Samstag, 7. Juli 2018

Rezension: Angelika Schwarzhuber - Barfuß im Sommerregen

Nicht ganz mein Geschmack


Taschenbuch
Verlag:Blanvalet Taschenbuch Verlag
Seiten: 400
ISBN: 9783734105531
Preis: € 9,99


Zum Inhalt:
 
Romys Leben könnte definitiv ein wenig Glück vertragen: Sie braucht dringend einen neuen Job und am besten noch eine neue Wohnung, den ihre kann sie sich nicht mehr leisten. Doch wie heißt es so schön: Nach Regen folgt Sonnenschein. Und der hält Einzug in Romys Leben in Form eines älteren, etwas grummeligen Bauern namens Alfred, der nicht nur die Beiden auf seinem Hof aufnimmt, sondern bei dem Romy auch noch arbeiten kann. Romy kann ihr Glück kaum fassen. Doch die nächsten Regenwolken lassen nicht lange auf sich warten und Romy muss lernen, dass es manchmal auch gut ist, über seinen Schatten zu springen.
 
 
Meine Meinung:
 
Der Sommer ist da und da braucht man natürlich die passende Sommerlektüre. Etwas leichtes, bei dem man jetzt vielleicht nicht so viel nachdenken muss und das einen unterhält. Das Cover des Buches, der Titel und die Kurzbeschreibung haben mich dazu verleitet, bei den derzeitigen Temperaturen zu diesem Buch zu greifen, obwohl ich mit der Autorin bisher noch keine guten Erfahrungen gemacht habe (das erste Buch, das ich von ihr gelesen habe, habe ich abgebrochen).
 
Gleich auf den ersten Seiten läuft uns Romy über den Weg, die verzweifelt nach einem neuen Job sucht um sich und ihren Sohn ein halbwegs vernünftiges Leben bieten zu können. Nebenbei muss sie sich noch eine neue Wohnung umsehen, denn nach dem Auszug ihrer besten Freundin kann sich Romy die Wohnung in München nicht mehr leisten. Hier muss ich gleich sagen, dass die Autorin die Probleme, die eine alleinerziehenden Mutter haben kann - und Romy hat sie hier definitiv - nicht übertrieben darstellt, aber doch klar und sachlich darauf hinweist. Das fand ich ganz gut, denn im wahren Leben ist ja auch nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen.
Natürlich - wie soll es in einem solchen Buch auch anders sein - verhilft das Glück Romy doch zu einem neuen Job und einer neuen Bleibe. Und hier kommt Alfred ist Spiel. Ein älterer Bauer, der am Anfang ein wenig griesgrämig wirkt, dann aber doch langsam auftaut. Ein wenig wie der Alm-Öhi. Und da kommen wir schon zu dem Problem, das ich mit dem Buch hatte: Es hat mich zu sehr an einen Heimatfilm erinnert! Es spielt in Bayern, auf einem Bauernhof, der in der Nähe eines kleinen Dorfs steht. Jeder hilft jedem und selbst wenn ein Problem auftaucht, wird es ganz schnell und einfach gelöst. Ganz ehrlich, das war mir einfach zu viel des guten! In vielen Dingen war mir die Geschichte einfach zu glatt, weil vieles einfach zu leicht geklappt und funktioniert hat. Die Autorin hat dann versucht mit Rückblicke in die Vergangenheit der Charaktere dem Leser zu zeigen, dass auch sie kein einfaches Leben hatten. Das mag wohl auch stimmen, aber im Nachhinein bin ich auch der Meinung, dass das Leben der Charaktere einfacher und besser verlaufen wäre, wenn sie viel früher versucht hätten an sich zu arbeiten und nicht erst, wenn es fast schon zu spät ist. Ich weiß, sowas kommt oft in Büchern vor, aber hier fand ich es schon ein wenig extrem, gerade was Romy angeht. Sie steht sich zu oft selbst im Weg und hindert sich selbst daran, ein schönes Leben zu haben. Ganz nebenbei mutiert sie manchmal zu einer Art "Helikopter-Mutter", die ihren Sohn nur sehr ungerne in die Obhut andere Menschen gibt, weil sie dann kein Auge mehr auf ihn hat.
Wenn ich ehrlich bin, hat mir von allen Charakteren, die im Buch vorkommen, Alfred noch am besten gefallen, weil er für mich so natürlich und ehrlich rüberkam. Bei den anderen wollte der Funke nicht so wirklich überspringen.
 
Der Schreibstil der Autor war "einfach" und flüssig, sprich man muss nicht über Fremdwörter nachgrübeln und stolpert auch nicht über irgendwelche Satzmonster. Eben leichte Lektüre für zwischendurch. Manchmal hätte mich mir aber schon ein wenig mehr Tiefgang gewünscht, damit ein wenig Abwechslung da ist.
Wenigstens kann ich jetzt sagen, dass ich ein Buch von Angelika Schwarzhuber ganz gelesen habe. Ob noch weitere folgen werden, glaube ich aber eher nicht.
 
 
Mein Fazit:
 
Leichte Lektüre mit dem Charme eines Heimatfilms. Wem so etwas gefällt, ist hier auf jeden Fall gut aufgehoben.

Meine Bewertung:
(3 von 5 Sterne)

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