Sonntag, 29. April 2018

Rezension: Kirsten Fuchs - Signalstörung

Mein Lesegeschmack wurde nicht ganz getroffen


gebunden
Verlag: Rowohlt Berlin
Seiten: 224
ISBN: 9783737100441
Preis: € 18,00
 
 
Zum Inhalt:
 
Kirsten Fuchs hat es wieder getan! Ein neues Buch der  Autorin mit vielen neuen Kurzgeschichten ist erschienen, in denen es um das gewöhnliche aber auch ungewöhnliche Leben eines ganz normalen Menschen wie du und ich geht. Jeder erzählt seine Story, vom Besuch im Jobcenter, dem Campingurlaub oder der Begegnung mit einer Obdachlosen. Ganz alltägliche Dinge werden in diesem Buch auf eine nicht alltägliche Art und Weise erzählt.
 
 
Meine Meinung:
 
Auf dieses Buch bin ich dank verschiedener Social-Media-Kanäle aufmerksam geworden. Vorher war mir die Autorin gänzlich unbekannt, aber Dank des Internets war diese Wissenslücke schnell gestopft. Sehr unterhaltsam fand ich ihre Auftritte auf der Poetry-Slam-Bühne. Ihr Witz hat mich angesprochen - genauso wie die Kurzbeschreibung ihres Buches, deswegen habe ich es mir zu Gemüte geführt.
 
Ich muss gleich vorweg sagen, dass meine Erwartungen leider nicht ganz erfüllt wurden. Den Humor, den Kirsten Fuchs auf der Bühne unheimlich gut rüberbringen kann, schafft sie leider in ihrem Buch nur sehr selten. Natürlich kann man einen Auftritt, bei dem man sich berieseln lassen kann, nicht vergleichen mit ein paar bedruckten Seiten, bei denen der Leser auch ein wenig selbst dafür Sorge tragen muss, dass die Story unterhaltsam rüberkommen muss. Man muss die Betonung, die kleinen Pausen und auch ein wenig die Stimmlage der Autorin einfach selbst beim Lesen mit dazugeben, damit die Geschichten wohl den selben Effekt haben, wie die Auftritte von Kirsten Fuchs. Mir selbst ist das leider nicht gelungen - vielleicht auch deswegen, weil ich noch nicht so den Bezug zu der Autorin habe. Wenn man vielleicht schon mehr von ihr gelesen und vielleicht auch schon ein paar Auftritte von ihr gesehen hat, dann kann dieses Buch vielleicht auch ganz anders rüberkommen.
 
Aber auch wenn das Buch mich nicht im Ganzen überzeugt hat, kann ich trotzdem behaupten, dass die eine oder andere Kurzgeschichte mich unterhalten konnte. Der Humor von Kirsten Fuchs ist wirklich etwas speziell, was vielleicht auch dazu geführt hat, dass nicht jede Geschichte meinen Geschmack getroffen hat. Außerdem darf man nicht außer Acht lassen, dass nicht alle Geschichten unbedingt als humoristisch anzusehen sind. Es gibt auch ernste Themen oder Geschichten mit Tiefgang. Und die eine oder andere Geschichte hat mich auch etwas fragend zurück gelassen, weil ich mir nicht ganz sicher bin, was mir die Autorin damit sagen will. Also, wie ihr sehen könnt, ist dieses Buch doch sehr facettenreich.
 
 
Mein Fazit:
 
Kirsten Fuchs ist in meinen Augen eine spezielle Autorin, die vielleicht nicht immer den Geschmack des Lesers trifft. Und gerade deswegen bin ich der Meinung, dass jeder sich selbst ein Bild machen sollte, ob ihm diese Art des Schreibens gefällt oder nicht.
 
 
Noch vielen Dank an den Rowohlt-Verlag, dass er mir dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt hat.
 
 
Meine Bewertung:
(3 von 5 Sterne)

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