gestanden und die Polizei zum Tatort geführt hat. Nun sitzt er in der Psychiatrie. Was zunächst wie ein klarer Fall mit einer logischen Verurteilung aussieht, entpuppt sich auf den zweiten Blick als nicht mehr ganz so eindeutig, denn Jan hat bei seinem Geständnis unter Medikamenteneinfluss gestanden und er hat ein Alibi. War er wirklich der Mörder? Und wenn nicht, wer war es dann?
 
 
Meine Meinung:
 
In "Tödlicher Irrtum" trifft der Leser auf die Jura-Studenten Saskia Cornelius und Florian Hansen, die bereits im Buch "Tödliche Schönheit" einem Justizirrtum auf der Schliche waren. Hierzu möchte ich kurz sagen, dass man dieses Buch auch dann lesen kann, wenn man den Vorgänger-Band nicht kennt. Es gibt zwar immer wieder kurze Rückblenden zu dem Fall, aber für das Verständnis dieses Thrillers ist eine Vorkenntnis nicht zwingend erforderlich.
Über die Hauptcharaktere Saskia und Florian erfährt der Leser, der sie noch nicht kennt, im Verlauf der Story viele Einzelheiten, die, um den Charakter kennenzulernen, eigentlich ausreichen. Saskia kommt aus gutem Haus und will ihrem Vater zeigen, dass sie als Tochter genauso viel wert ist, wie ein Sohn. Dafür lernt sie ohne Unterlass für ihr Jura-Studium. Florian ist eher das Gegenteil, denn er lässt sein Studium gerne ein wenig schleifen und hat bei weitem nicht so viel Elan wie Saskia. Als sie im neu gegründeten "Institut für Justizirrtümer" aushelfen, werden sie auf einen Fall aufmerksam, der auf den ersten Blick eigentlich kein Justizirrtum sein kann, denn der Täter hat ein Geständnis abgelegt und der Polizei den Tatort gezeigt. Doch die Schwester des Täters glaubt an die Unschuld ihres Bruders.
 
Bei dem Buch handelt es sich um keinen dicken Schmöker, an dem man wochenlang dran zu kauen hat. Die Kapitel sind relativ kurz - für meinen Geschmack zu kurz. Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten, dem Verlauf der Geschichte zu folgen, weil in jedem Kapital andere Personen und andere Handlungsstränge aufgetaucht sind. Außerdem wusste man ja noch nicht, wer wer ist. Das hat sich dann relativ rasch wieder gelegt. Trotzdem hätten dem Buch meiner Meinung nach längere Kapitel gut getan, da man dann mehr die Möglichkeit gehabt hätte, in die Geschichte einzutauchen und vielleicht auch mehr über die Charaktere zu erfahren, um diese besser kennenzulernen. Saskia und Florian lernt man zwar ansatzweise kennen, aber man kann sich nicht in sie hineinversetzen, weil man zu wenig darüber erfährt, was sie denken oder fühlen.
Die Story selbst fand ich eigentlich ganz gut, auch wenn für mich vieles zu leicht von statten ging, gerade was so Sachen wie Akten beschaffen, Auskünfte einholen, etc. anging. Wenn sich hier die Charaktere ein wenig mehr hätten anstrengen müssen, wäre es für mich realistischer gewesen. Es "flutschte" zu gut. Was den Autor aber nicht davon abgehalten hat, mich mitten im Buch auf eine ziemlich falsche Fährte zu locken. Da dachte ich zwischenzeitlich schon, dass der Täter gefasst ist, und das, obwohl ich noch das halbe Buch vor mir hatte. Also, wie man sieht, falsche Fährten legen kann der Autor. Ich sehe bei ihm auf jeden Fall Potenzial und kann mir auch gut vorstellen, dass die nächsten Bücher - was die Umsetzung angeht - besser werden.
 
 
Mein Fazit:
 
Die Idee und die Story finde ich wirklich gelungen, jedoch würde es meiner Meinung nach dem Buch gut tun, wenn es mehr Seiten hätte, auf denen man die Charaktere besser kennenlernt und auf denen es den zwei "Ermittlern" nicht alles so leicht von der Hand geht.
 
 
Vielen Dank an Patrick Burow, der mir dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt hat.
 
Meine Bewertung:
(3 1/2 von 5 Sterne)

Sonntag, 11. November 2018

Rezension: Nicolas Remin - Sophies Tagebuch

Leichte Anlaufschwierigkeiten

(Quelle: Kindler Verlag)
gebunden
Verlag: Kindler Verlag
Seiten: 416
ISBN: 9783463406954
Preis: € 20,00


Zum Inhalt:
 
Berlin, 1989: Als Erika erfährt, dass ihr Vater verstorben ist, weiß sie noch nicht, dass ihr Leben sich grundsätzlich ändern wird. Im Nachlass ihrer Eltern findet sie alte Tagebucheinträge ihrer Mutter. Sie datieren von 1939 bis 1945 - zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Sophie, Erikas Mutter, erzählt von ihrem Leben in Berlin, über ihre Ehe mit Ulrich und ihre Freundschaft zu Ulrichs jüdischen Schulkamerad, Felix Auerbach. Noch ahnt Erika nicht, dass diese Aufzeichnungen bis ins Jahr 1989 Auswirkungen haben werden - ganz besonders für sie.
 
 
Meine Meinung:
 
Zu Beginn des Buches lernen wir Erika kennen, die gerade erfährt, dass ihr Vater verstorben ist, zu dem sie schon seit ihrer Jugend keine wirklich gute Beziehung hatte. Erika kann man eigentlich als Mauerblümchen mit dicker Brille und wenig vorteilhafter Kleidung beschreiben, die als geschiedene Lehrerin ihr Dasein fristet.
Doch vieles ändert sich für Erika nach dem Tod ihres Vaters, insbesondere als sie beim Stöbern in ihrem Elternhaus alte Aufzeichnungen Ihrer Mutter aus den Jahren 1939-1945 findet.
 
Erika war mir zu Beginn des Buches nicht wirklich sympathisch. Es hat sich zwar etwas im Laufe des Buches gebessert, aber im wahren Leben wären wir wohl keine Freundinnen geworden. Sie wirkt sehr unterkühlt und lässt zu Beginn kaum Gefühle zu. Ich frage mich, ob das auch an ihrer Kindheit gelegen hat. Ihre Mutter ist früh verstorben und ihr Vater hat sie in ein Internat gesteckt. Auch ihre Ehe war nicht glücklich. Solche Ereignisse prägen natürlich einen Menschen. Zum Ende des Buches hin öffnet sie sich immer mehr und zeigt auch Gefühle. Wahrscheinlich wollte der Autor aufzeigen, dass der Charakter nach dem Tod des Vaters anfängt, aus dem Dornröschen-Schlaf zu erwachen. Das merkt man auch daran, dass Erika sich im Verlauf des Buches immer mehr Gedanken um ihr Äußeres macht: Die Brille verschwindet, die unförmigen Parka werden ersetzen etc. Nur frage ich mich, warum sie sich so stark verändert und warum so direkt nach dem Tod ihres Vaters? Diese Frage lässt der Autor meiner Meinung nach unbeantwortet.
 
In den Tagebucheinträgen von Sophie erfährt man einiges über ihr Leben in Berlin zur Zeit der Nazis. Wirklich Gefahr, insbesondere einen 2. Weltkrieg, sieht zunächst niemand. Auch Sophie ist eine Anhängerin Hitlers und Parteimitglied. Irgendwie wirkt Sophie was das angeht ziemlich naiv und leichtgläubig. Wobei ich glaube, dass der Autor hier aufzeigen wollte, dass viele gar nicht wussten oder einschätzen konnte, was zur damaligen Zeit wirklich geschah und was auf sie zukam. Als der Krieg in vollem Gange war, wurde auch Sophie jäh vor Augen geführt, was in Deutschland passierte.
Was mich ein wenig gestört hat, war, dass der Autor irgendwann angefangen hat, die Tagebucheinträge von Sophie am Ende eines jeden Kapitels von Erika zusammenzufassen lassen. Da hat sich mir der Sinn nicht ganz erschlossen. Ich weiß doch noch, was ich gerade gelesen habe. Er spiegelt damit auch nicht die Gedanken oder Gefühle von Erika wieder, weil diese wirklich nur den Text aus dem Tagebuch zusammenfasst. Was mich dann wieder zu der doch etwas gefühllosen Art von Erika zurück kommen lässt.
 
Worüber ich auch ein wenig rätsele, ist, warum der Autor das Buch in Berlin zum Zeit des Mauerfalls spielen lässt. Wirklich ein Zusammenhang gab es nicht für mich. Natürlich ist mir bewusst, dass er das Buch nicht zur heutigen Zeit spielen lassen kann, weil dann die Zeitzeugen wohl zu alt gewesen wären.  
 
Abschließend möchte ich noch sagen, dass der Schreibstil des Autors wirklich gut war; die Story hat sich leicht und flüssig lesen lassen. Auch konnte mich die Geschichte ab der zweiten Hälfte packen, da ich wissen wollte, wie die Aufzeichnungen von Sophie enden.
 
 
Mein Fazit:
 
Ein Roman, der vielleicht auch aufzeigen will, wie leicht wir Menschen uns manipulieren lassen und wie schnell wir etwas glauben ohne zu hinterfragen.
 
Vielen Dank an den Kindler Verlag, der mir dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt hat.
 
 
Meine Bewertung:
(3 1/2 von 5 Sterne)