Sonntag, 24. Juni 2018

Rezension: Cecelia Ahern - Hundert Namen

Zu wenig
 

 
gebunden
Verlag: FISCHER Krüger
Seiten: 400
ISBN: 9783810501486
 
 
Zum Inhalt:
 
Kittys Leben ist ein einziger Scherbenhaufen - egal ob privat oder beruflich. Sie steht mit dem Rücken zur Wand und hat nur noch eine Chance. Eine Liste mit 100 Namen, die ihre Freundin Constance ihr vermacht hat. Namen, die zu ganz unterschiedlichen Personen gehören. Kitty macht sich auf die Suche nach ihnen, um ihre Lebensgeschichten zu erfahren und um Constances Vermächtnis zu erfüllen.
 
 
Meine Meinung:
 
Bei den Büchern von Cecelia Ahern habe ich schon alles erlebt: Sie konnte mich zu 100 % begeistern oder aber ich war kurz davor, das Buch abzubrechen. Deswegen weiß ich nie, was mich beim nächsten Buch der Autorin erwartet und greife daher auch immer mit etwas gemischten Gefühlen zu ihren Büchern. Ob mich das beim Lesen beeinflusst, weiß ich nicht.
 
Bei diesem Buch lernen wir zu Beginn die Journalistin Kitty kennen, deren Leben wirklich seinen Tiefpunkt erreicht hat. Sie hat in ihrer TV-Sendung einen Lehrer zu unrecht beschuldigt, etwas mit einer seiner Schülerinnen angefangen zu haben, was zur Folge hat, dass sie nicht nur sein Leben, sondern auch ihr eigenes Leben zerstört hat. Die Menschen meiden sie, ihr Freund verlässt sie und jeden Abend ist ihre Wohnungstür mit neuen Schmierereien versehen, was der Vermieter nicht lange so hin nimmt. Und als wäre dies nicht genug, stirbt Kittys beste Freundin und Chefin Constance an Krebs. Kurz vor ihrem Tod überlässt Constance Kitty eine Liste mit Hundert Namen, um ein Story über diese Menschen zu schreiben. Leider erfährt Kitty nicht mehr, wer diese Menschen sind und was sie miteinander zu tun haben. Also begibt sie sich auf die Suche nach diesen Menschen, um mehr über sie und ihr Leben zu erfahren.
Die Suche nach den Menschen ist eigentlich das Hauptthema in diesem Buch. Kitty will unbedingt Constances letzte Story zu Ende und zu Papier bringen. Auf ihrer Suche lernt sie die unterschiedlichsten Menschen und ihre Geschichten kennen. Zwischendurch beschäftigen wir uns aber auch immer wieder mit Kittys Leben und wie es weiter geht. Leider muss ich sagen, dass die Geschichte sich zu Beginn des Buches wirklich ein wenig gezogen hat. Man wusste nicht so richtig, wo die Reise hingeht. Außerdem konnte der Charakter von Kitty mich nicht wirklich überzeugen. Sie war für mich zu Beginn nicht wirklich mit Herzblut dabei, was natürlich auch mit ihren eigenen Problemen zusammenhängt. Trotzdem war für mich Kitty nicht wirklich eine Protagonistin, die mir ans Herz gewachsen ist. Da gibt es anderen Nebencharaktere, wie z.B. Birdie (eine ältere Dame im Seniorenheim), die mich da schon mehr angesprochen haben.
Auch bei der Suche nach den 100 Personen fehlt mir irgendwie das Spannende, das Unvorhersehbare. Es ist für mich immer irgendwie das selbe: Kitty tritt die Personen und erfährt ihre jeweilige Lebensgeschichte. Auch wenn die Personen und deren Geschichten unterschiedlich sind, hatte es doch etwas monotones, so dass ich das Gefühl hatte, die Geschichte entwickelt sich nicht vorwärts. Es ging sogar soweit, dass mich teilweise die doch eigentlich bewegenden Geschichten der Menschen kaum berührt haben, weil alles irgendwie so erzählt wurde, dass kein Gefühle oder Emotionen an den Leser übermittelt wurden.
 
Auf den letzten hundert Seiten wurde es ein wenig besser, da hat die Geschichte Fahrt aufgenommen und für mich "passierte" endlich mal etwas. Das hätte meiner Meinung nach schon viel früher passieren müssen. So kurz vor Ende des Buches war es für mich einfach zu spät, um mich für dieses Buch noch begeistern zu können.
 

Mein Fazit:
Es war nicht das schlechteste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe, aber auch bei weitem nicht das beste. Wer noch nie etwas von Cecelia Ahern gelesen hat, sollte vielleicht auch nicht gerade mit diesem Buch anfangen.

 
Meine Bewertung:
(3 von 5 Sterne)
 

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