Sonntag, 18. Februar 2018

Rezension: Mats Federberg - Chef, ich bin dann mal Windeln wechseln

Ein paar mehr Seiten wären schön gewesen

(Quelle: Amazon)

E-book
Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS
Seiten: 157
ASIN: B074PRWPQP
Preis: € 3,99


Zum Inhalt:
 
Das Leben als Vater einer zweijährigen Tochter hat es in sich! Wer es nicht glaubt, kann es in diesem Buch von Mats Federberg nachlesen und wird sein blaues Wunder erleben. Denn hier wird der Vater nicht verschont. Doch Mats Federberg versucht mit Witz und Humor den alltäglichen Aufgaben, die ein Kleinkind so mit sich bringen, zu trotzen. Und das ist wirklich leichter gesagt, als getan.
 
 
Meine Meinung:
 
Ich lese gerne zwischendurch auch mal lustige und unterhaltsame Bücher. Dabei ist mir aufgefallen, dass der Seitenumfang solcher Bücher immer relativ gering ist. Warum eigentlich? Haben die Autoren Angst, dass ihnen ihr Humor ab Seite 300 plötzlich abhanden kommt? Natürlich besteht immer die Gefahr, dass man es übertreibt und der Leser irgendwann von dem Buch genervt ist, aber das so etwas nicht passiert, ist eben die hohe Kunst des guten Schreibens.
Mats Federberg gehört meiner Meinung nach schon zu den Autoren, die wissen was sie tun, nur glaube ich, dass er nicht mutig genug ist. Denn warum hat er die - doch sehr unterhaltsame - Story über das Leben mit seiner Tochter nicht ein paar mehr Seiten gegönnt? Ich für meinen Teil fand die einzelnen Kapitel teilweise doch sehr kurz - nicht mal eine Seite auf dem E-Reader. Die Idee bzw. die Story, die hinter jedem Kapitel steckt, hat definitiv das Potenzial, auf mehrere Seiten erzählt zu werden. Wie bereits oben beschrieben, besteht da natürlich die Gefahr, es zu sehr in die Länge zu ziehen und damit den Leser zu langweilen. Aber wenn man sich - wie bei diesem Buch - zu kurz fasst, hat man das Problem, dass der Leser überhaupt nicht in die Geschichte reinkommt. So nach dem Motto: Neues Kapitel, neues Thema - schwupps, zu Ende! Hier sollte man wirklich versuchen, einen guten Mittelweg zu finden. Denn die Art wie Mats Federberg schreibt und auch die Story in dem Buch finde ich gelungen. Gerade deswegen sollte dieses Buch mehr Seiten haben, damit ich als Leser auch mehr Lesevergnügen habe. Doppelt so viel Seiten wären meiner Meinung nach perfekt. Da würde man vielleicht auch mehr über die Familie erfahren, über das Umfeld etc. So hätte man einen größeren Bezug zu den Charakteren und hätte besser mit ihnen mitfiebern und mitfühlen können. Nur zur Klarstellung: Auch auf den wenigen Seiten hatte ich schon Mitgefühl mit dem Vater - besonders zum Ende hin. Aber oft konnte man aufgrund der wenigen Sätze zu einzelnen Szenen gar keine Gefühle entwickeln.
Humor war vertreten, wenn auch nicht in Übermaß, was wohl auch wieder der geringen Seitenzahl zu schulden ist. Ich konnte das eine oder andere Mal schmunzeln - ein herzhafter Lacher war aber nicht dabei.
 
Mats Federberg kann meiner Meinung nach schreiben und hat Witz im Blut. Ich hoffe nur, dass er es bei seinen nächsten Werken schafft, den Humor hochzuhalten und den Büchern ein paar mehr Seiten zu schenken. Dann werde ich bestimmt auch wieder zu einem "Federberg" greifen.
 
 
Mein Fazit:
 
Idee: gut, Humor: Schmunzler garantiert, Seitenzahl: definitiv ausbaufähig. Wer auf ein kurzes, humoristisches Buch Lust hat, ist hier richtig.
 
Meine Bewertung:
(3 von 5 Sterne)


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