Sonntag, 25. Februar 2018

Rezension: Dawn French - Irgendwas geht immer

Nicht ganz mein Lesegeschmack


(Quelle: Amazon)

Taschenbuch
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Seiten: 368
ISBN: 9783548283777
Preis: € 9,99


Zum Inhalt:
 
Die liebe Familie! Auch wenn man nach außen hin versucht, als ein großes Ganzes zu wirken, so hat doch jedes Familienmitglied seine eigenen Probleme. So auch die Familie Battles. Mutter Mo, Tochter Dora und Sohn Peter alias Oscar versuchen ihren Alltag mehr schlecht als recht zu meistern und lassen uns an ihrem Familienleben teilhaben.
 
 
Meine Meinung:
 
Bisher bin ich in den meisten Fällen mit britischen Autoren und ihren Büchern nicht so wirklich warm geworden. So war es leider auch hier. Es lag noch nicht einmal am Schreibstil, der ziemlich flüssig war und man dadurch gut durchs Buch kam. Eher war es - mal wieder - der Witz. Anscheinend kann ich mit dem britischen Humor nicht wirklich etwas anfangen. Wenn ich die Rezensionen der anderen Leser dieses Buches durchstöbere, frage ich mich teilweise, ob die ein anderes Buch gelesen haben. Aussagen wie "Das Buch sprüht vor Witz" kann ich für mich leider gar nicht unterschreiben. Bei mir war es eher so, dass die Story mehr so vor sich hindümpelte, am Schluss ein wenig an Fahrt aufnahm, aber mich nie wirklich gut unterhalten konnte.
Man erlebt das Familienleben aus drei Perspektiven in einer Art Tagebucheinträge, und zwar aus der Sicht von Mo, Dora und Peter alias Oscar. In den kleinen Kapitel erfährt man immer abwechselnd etwas über die Probleme und Gedanken des jeweiligen Protagonisten. An sich vielleicht eine gute Idee, aber irgendwie ergibt alles zusammen für mich kein großes Ganzes. Gerne hätte ich z.B. gelesen, wie jeder von den Charakteren die selbe Situation sieht, um vielleicht auch besser die ganze Familie zu verstehen. Aber leider findet keine wirkliche Verstrickung zwischen den Kapiteln statt, sondern jeder Erzählstrang wird für sich weiter erzählt, was ich ein wenig schade finde, denn es geht in diesem Roman ja um die Familie. Auch finde ich die Charaktere teilweise ein wenig überzogen. Natürlich hat man als Teenager so seine Probleme mit der Liebe, mit seinem eigenen Ich und vielen anderen Dingen. Aber das Verhalten, was Dora und Peter alias Oscar an den Tag legen, finde ich schon ziemlich übertrieben. Mo, die Mutter, die ein wenig in eine Selbstkrise schlittert, kann ich da schon eher verstehen. Trotzdem wurde meiner Meinung nach auch bei ihr der Bogen ein wenig überspannt. Manchmal ist weniger bekanntlich mehr.
 
Ein weiterer Kritikpunkt ist die Kurzbeschreibung für dieses Buch. Für mich werden schon zu viele Geschehnisse verraten, die wirklich erst sehr spät im Buch vorkommen. Meiner Meinung nach hat der Verlag hier schon zu viel verraten. Wenn man aber ehrlich ist, was hätte man auch schreiben sollen? Denn wirklich viel passiert in diesem Buch nicht. Man kann sogar sagen, dass die Geschichte ein wenig vor sich in dümpelt. Keine Spannung, keine wirklichen Hochs und Tiefs - einfach nichts.
 
 
Mein Fazit:
 
Mich konnte dieses Buch nicht überzeugen. Der Schreibstil war ganz okay, aber der Humor und die Story selbst haben sehr zu wünschen übrig gelassen.
 
 
Meine Bewertung:
(3 von 5 Sterne)

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