Sonntag, 5. November 2017

Rezension: Marc-Uwe Kling - Qualityland (helle Edition)

Gute Idee, aber chaotische Umsetzung



(Quelle: Amazon)
E-Book
Verlag: Ullstein
Seiten: 385
ASIN: B071DZRL5G
Preis: € 14,99


Zum Inhalt:

Qualityland - unsere baldige Zukunft! Hier muss der Mensch keine Entscheidungen mehr treffen, denn dafür sind Maschinen bzw. Roboter da. Und dies gilt für alle Lebenslage, z.B. Konsumgüter, Kindererziehung oder sogar die Liebe. Algorithmen sei dank! Doch was ist, wenn diese mit dem Menschen nicht übereinstimmen? So zumindest geht es Peter Arbeitsloser, der immer mehr das Gefühl bekommt, dass diesem System auch mal Fehler unterlaufen können. Doch wie soll er das beweisen? Denn jedoch weiß doch: Maschinen machen keine Fehler...
 
 
Meine Meinung:

"Qualityland" ist bisher das einzige Buch, das ich von dem Autor gelesen habe. Deswegen weiß ich auch nicht, ob es seine Art ist, so zu schreiben oder ob es nur in diesem Fall so war. Auf jeden Fall habe ich mir beim Lesen des Buches ein wenig schwer getan. Man bekommt auf nicht mal 400 Seiten so viele Informationen an den Kopf geschmissen, dass ich als Leser teilweise überfordert war. Manchmal hat mich das Buch sogar ein wenig "gestresst", da sowie auf mich einprasselte, was ich erstmal verarbeiten musste. Es kamen oft auch versteckte Anspielungen, die mich ein wenig überfordert habe, denn man hatte das Gefühl, in jedem zweiten Satz müsste eine drinstecken. Man hat dann irgendwie mehr drauf geachtet, als das man dem Verlauf der Geschichte gefolgt ist. Besonders störend fand ich auch die ganzen technischen Begriffe bzw. Erklärungen. Ich als Laie habe da nur Bahnhof verstanden, auch wenn der Autor einiges versucht hat zu erklären.
Ich weiß nicht, ob dem Buch mehr Seiten gut getan hätte, damit man die Geschichte ein wenig entzerrt und Ruhe in das ganze Chaos bringt. Denn eigentlich ist die Story, die dieses Buch erzählt, in meinen Augen eine gute Möglichkeit die Menschen einmal aufzurütteln und zu zeigen, wohin die ganze technologische Entwicklung uns bringen kann. Manche Dinge sind ja jetzt schon reell und wenn man vor Augen gehalten bekommt, wo uns das Ganze hinführen kann, wird man schon nachdenklich. Ich habe auch nichts dagegen, wenn der Autor dies mit ein wenig Humor würzt - wenn es gut gemacht ist. Und da hapert es ein wenig.

Die Geschichte wird in drei Handlungsstränge erzählt, wobei die Geschichte rund um Peter Arbeitsloser für mich die wichtigste war. Hier wird einfach aufgezeigt wie ein Normalbürger unter den ganzen Großkonzernen und ihren technischen Gerätschaften leidet bzw. auch gelenkt wird. Oft habe ich mir beim Lesen gedacht, dass diese Szenen auch schon im heutigen Leben vorkommen können. Wenn man dann noch aufgezeigt bekommt, wohin das alles uns noch führen kann, überlegt man wirklich, ob das der richtige Weg ist.
Die zwei weiteren Handlungsstränge fand ich teilweise überflüssig bzw. hätte man auch in wenigen Textpassagen beleuchten können. Ganz streichen wäre wohl nicht möglich gewesen, da alle drei am Schluss ineinanderlaufen. Wobei ich mir nicht so ganz sicher bin, was der Autor mit dem Ende bezwecken wollte.

Als wirklich zusammenhängende Geschichte bzw. als Roman würde ich dieses Buch nicht titulieren, denn es fängt für mich irgendwo mittendrin an und hört irgendwo auf. Für mich ist kein fließender Text im Ganzen entstanden. Was wirklich schade ist, denn die Idee und gewisse Textpassagen sind wirklich gut. Warum dann am Schluss ein total chaotisches und leider nicht mehr überzeugendes Buch herausgekommen ist, ist mir schleierhaft.
 
 
Mein Fazit:

Idee super, Umsetzung chaotisch. Ich hatte mir von dem Buch wirklich mehr erhofft.

 
Meine Bewertung:
(3 von 5 Sterne)
 
 
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