Dienstag, 15. Mai 2018

[Werbung] Rezension: Cristina Caboni - Der Zauber zwischen den Seiten

Nicht alles konnte mich verzaubern

(Quelle: Randomhouse)

Taschenbuch
Verlag: Blanvalet
Seiten: 400
ISBN: 978-3-7341-0584-5
Preis: € 9,99
 
 
Zum Inhalt:

Ein altes Buch, ein geheimer Brief und die Suche nach weiteren Puzzleteilen - genau das braucht Sophie, um ein wenig Ablenkung von ihrem Leben zu bekommen, denn das verläuft gerade nicht so wie gedacht. Umso mehr vertieft sich Sophie in den Brief von Clarice, die im 19. Jahrhundert gelebt hat, und begibt sich auf eine Reise durch Europa um mehr über diese geheimnisvolle Frau zu erfahren.


Meine Meinung:

Wie so viele andere Bücher, die derzeit erscheinen, ist dieses Buch in zwei Handlungsstränge aufgeteilt. Einer spielt zu unser Zeit. Hier lernen wir auch gleich zu Beginn des Buches Sophie kennen, die mit ihrem Leben mehr als unzufrieden ist - besonders mit ihrer Ehe. In der Kurzbeschreibung wird sie als schüchtern beschrieben, was meiner Meinung nach nicht die richtige Bezeichnung für sie ist. Ihr Problem ist einfach, dass sie in den letzten Jahren nicht sie selbst sein konnte und zurückstecken musste. Da konnte sie einfach die echte Sophie nicht zeigen und musste sie sogar "verstecken". Nachdem sie sich nun von ihren Fesseln befreien konnte, hat sie jetzt meiner Meinung nach einfach Schwierigkeiten sich einfach wieder umzustellen und frei zu leben. Das hat für mich aber nichts mit Schüchternheit zu tun.
Im zweiten Erzählungsstrang lernen wir Anfang des 19. Jahrhunderts Clarice als junges Mädchen kennen, das gerade seinen ganze Familie verloren hat. Sie wächst bei ihrem Onkel und ihrer Tante auf, die aber nicht wirklich die Familie ersetzen können. In Clarices Leben herrscht viel Dunkelheit. Der einzige Lichtblick in ihrem Leben ist die Buchbinderei im Nachbarhaus, denn Bücher faszinieren Clarice schon von klein an. Im Verlaufe des Buches wächst Clarice zu einer Frau heran und wir begleiten sie dabei.
Beide Geschichten verknüpfen sich dadurch, dass Sophie von einem Buchhändler ein alte Ausgabe eines Buches des Autors Christian Flohr (hier hat sich die Autorin wohl ein wenig vom Lebenslauf des Künstlers Karl Philipp Fohr inspirieren lassen) geschenkt bekommt und sie versucht, dieses zu restaurieren. Bei der Arbeit entdeckt sie plötzlich ein kleines Versteck im Buchdeckel und dort einen Brief von Clarice. Sophie ist davon ganz fasziniert und will mehr über Clarice erfahre.

Beim Lesen des Buches hatte ich manchmal das Gefühl, als wenn zwei verschiedene Autoren die Handlungsstränge geschrieben hätten und am Schluss wurden sie zusammengefügt. Das soll nicht heißen, dass die Geschichte Sinnfehler hat oder beide Handlungsstränge nicht zusammenpassen. Sondern es hat eher etwas damit zu tun, wie die Geschichte und ihre einzelnen Elemente bei mir als Leser ankamen.
Begeistern konnte mich die Autorin mit der Erzählung über Clarices Leben. Für mich hat die Autorin hier auch mit viel mehr Herzblut geschrieben als im Rest des Buches. Ich habe mit dem Charakter Clarice mitgefiebert, mitgefühlt und wollte unbedingt noch mehr über sie und ihr Leben erfahren. Leider steht Clarices Geschichte aber nicht im Mittelpunkt des Buches und findet daher nicht so oft Erwähnung, wie ich mir das gewünscht hätte.
Der Großteil des Buches befasst sich mit Sophie, der Recherche über Clarice und der Suche nach weiteren Büchern. An sich finde ich die Idee auch gar nicht schlecht, aber mich konnte der Charakter Sophie so gar nicht berühren. Ich konnte mit ihr nicht mitfühlen und hatte so gar keine Verbindung zu ihr. Ihre Gedankengänge und ihr Verhalten war für mich jetzt nicht wirklich immer nachvollziehbar.
Auch hat mir kurz vor Ende des Buches die Richtung, in die sich die Story von Sophie entwickelt hat, nicht so ganz gefallen. Es war für mich nicht ganz realistisch und hat sich ein wenig "an den Haaren herbeigezogen" angefühlt.

Wie ihr sehen könnt, bin ich bei diesem Buch schon ein wenig zwiegespalten. Der kleinere Teil hat mir wirklich gut gefallen, aber der Rest konnte mich leider nicht verzaubern.
 
 
Mein Fazit:

Die Idee und Teile der Umsetzung sind der Autorin gelungen. Aber "das große Kino" war es für mich leider nicht. Dazu hat mir an zu vielen Stellen die Begeisterung und das Herzblut der Autorin gefehlt.
 
 
Vielen Dank an den Blanvalet-Verlag, der mir dieses Buch im Rahmen der "Hello Sunshine"-Aktion zum Rezensieren zur Verfügung gestellt hat.
 
Meine Bewertung:
(3 von 5 Sterne)

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